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Alt 20.08.2007, 09:24   #2   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Kupfer(II) zu Kupfer(I) reduzieren...

Die Möglichkeit besteht, ja. Dazu braucht man ein ganz, ganz mildes Reduktionsmittel und die passenden Bedingungen. Von Kupfersulfat zu CuCN kommt man zum Beispiel einfach dadurch, daß man zu einer alkalischen(!) Lösung von Kupfertetramminsulfat NaCN zugibt. CuCN fällt aus (die geringe Löslichkeit von Cu(I)-Verbindungen zieht immer gerne an den entsprechenden Gleichgewichtsreaktionen) und (CN)2, das hochgiftige Dicyan, entweicht als Gas.

Analog: Reaktion von Kupfersulfatlösung mit Kaliumiodidlösung: es fallen gleichzeitig Iod und CuI aus. Reaktion mit KSCN liefert CuSCN und Dithiocyan (eklig, giftig, gasförmig).

Cu(I)-Halogenide bilden sich aus den Cu(II)-Halogeniden in einer Komproportionierungsreaktion, wenn man deren wäßrige Lösungen mit Kupferpulver längere Zeit aufkocht.

Cu(I)-Oxid bildet sich z.B. aus der Fehlingschen Lösung als Reduktionsprodukt beim Nachweis von reduzierenden Zuckern. Man kann auch CuO einfach bei hohen Temperaturen (oberhalb 800°C) glühen. Dann verliert es Sauerstoff, und es bleibt ein Gemisch von CuO und Cu2O übrig.

Kupfer(I)-Sulfat kann man machen, indem man Cu2O mit konz. Schwefelsäure reagieren läßt. Ist ein beliebtes Mittelchen, um CO, Ethylen und Acetylen zu binden.
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Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
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