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Alt 23.09.2007, 20:05   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Quecksilberflasche

Zitat:
Zitat von mlmt Beitrag anzeigen
Was würdet ihr machen wenn euch im Labor eine 1 kg Glasflasche (ja wir haben noch Glasflaschen) Quecksilber wegfallen würde?
Kein Grund zur Panik, so schnell stirbt man nicht an einer Quecksilbervergiftung
Zitat:
Wasser draufgeben bzw. das Labor überschwämmen, flüchten und die Feuerwehr rufen, mit Quecksilberfänger vorgehen...
Kannst du mir verraten, was das Wasser bringen soll ? Und die Feuerwehr ? Die kennen sich afaik mit Bränden aus, nicht mit verschüttetem Hg.

Die rationalste Vorgehensweise ist folgende :

hw101 hat bereits vorgerechnet, dass 1 kg Hg so in etwa 70 ml sind. Das ist gar nicht soooo viel Flüssigkeit. Mit einer groben Bürste das Metall zusammenfegen, so dass sich möglichst grosse Tropfen bilden, die man dann mehr oder weniger bequem mit der
--> Quecksilberzange wieder einsammeln und zurück in einen Behälter tun kann. Danach kommt die Geduldsarbeit : auf allen vieren den Boden grossräumig in Augenschein nehmen, bewehrt mit Pinsel, Quecksilberzange, Silberstab, Schwefelblüte, und eventuell vorhandene Tröpfchen mit Pinsel und Quecksilberzange einsammeln. Lassen sich die Tröpfchen nicht einsammeln, mit Silberstab berühren (--> Amalgambildung). In hoffnungslosen Fällen (z.B. In Fugen und Ritzen, die in einem Labor aber nicht vorhanden sein sollten): mit Schwefel bepudern und hoffen.
Wie gesagt, es erfordert Geduld und ist schweisstreibend. Lästig, aber ungefährlich.

lg
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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