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Alt 29.10.2007, 20:16   #4   Druckbare Version zeigen
Tino255  
Mitglied
Beiträge: 171
AW: Elektronegativität in dem Periodensystem der Elemente

Dann dürfte dir das Schalenmodell bekannt sein?

Wenn du dir das Periodensystem anschaust, wirst du feststellen, dass auf Höhe des Galliums (4. Periode) erstmals der leere Bereich zwischen der 2. und 3. Gruppe mit Elementen gefüllt ist. Diese Elemente nennen sich Nebengruppenelemente.

In der 1. und 2. Gruppe wird zunächst die 4. Schale mit zwei Elektronen gefüllt, das sind hier Kalium und Calcium. Nachfolgend werden zunächst weitere Elektronen auf die 3. Schale gebracht (die Nebengruppe beginnend mit Sc bis Zink), mit Gallium wird dann die 4. Schale mit einem dritten Elektron gefüllt.

Die Elektronen, die im Verlauf der Nebengruppe von Sc bis Zink die dritte Schale weiter auffüllen, nennt man 3d-Elektronen.

Tatsächlich gibt es keine Elektronenschalen, sondern das Elektron hält sich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit in einem Bereich um den Atomkern herum auf, d.h. die negative Ladung des Elektrons verteilt sich auf einen Bereich um den Atomkern herum. Diesen Bereich nennt man Orbital. Es gibt u.a. s-Orbitale, p-Orbitale und d-Orbitale. Die Orbitale haben unterschiedliche Entfernung vom Atomkern und unterschiedliche Formen. Die 3d-Orbitale haben die Eigenschaft, besonders groß zu sein, so dass sich die negative Ladung des Elektrons auf einen großen Bereich verteilt.

Vom Calcium bis zum Gallium hat der Atomkern bedingt durch die Nebengruppenelemente um 11 Protonen zugenommen, demnach verstärkt sich die positive Ladung des Kerns. Zugleich hat die "Hülle" des Atoms 11 zusätzliche Elektronen erlangt, von denen sich 10 in 3d-Orbitalen befinden. Wenn diese 10 Elektronen aber nur beschränkt in der Lage sind, die zusätzliche positive Ladung der 10 Protonen abzuschirmen, hat das zur Folge, dass die Elektronegativität steigt.


Kompetentere mögen versuchen, es besser zu erklären.

Brauchst du die Antwort, um eine Hausaufgabe zu lösen oder bloßes Interesse?

Nach Pauling beträgt die EN

B 2,04
Al 1,61
Ga 1,81
In 1,78
Tl 1,8

Beim Tellur zeigt sich ein ähnlicher Effekt durch die neu hinzukommenden Lanthanoiden, die f-Elektronen aufweisen.

Tino255
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