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Alt 20.09.2007, 15:46   #8   Druckbare Version zeigen
baltic Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.468
AW: Frage zu Elektronenkonfiguration von Ag

Steigende Energie des Elektrons bedeutet auch geringerer Einfluss des Kerns. Mit wachsender Entfernung sinkt die Coulombsche Anziehungskraft, sodass es immer leichter wird, das Elektron noch weiter zu entfernen (vgl. Bohrsche Radien, die irgendwann kontinuierlich werden).
Natürlich kannst du theoretisch sagen, dieses oder jenes Elektron sei in irgendeinem extrem energiereichen Orbital. Du hast aber nichts gewonnen, denn irgendwann ist der Einfluss des Kerns auf dieses Elektron so gering, dass andere Einflüsse (elektrische Felder usw.) größer sind und es damit de facto "frei" ist.

Zitat:
Zitat von Slaxx
Man kann nicht generell sagen, dass z.b. die 4. Schale energieärmer ist als die 5. Schale oder? Ein 5s Orbital ist z.b. energieärmer als ein 5s-orbital.
Ich nehme an, du meinst das 5s und das 4d Orbital. Da stimmt es, dass das 5s-Orbital energieärmer ist als das 4d-Orbital. Es gibt einen Einfluss auf die Orbitalenergie sowohl von n als auch von l. Für ein d-Orbital ist l=2, für ein s-Orbital ist l=0. Das macht den Unterschied aus.
Nichtsdestotrotz gibt es eine Stabilisierung, wenn die d-Schale komplett gefüllt ist und daher ist es günstiger, ein (an sich energieärmeres) s-Orbital nicht komplett zu besetzen.

Bei genaurem Hinschauen stellt man sogar fest, dass dann die s-Schale nicht nur "nicht komplett gefüllt", sondern "halbvoll" ist. Das ist zwar bei insgesamt nur zwei Elektronen kein Kunststück, aber auch eine halbgefüllte s-Schale erfährt eine relative Stabilisierung, sodass der gleiche Effekt gleich zweimal auftritt.

Lg, baltic
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