Anzeige


Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 29.12.2003, 23:27   #24   Druckbare Version zeigen
rhodium Männlich
Mitglied
Beiträge: 171
@ all : Ich gebe Euch allen insofern Recht, dass wir den Drogenküchen natürlich viele Restriktionen verdanken. Viele davon sind aber offensichtlich unsinnig. Ein Professor hat das mal so zum Ausdruck gebracht: Essigsäureanhydrid ist ein Paradebeispiel für einen kontrollierten Stoff. Das heisst wenn jemand in Deutschland davon einen Liter kaufen will (um z.B. Aspirin zu kochen oder was auch immer), dann muss er mind. einen Wisch (Endverbleibserklärung) unterschreiben. Privatpersonen werden Acetanhydrid kaum bekommen. Er hat aber gemeint das in Ländern wo das Acetanhydrid zur Drogenherstellung verwendet wird, sich die Fässer von Merck und Konsorten an den Strassenrändern in den Himmel stappeln. Sowas ist doch makaber. Essigsäureanhydrid ist wohl kaum gefährlicher als gewöhnlicher Eisessig, aber trotzdem schwerst zu bekommen. Wie ich das erste mal schon angeführt habe, gibt es gute Gründe das nicht völlige Freigabe herrscht. Wenn ich daran denke das 14-jährige bei dubiosen Internethändlern (und die spezialisieren sich auf ganz Leckeres) sich 40%ige Flusssäure kaufen läuft es mir doch selbst kalt den Rücken runter. Das die meisten keine Ahnung davon haben wie man damit umgeht, geschweige denn wie die Säure aufzubewahren ist, ist ohnehin klar. Das gefährliche aber sind nicht die Apotheker die mal ein Auge zu drücken oder die Mini-Chemiker die drei Tropfen Schwefelsäure dann in ihren Veresterungsansatz kippen. Die gefährlichen sind die, welche sich im Internet allerhand zusammenkaufen und völlig ohne Verstand Explosivstoffe herstellen. Da gab es mal einen Fall in Deutschland wo ein junger Chemielaborant nach Internetvorschrift (und die sind meistens das niedergeschriebene Grauen) sich Acetonperoxid bereitet hat. Alls er dann eine grössere Menge davon mit Schwarzpulver im Mörser verrieben hat, war genug. Eine Detonation und das wars. Zitat: "den Ersthelfern bot sich ein schreckliches Bild, dem jungen Mann hatte die Detonation beide Arme und Beine weggerissen ..." (nachzulesen in "Gefährliche chem.Reaktionen - Ecomed Verlag"). Das ihm nicht mehr zu helfen war bruach ich wohl nicht dazu zu sagen. Das sind Sachen welche nicht passieren dürften, dem stimmt wohl jeder zu.

@ FK

Du wirst wohl zugeben müssen, dass Chemikalien mit welchen man Drogen herstellt, im Normalfall von solchen die man in einem Hobbylabor (auch als Erwachsener) benötigt, gänzlich verschieden sind. Klar kann man mit LiAlH4 Braves und Böses reduzieren. Aber kein Mensch benötigt Phenylaceton oder was auch immer in seinem Labor.

mfg rhodium

P.S: @ alchimist .. mit deiner Einstellung hätte es wohl gar keine Alchimisten gegeben und die Amis wären vor kurzem mit Äxten und Schwertern in den Krieg maschiert. .. und dein Söhnchen bin ich nicht ... alter Greis
rhodium ist offline   Mit Zitat antworten
 


Anzeige