Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 21.04.2004, 13:54   #7   Druckbare Version zeigen
upsidedown Männlich
Moderator
Beiträge: 7.640
AW: Die Zukunft der (angehenden) Chemiker

Zitat:
Zitat von Keeper
Zu dem meinte er, dass große deutsche (ex)Chemiefirmen wie Bayer und BASF die Chemie mittlerweile völlig aus ihrem Programm genommen haben. Dass vielen in Ost-Länder verlagert wurde und dass "Pharma" jetzt der neue Trend ist.
Dazu hab ich zwei Dinge anzumerken:
a) BASF hat zB seine komplette Pharmasparte vor ein paar Jahren komplett verkauft um sich aufs Kerngeschäft zu konzentrieren.

b) Ja, man hats versucht - teilweise klappts, oft auch nicht so wirklich. Krieg "drüben" mal einen Standort mit ausgebauter Infrastruktur, Versorgungssicherheit, qualifizierten Arbeitskräften usw. usw.. Und gerade in der Chemie sind es definitiv nicht die Personalkosten. Wenn überhaupt dann solche Spässe wie Umwelt- und Denkmalschutzauflagen. Und gerade im Umweltschutzsektor hat D nunmal einen Erfahrungsvorsprung der langfristig selber eine Art Investition darstellt.

Und noch ne ganz simple Anmerkung: b) Ist ohnehin interessant wenn man dann irgendwann mal in die Produktion geht (ja, da springen auch Chemiker rum..). Und da ists dann ohnehin völlig Banane über welches ach-so-tolle Spezialgebiet man in der Grundlagenforschung promoviert hat.

Und die generellen Fähigkeiten für den Rest - sprich: Produktentwicklung (Syntheseplanung) bzw Produküberwachung (Analytik). Wenn man straight-OC in der Diss gekocht hat hat man mit Sicherheit Vorteile und wenn man sich mit relevanter Analytik befasst hat wohl auch. Ansonsten hat man n Dr. aber kann nicht erwarten, dass in erwähnenswerten Teilen am besten noch 1:1 mit in die Industrie übertragen zu können was man da gemacht hat.

Und der selbstständig denkende und lernende Akademiker den man für die interessanten Jobs nunmal braucht (bräuchte? ) ist darauf auch nicht angewiesen.
upsidedown ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige