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Alt 26.10.2007, 08:10   #6   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.446
AW: BCSI Team - Sicherheitsrichtlinien

Ich denke, es gilt hier einmal einige Begrifflichkeiten und andere Unklarheiten zu klären.

Wer ist Träger der Schule?
Ich vermute einmal, die Stadt Hanau.
Daraus ergibt sich dann die Zugehörigkeit zu einer Unfallkasse, hier die Unfallkasse Hessen, Link: http://www.ukh.de/
Die Unfallkasse ist für den Unfallversicherungsschutz zuständig. Sie stellt auch das Überwachungsorgan gegenüber der Schule dar, was den Umgang mit Gefahrstoffen angeht. Gleichfalls hat die Unfallkasse einen Beratungsauftrag, welchen man in Anspruch nehmen kann.
=> Beratung ist in der Regel kostenlos, kann aber natürlich dazu führen, dass die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen gefordert wird (muß ja kein Nachteil sein, kostet halt was)
Die zweite Säule im Arbeitsschutz sind die staatlichen Aufsichtsbehörden. Je nach Bundesland sind dies die Ämter für Arbeitsschutz oder die Gewerbeaufsichtsämter. Auch diese haben Aufsichts und Beratungsfunktion.
Für den Arbeitgeber (hier der Schulträger) relevant ist dann auch das "Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit" (ASiG). Hier werden die Voraussetzungen und Aufgaben der Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte festgelegt.
Jetzt noch zum Begriff "Sicherheitsbeauftragter". Dieser Begriff entstammt dem Sozialgesetzbuch (SGB) VII, §22. Dabei handelt es sich in der Regel um einen Mitarbeiter, welcher den Arbeitgeben bei Themen zur Arbeitssicherheit unterstützen soll. Dafür ist keine besondere Ausbildung erforderlich, entsprechend gering ist in der Regel auch der Wissensstand eines solchen Sicherheitsbeauftragten.
Ich würde mich erst einmal erkundigen, ob es eine Fachkraft für Arbeitssicherheit gibt, welche für die Schule zuständig ist. Möglicherweise ist diese Fachkraft bei der Stadt oder dem Landkreis angesiedelt (in vielen Regionen gängige Praxis). Hat man eine solche Fachkraft, dann sollte man ein Beratungsgespräch einfordern. Hat man keine Fachkraft, dann würde ich über den Schulträger ein Beratungsgespräch bei der Unfallkasse anfordern.
Möchte man Geld ausgeben, so kann man sich auch an externe Berater wenden. Hier gelten die beiden großen Prüfinstitute TÜV und DEKRA als erste Anlaufstellen, wobei ich von der Qualität dieser beiden Institutionen nicht überzeugt bin. Möglicherweise kann der Verband deutscher Sicherheitsingenieure www.vdsi.de hier eine entsprechende Fachkraft aus der Nähe vermitteln. Dort gibt es auch über das Internet eine öffentliche Liste (Rubrik Weiterbildung/Teilnehmerliste) mit entsprechenden Fachkräften, welche über den Weiterbildungsnachweis ihre Fortbildungen aktualisieren (ich stehe auch drauf, bin aber nicht aus der Nähe von Hanau, daher uninteressant).
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Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)
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