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Alt 22.10.2007, 19:44   #1   Druckbare Version zeigen
kfranky  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 43
Kupferkomplex eines Azofarbstoffes

Hallo,

ich habe ein Diazoniumion (Diazotierung von 4-Nitro-2-aminphenol-6-sulfonsäure) auf Chicago-Säure SS gekuppelt. Der entstandene Azofarbstoff ist pH empfindlich. In alkalischem Milieu bilden die von der Azobrücke aus stehenden Hydroxilgruppen in ortho-Stellung Anionen, die durch ihren +M-Effekt den Chromophoren vergrößern (bzw. die delokalisierung), dadurch färbt sich der Farbstoff blau. In saurem Milieu wird der Stickstoff protoniert und die Azobrücke gelockert, dadurch wird der Chromophor verkleinert und der Farbstoff färbt sich Rot. In der Versuchsanleitung steht nun folgendes:

Die Hälfte der blauen Farbstofflösung wird mit ca. 10 Tropfen Essigsäurelösung schwach angesäuert und mit ca. 10 Tropfen Kupfersulfatlösung versetzt. Nach kurzem verrühren ist die Bildung des leicht rotstichig blauen Kupferkomplexes abgeschlossen.

So nun kommen wir zum Sinn- und Unsinn der Anleitung. Der entstehende Komplex ist ein Chelatkomplex, deswegen ist der schonmal sehr stabil. Ich frage mich lediglich wozu die Ansäuerung dient? Es müssten doch eigentlich die Stickstoffe protoniert werden, aber dann wären sie ja ohne ein freies Elektronenpaar noch untauglicher als Liganden (wir haben ein Bild des Komplexes - Ligandenatome sind die Sauerstoffe der OH-Gruppen (ohne H) und ein Stickstoffatomd er Azobrücke). Der vierte Ligand ist ein Wassermolekül.

Hoffe hier weiß jemand mehr als ich.

Lieben Gruß,

chris
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