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Alt 24.12.2003, 20:20   #5   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
Verwechselst Du das nicht mit der Benzolstruktur?

Zitat:
Habe irgendwo sogar gehört, dass er die Tabelle im Traume gesehn hat
http://www.allmystery.de/special/060402.shtml

Zitat:
Tagelang schon hatte er gegrübelt. Die Atome des Benzols wollten und wollten sich nicht zu einer Struktur fügen, die seine vielen Eigenschaften erklärt hätte. Wie nur waren die kleinsten Teilchen im Benzol-Molekül angeordnet? Über dieser Frage nickte der große Chemiker Friedrich August Kekulé (1829–1896) eines Abends vor dem Kamin ein. Das Feuer knisterte, und irgendwann träumte er, wie die Atome Insekten gleich um ihn herumtanzten. »Sie gaukelten vor meinen Augen«, erzählte Kekulé später. »Lange Reihen, vielfach dichter zusammengefügt; alles in Bewegung; schlangenartig sich windend und drehend. Und siehe, was war das?

Eine der Schlangen erfasste den eigenen Schwanz, und höhnisch wirbelte das Gebilde vor meinen Augen. Wie durch einen Blitzstrahl erwachte ich und verbrachte den Rest der Nacht, um die Konsequenzen der Hypothese auszuarbeiten.« Eine Schlange hatte sich in den Schwanz gebissen – und einen Ring geformt! Blitzartig erkannte Kekulé: Das war die Lösung: Die Atome des Benzols sind ringförmig angeordnet! Kekulé hatte seinen Traum richtig gedeutet und die Struktur des Benzol-Moleküls gefunden – vielleicht mit Hilfe eines Traumsymbols. Denn sicher kannte der Chemiker die mittelalterliche Alchemie. Nicht verwunderlich wäre also, wenn sich in seinen Traum ein magisches Zeichen eingeschlichen hätte: Ouroboros, die Schlange, die sich in den Schwanz beißt – als Ring ohne Anfang und Ende eine beliebte Allegorie für die sich wandelnde Materie.
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