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Alt 13.08.2007, 21:08   #18   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Schmelzpunkte in Abhängigkeit der Gitterenergie

Zitat:
Zitat von marcel04 Beitrag anzeigen
Dabei bewirkt eine höhere Masse (entgegengesetzt der Bindungsenergie) einen höheren Siedepunkt, weil halt für schwerere Teilchen mehr Energie benötigt wird, um diese in die Gasphase, also zum Schwingen zu bringen.
Das stimmt so nicht ganz. Es ist nicht so sehr die Masse, sondern das Volumen der Atome, das für die Intensität der Dispersions- (van der Waals-) Kräfte ausschlaggebend ist. Je grösser das Atomvolumen, umso polarisierbarer ist das Teilchen, d.h. es kann leichter ein Dipolmoment darin induziert werden und die vdW Kräfte sind umso stärker. Ausserdem hat das ganze nichts mit "Bindungsenergien" zu tun, wie du schreibst. Es geht hier ausschliesslich um intermolekulare Wechselwirkungen, die man nicht mit den intramolekularen, also den eigentlichen chemischen Bindungen verwechseln darf.
Zitat:
Dann zu den zwischenmolekularen WW: Kann man sagen, dass je höher die EN-Differenz auch die Polarität proportional zunimmt?
Ja.
Zitat:
Reicht das aus, um verschiedene Siedepunkte zu erklären?
Rein qualitativ : ja.

Zu deiner Frage in Beitrag #17 :

Die Molekülgeometrie bedingt, ob ein Molekül polar oder unpolar ist. Bsp : CCl4 hat zwar 4 polare C-Cl Bindungen, das Molekül als ganzes betrachtet ist aber apolar, da die 4 Dipolmomente so ausgerichtet sind (zu den Ecken eines Tetraeders hin zeigen), dass sie sich gegenseitig in ihrer Wirkung aufheben.
Im Gegensatz dazu ist das Wassermolekül polar, da die beiden polaren H-O Bindungen (annähernd) in einem Tetraederwinkel zueinander stehen und sich in ihrer Wirkung verstärken.

lg
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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