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Thema: methylierung
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Alt 07.12.2007, 03:20   #5   Druckbare Version zeigen
magician4 Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.878
AW: methylierung

hmm...also mal ins blaue hinein auf deine geheimnisvolle frage geantwortet:

hast du probleme mit einem nachbargruppeneffekt der genau "entgegen" der von dir eigentlich gewuenschten richtung laeuft, so guck dir doch mal das stichwort "umpolung" etwas intensiver an: http://infosee.ethz.ch/seebach/PULI/156-PULI%20Ump-E.pdf
unter diesem begriff versteht man genau das was du - wie mir scheint - eigentlich suchst: aus nem -i-effekt durch kurzfristige derivatisierung zum beispiel einen + i-effekt machen, und hinterher die urspruengliche funktionelle gruppe dann wieder elegant regenerieren.

nehmen wir ein beispiel: methylierung von acetaldehyd

klassisch: methylierung des enolats, welches du dir aus dem aldehyden z.b. mit LDA zunaechst erzeugst, sodann einfuehrung der methylgruppe, z.b. mit methyltosylat o.ae. (auf die problematik "o- oder c- alkylierung" sei hier einmal nicht naeher eingegangen)
http://www.chemgapedia.de/vsengine/vlu/vsc/de/ch/12/oc/vlu_organik/keto_enol/racem_halo_haloform_alkylierung.vlu/Page/vsc/de/ch/12/oc/keto_enol/alkyl/alkyl.vscml.html
im ergebnis hast du alpha-alkyliert und dir butyraldehyd gemacht.
eine moeglichkeit den carbonylkohlenstoff unter c-h austausch zu alkylieren und somit zum aceton zu kommen hast du nicht.

ueberfuehrst du jedoch zunaechst den aldehyden mit - if memory serves - propan-1,3-thiol - in das cyclische dithioacetal,so kannst du dieses nunmehr am ehemaligen carbonylkohlenstoff deprotonieren, und diesen dann mit dem methylierungsagens alkylieren. nachdem du dir dein thioacetal sodann wieder kaputthydrolysierst (ist bei dieser umpolungsgruppe etwas tricky, aber geht), erhaeltst du nunmehr das gewuenschte cabonyl-c-alkylierte produkt, also aceton.

ich hoffe das geht in die richtung deiner geheimnisvollen frage?

gruss

ingo
magician4 ist offline  
 


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