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Alt 22.01.2008, 01:00   #1   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
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Blog-Einträge: 12
Interdiszipinäre Fragmente, Teil 1: Geisteswissenschaft und Empirie

Unausgereifte Gedanken im Bummelzug zwischen Heidelberg und Frankfurt zum Verhältnis von Geistes- und Naturwissenschaften
In den Wissenslogs schrieb der Philosophieprofessor Michael Pauen im November über die Sache mit den „zwei Kulturen“ von Geistes- und Naturwissenschaften:
Auch die interessantesten empirischen Erkenntnisse nützen wenig, wenn man sich nicht darüber zu verständigen weiß, welchen Sinn ihre Anwendung haben soll, welche sozialen Konsequenzen von ihnen zu erwarten sind und welche ethischen Probleme sie aufwerfen.
Und das soll es für die Geisteswissenschaften gewesen sein – die Exegese der Implikationen naturwissenschaftlicher Erkenntnis über die Welt? Wirklich? Am gleichen Ort rechtfertigt auch Wolfram Hogrebe die Geisteswissenschaft aus der Kapitulation heraus. Der Mensch sei "im Programm des Menschenmöglichen in eine Dimension hineingestellt, die kognitiv nicht ganz durchdringbar ist."
Die Geisteswissenschaften also als letztlich unverbindliche Nabelschau im Schlepptau naturwissenschaftlichen Weltverständnisses?
In der Politik hat sich diese Ansicht inzwischen durchgesetzt, wie man am forcierten Sterben der "Orchideenfächer" allerorten unschwer erkennt. Und, mit Verlaub, Hinweise auf den Interpretationsbedarf von Naturwissenschaft oder die Unwissenheit als "sokratischen Adel der Menschheit" (Hogrebe) werden kaum ausreichen, um diesen Trend umzukehren.
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Quelle: Fischblog - Naturwissenschaft und mehr
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