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Alt 08.01.2008, 00:30   #1   Druckbare Version zeigen
Godwael Männlich
Moderator
Themenersteller
Beiträge: 12.173
Blog-Einträge: 12
Pseudowissenschaft für die Zähne

Das Internet ist bekanntlich voller überteuerter Schwachsinnsprodukte, die mit Hilfe pseudowissenschaftlichen Gefasels für teures Geld an Leichtgläubige vertickert werden.
Heute allerdings hat mir unser Chefredakteur einen ungewöhnlichen Fall vorgelegt, damit ich für die April-Ausgabe der Nachrichten ein paar Zeilen darüber schreibe. Der Vermarkter des Produkts hat es nämlich geschafft, sein pseudowissenschaftliches Gefasel in einer Publikation unterzubringen, die für sich in Anspruch nimmt, Qualitätsjournalismus zu produzieren.
Nachdem schon kürzlich bei Begrenzte Wissenschaft eindrucksvoll demonstriert wurde, wie leicht sich Wissenschaftsjournalisten von einer nett klingenden Pressemitteilung an der Nase herumführen lassen, zeigt dieses Beispiel nun, wie viel Ahnung man bei der New York Times haben muss, um über Wissenschaft schreiben zu dürfen: Null.
Es geht um die erste photokatalytische Zahnbürste der Weltgeschichte.
Die Zahnbürste benötigt nach Angaben des Herstellers, der Shiken Corporation aus Osaka, keine Zahnpasta, sondern nutzt die katalytische Aktivität von Titandioxid (TiO2), um durch eine chemische Reaktion Zahnbelag zu zersetzen. Das klingt eindrucksvoll, und der Journalist Joyce Cohen hat letzten November in der New York Times darüber geschrieben. Das erheiternd-erbärmliche Resultat wurde eine Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung in einer Beilage selbiger veröffentlicht und landete auf diese Weise auf meinem Schreibtisch.
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Quelle: Fischblog - Naturwissenschaft und mehr
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