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Alt 14.02.2004, 21:14   #4   Druckbare Version zeigen
buba Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.460
Zitat:
Zitat von Atomy
Chaotrop

(von griech.: chaos = Wirrwarr u. ...trop.).
Bezeichnung für die Eigenschaft von Substanzen, die regelmäßige - auf der Bildung von Wasserstoff-Brückenbindungen beruhende - Struktur von flüssigem Wasser zu zerstören. Chaotrope Stoffe, z.B. Ammoniumsulfat, Thiocyanate, Perchlorate - stabilisieren die Konformation von Makromolekülen, indem sie die Bildung der zur Solvatation notwendigen H2O-Käfigstrukturen verhindern, sie erleichtern bei der Verteilung den Übergang von unpolaren Molekülen aus nichtwässrigen und wässrigen Phasen, und in der Immunologie bewirken sie die Spaltung von Antigen-Antikörper-Bindungen und ermöglichen damit die Gewinnung von Antikörpern.
Jetzt bin ich verwirrt... in unserem Skript steht, dass chaotrope Ionen (Perchlorat, Thiocyanat, Iodid, Guanidinium, Barium, Calcium u.a.) destabilisierend wirken: Proteine werden durch Abschwächung hydrophober WWs denaturiert und dabei ihre Löslichkeit mit zunehmender Konzentration erhöht. Antichaotrope Ionen (wie Sulfat, Acetat, Ammonium, Kalium, Natrium, Caesium) hingegen wirken stabilisierend durch eine Verstärkung der hydrophoben WWs; die Löslichkeit wird gesenkt.

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