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Alt 10.12.2007, 10:11   #8   Druckbare Version zeigen
Slackenerny Männlich
Mitglied
Beiträge: 362
AW: energie der orbitale

Naja, man sieht's ja eigentlich schon an deiner Grafik: 4s und 3d liegen sehr dicht beisammen, und so kann es unter Umständen günstiger sein, Elektronen auf beide zu verteilen um so die Multiplizität zu erhöhen.
Wenn du ein entsprechendes Periodensystem hast, kannst du's auch nachschauen, die Elektronen werden da rel. unregelmäßig verteilt. Letztlich ist das auch nicht wirklich überraschend. Die gestalt der Orbitale wird vom Wasserstoffatom abgeleitet und das sich in den darauffolgenden 20 Elektronen nochmal was ändert, ist nüchtern betrachtet so überraschend nicht...

Die Begründung ist glaube ich folgende (aber nagel mich nicht drauf fest...): Die Abschirmung durch ein s Orbital ist höher als durch ein d Orbital. Füllt man also die s Schale zuerst auf, ist diese energetisch günstig, weil sie stark durch die Anziehung des Kerns beeinflusst wird. Fügt man aber noch Elektronen in die d Schale, "spüren" die durch die gefüllte s Schale nur eine gemeinderte Kernanziehung. Unter diesen Umständen kann es dann netto günstiger sein, die abschirmende Schale nicht zu füllen, sondern die d Schale...

Was lernen wir daraus: Orbitalenergien machen nur sinn, wenn man auch die Besetzung berücksichtigt...
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