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Alt 16.04.2004, 19:35   #3   Druckbare Version zeigen
belsan Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.635
AW: frage zu orbitalmodell

Dein Verständnisproblem mag daher rühren, dass man sich in der Quantenchemie, aus der das Born'sche Orbitalmodel herrührt, von der Vorstellung des Elektrons als Teilchen, dass auf einer bestimmten Bahn fliegt, ob nun kreisförmig oder verschlungen, verabschieden musste.

Man kann eben nur angeben wo die Wahrscheinlichkiet höher oder niedriger ist das Elektron zu einem bestimmten Zeitpunkt anzutreffen, wenn sich ein Elektron im Orbital befindet.

Zitat:
die zeichnungen zeigen doch nicht das elektron (die wellenfunktion des elektrons) an sich, also eine zeichnung des "1s orbitals" heißt nicht, dass das elektron oder die funktion irgendwie rund ist?
Richtig. Die Wellenfunktion zeigt nicht das Elektron.
Ein Orbital zeigt auch keine Elektronen.
Orbitale gibt es auch völlig ohne Elektronen.


Die Wellenfunktion für ein 1s Orbital hat Kugelsymmetrie; m. a. W.: sie ist rund.
Für ein 2p Orbital ist sie nicht mehr rund.
(Allerdings sind alle drei 2p Orbitale zusammengenommen wieder kugelsymmetrisch, sprich rund.)

Die Wellenfunktion ist eine dreidimensional stehende Wahrscheinlickeitswelle und was letzendlich wie bei einer Welle schwingt ist die Wahrscheinlichkeit.

Ihr Quadrat ist, wie richtig gesagt, der Aufenthaltswahrscheinlichkeit ein Elektron in einem Raumbereich zu finden, proportional, und erst das hat eine physikalische Bedeutung.

(Um noch etwas mehr Verwirrung zu stiften, Orbitale sind sehr nützliche theoretische Konstrukte, aber es wird nie auch mit den ausgeklügeltsten Methoden gelingen ein einzelnes Orbital sichtbar zu machen.)
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