Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 17.01.2008, 12:19   #3   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Übungsaufgaben---Hilfe!

Zitat:
Zitat von HarleKin Beitrag anzeigen
Übung 1: Säuren und Basen, Puffer, Titration, Indikator

1.) Was ist eine Brönsted-Säure?
Eine Brönsted-Säure ist ein Protonendonator



2.) Bitte erklären Sie den Begriff "konjugierte Base".
Gibt eine Säure ein Proton ab, dann wird aus Ihr die konjugierte Base dieser Säure.

3.) Bitte definieren Sie den Begriff pH-Wert. Welchen pH-Wert hat eine wässrige Lösung von NaOH der Konzentration 0,01 mol/L ? Welchen pH hat eine 2 M NaOH-Lösung?

pH= -log(c H3O+)

pOH = -log 10^-2 => pOH = 2

14- pOH =12 => pH = 12

Leider weiß ich nicht wie ich bei der 2 M -Lösung vorgenen soll.
Kann mir das jemand einfach vorrechen?
4.)
1,2,3 sind richtig. Für die 2 M Lösung gehst du genauso vor wie für die 0.01 mol/L. Dass du dann einen pH>14 erhälst, darf dich nicht stören ...
Zitat:
4.) Das zweite Proton einer zweiprotonigen Säure wird nur ungern abgegeben. Bitte erklären Sie.

Durch die Abgabe des ersten Protons wurde die Säure zum negativen Ion.
Dieses übt durch die erhöhte negative Ladung mehr Anziehung auf das zweite Proton aus.


5.) Welchen pH-Wert haben wässrige Lösung von NaOH folgender Konzentrationen: 0,01 mol/L, 0,25 mol/L, 0,125 mol/L?
4.) ist richtig,
5.) Genau dieselbe Rechnung wie bei 3.), d.h. pOH=-log[OH-], pH=14-pOH
Zitat:
6.) Welche strukturellen Eigenschaften beeinflussen die Säurestärke?

Auch hier kann ich nur raten.
Vielleicht wenn die H-Atome "innen" in der Molekülstruktur verbaut sind?
Was meinst du mit innen ? Die Säurestärke wird durch elektronegative Substituenten (z.B. O, Cl usw) auf dem Zentralatom verstärkt.
Zitat:
7.) Brönsted-Säuren sind häufig keine Lewis-Säuren. Warum?

Lewis definierte eine Säure nicht über Protonenabgabe, sondern über die Elektronen-Abgabe (immer zwei Elektronen). aber auch hier weiß ich nicht weiter.
Eine Lewis Säure ist ein Elektronenpaarakzeptor. In deiner Antwort sieht es so aus, als ob die Lewis Säure ein Elektronendonator wäre.
Zitat:
8.) Was versteht man unter Kapazität eines Puffers?

Es ist die Fähigkeit einer Pufferlösung einen bestimmten pH-Wert konstant zu halten und beeinflussung durch zugabe von Säuren oder Basen zu Lösung abzuschwächen, bzw ganz abzufangen. Je höher die Kapazität, desto mehr "Beeinflussung" kann abgefangen werden.
Ja.
Zitat:
9.) Aus Cyansäure (HNCO) und Kaliumcyanat KNCO soll eine Pufferlösung mit pH = 3,5 hergestellt werden. Welches Stoffmengenverhältnis wird benötigt? pKs (HNCO) = 3,92

Hab leider noch keinen Plan
Sagt dir der Begriff "Henderson-Hasselbalch Gleichung" oder "Puffergleichung" etwas ? Diese Gleichung benötigst du.
pH=pKs + log([depronotierte Form]/[protonierte Form])
Zitat:
10.) Salzsäure ist eine „starke Säure". Bitte erklären Sie diesen Begriff.
Starke Säuren sind solche, die in wässriger Lösung vollständig dissoziiert sind.
Zitat:
11.) Wie groß ist die Konzentration der H3O -Ionen in einer 0,1 M Salzsäure, in Wasser, in 0,1 M + Natronlauge?
HCl = starke Säure, [H3O+]=0.1 M
NaOH = starke Base, [OH-]=0.1. Dann rechnest du mit dem Ionenprodukt des Wassers Kw=[H3O+][OH-]=10-14 die Konzentration der Oxoniumionen.
Zitat:
12.) Berechnen Sie die pH-Werte, die den folgenden Aktivitäten entsprechen:
aH+ = 2 10 mol/L, aH+ = 4,5 10 mol/L, aOH- = 3 10 mol/L
Sind das Zehnerpotenzen ? pH=-log(aH+)
Zitat:
13.) Welche Formeln haben die konjugierten Säuren der folgenden Basen:
NH3, H2PO4 , NH2 ,OH

Na, eben immer ein H dazu: NH4, H2SO5, NH3, H2O
Du lässt die Ladungen weg. Das ist an sich falsch.
Deine Angabe müsste lauten NH3, H2PO4-,NH2-, OH-
Konjugierte Säuren sind :
NH4+, H3PO4, NH3 und H2O
Zitat:
14.) Ascorbinsäure (Vitamin C) hat die Formel C6H8O6. Eine Vitamin C-Tablette der Masse 1g wird in soviel Wasser gelöst, dass eine Lösung mit dem Volumen 0,35 L entsteht. Welchen pH- Wert hat die Lösung unter der Annahme, dass Ascorbinsäure eine einprotonige Säure ist.?
Es handelt sich um eine schwache Säure, du brauchst also noch ihren pKs.
Aus Masse und Molmasse errechnest du die Stoffmenge in der Tablette : n=m/M
Aus der Stoffmenge und dem Volumen die Konzentration : c=n/V
Dann mit Hilfe des pKs den pH Wert. Tip: es ist eine schwache Säure.
Zitat:
15.) Sie titrieren eine 0,1 mol/L HCl-Lösung mit 0,1 mol/L Natronlauge. Bitte skizzieren Sie den Verlauf des pH-Werts in Abhängigkeit vom zugesetzten Volumen an NaOH. Welche konkreten pH-Werte können Sie vorhersagen?
Die typische S-Kurve. Vorausrechnen : man kann alle pH Werte eigentlich vorausberechnen. Der pH am Endpunkt müsste 7 sein. Warum ?
Zitat:
16.) Wie verändert sich der Kurvenverlauf, wenn Sie statt Salzsäure Essigsäure einsetzen?
Man sieht einen Pufferbereich, weil Essigsäure eine schwache Säure ist (im Gegensatz zur HCl)
Zitat:
17.) Wie machen Sie den Äquivalenzpunkt sichtbar.

Mit einem Indikator oder durch anlegen einer Spannung, beim Äquvalenzpunkt herrscht ein Leitungsminimum.
Ja. Vll bezieht sich die Frage auch auf die Titrationskurve. Der ÄP ist ein Wendepunkt der Kurve (also 1. ABleitung hat ein Maximum, zweite Ableitung einen Nullpunkt am ÄP)

lg
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige