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Alt 20.12.2007, 19:06   #32   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.537
AW: der perfekte mord.. irgendein phosphorstoff

Zitat:
Zitat von Lenchen
Ich denke mal solche Fälle sollen gar nicht der perfekte Mord sein, sondern sind eher dazu gedacht Aufmerksamkeit zu erregen um wahlweise zu zeigen wie qualvoll man umkommt, wenn man sich nicht an die "Regeln" hält. Also entweder als Abschreckung oder als vorgetäuschte Abschreckung (Seht her, "das" machen "die" mit ihren Feinden).
Naja, ob man das nicht geschickter machen kann als mit Polonium, Dioxin u.ä.? Wenn es eh nachweisbar sein darf, kann man auch Thallium oder Strychnin nehmen...

Zitat:
Zitat von Lenchen
Der perfekte Mord würde laut Chemielehrer mit einer Eisenverbindung geschehen, die CO freisetzt und in D verboten ist. Ich hab allerdings den Namen und die Wirkungsweise vergessen. Er meinte jedenfalls, das man das unters Bett stellen sollte (und natürlich hinterher wieder entfernen) Und die erhöhte Fe-Konzentration im Blut würde nicht auffallen. Es würde einfach CO-Vergiftung diagnostiziert werden. Mir kam das alles etwas wirr vor, wie er es erzählte, also ich denke nicht, dass das wirklich klappt...
Ich glaube, das wird ein teurer Spaß, und Kohlenmonoxid-Vergiftungen sollte man auch einfach nachweisen können. Habe hier vor kurzem mal CSI oder so gesehen, wo jemandem mit Trockeneis das Schlafzimmer mit CO2 geflutet wurde. Wenn man anschließend lüftet, mag das auch gehen...

Zitat:
Zitat von kaliumcyanid
Ich denke, was in Richtung Lebensmittelvergiftung dürfte noch am unauffälligsten sein...
Naja, bei Lebensmittelvergiftungen wird immer groß gesucht, um die Quelle zu finden. Man müsste es schon gut anstellen, dass das funktioniert.

Wenn man in diesem Zusammenhang von witzig sprechen kann, dann ist das witzigste, was ich je gelesen habe, der Fall eines Chemie-Lehrers, der seine Frau vergiften wollte. Seiner Frau ging es zunehmend schlecht, kam ins Kankenhaus, hat sich wieder erholt. Kam nach Haus, ging ihr wieder schlechter, ging ins Krankenhaus und hat sich wieder erholt. Das Spielchen ging wohl mehrere Male so, bis der "liebende Ehemann" Ihr wiederholt Beerenkompott ins Krankenhaus mitgebracht hat. Dann hat sie irgendwann Verdacht geschöpft und das Zeug untersuchen lassen. Die gefundene Verbindung wird schnell abgebaut, ist daher quasi nicht nachweisbar und ist bei chronischer Verabreichung nicht sehr gesund. Später hat sich rausgestellt, dass der Mensch die Substanz über die Schule gekauft hat...

Aber die denke, die wichtigsten Aussagen sind schon gemacht:
1. Es gibt keinen perfekten Mord, der später aufgeklärt wird.
2. Die Substanz sollte kaum / nicht nachweisbar sein, z.B. weil sie schnell abgebaut wird.
3. Das Wichtigste: Die Vergiftung muss passen. Wenn ein Sportler plötzlich tot umfällt, wird man nach Gründen suchen. Bei der Oma eher nicht. Wenn jemand, der jahrelang mit Schwermetalen gearbeitet hat eine chronische Vergiftung damit hat, macht mehr Sinn. Bei jemandem, der nie damit in Kontakt gekommen ist, eher weniger.


Naja, ich glaube das ist auch genug hier. Wir wollen ja schließlich niemanden auf dumme Ideen bringen.
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Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline  
 


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