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Alt 20.12.2003, 16:42   #2   Druckbare Version zeigen
Xav Männlich
Mitglied
Beiträge: 25
Wie bitte? Quantenzahlen sind eine Erleichterung? Die Dinger machen doch alles erst kompliziert ;-)

Also so grob gesehen stimmt das schon, was du am Anfang deines Textes schreibst... also das mit den Knoten und so.. aber das mit den Schalen ist noch nicht ganz so richtig.
Also erstmal:

-Elektronen haben keine Umlaufbahn, weil sie nicht um den Kern kreisen wie Planeten um Sterne oder so. Das kann man nachweisen.
Wenn man das sagt, dann ist das lediglich das Modell des Herrn Bohr, der sich das damals so vorgestellt hat. Wie das in er Realität aussieht, weiß man nicht/entzieht sich der Vorstellungskraft, weil man nicht sagen kann, ob das Elektron sich nun wie ein Teilchen oder eine Welle verhält. Also das nur mal zur Verwirrung ;-).

Und jetzt zu den Schalen und Orbitalen:
Man hat also, wenn man eine genaue Schrödingergleichung aufstellt, vier Variablen, nämlich n (Hauptquantenzahl), l (Nebenquantenzahl) und m (Spinquantenzahl). Die vierte kann nur + oder - 1/2 sein, und sagt damit aus, dass immer zwei Elektronen in ein Orbital passen, deshalb lasse ich sie hier mal weg. Auch auf den Unterschied zwischen l und m gehe ich jetzt erstmal nicht ein.
Logisch: Mit nur einer bekannten Variablen kann man auch nichts anfangen. Man fängt also mit n an, weil die anderen beiden von ihr abhängen. Für n kann man ganze Zahlen einsetzen, und für jede Zahl erhält man dann mehrere Möglichkeiten, was man für l und m einsetzen darf. So kommt man auf die verschiedenen Zahlen. Du siehst also: n ist mehr eine Art "Einteilung" als etwas konkretes.
Beispiel:
Man setzt n=1. Dann bekommt man eine Möglichkeit, was man für l und m
einsetzen darf. Rechnet man das ganze dann aus, kann man die Aufenthaltswahrscheinlichkeit des Elektrons an verschiedenen Orten bestimmen.
Theoretisch kann das E überall sein, aber es ist nicht überall mit der gleichen Wahrscheinlichkeit. Also hat man sich darauf geeinigt, den Raum anzusehen, wo dei Whrscheinlichkeit 90% ist. Das nennt man dann ein Orbital, in diesem Fall: 1s-Orbital. Stellt man das dann graphisch dar, erhält man die bekannte Kugel.

Genauso funktioniert das auch für andere n:
Bei n=2 erhält man dann 4 Möglichkeiten der Lösung (2s und 3 2p-Orbitale),
für n=3 erhält man 8 Möglichkeiten: 3s, drei 3p- und fünf 3d-Orbitale.
Und so weiter...


So, ich hoffe, jetzt siehst du ein wenig klarer...
Ich weiß, das alles ist hammer-abstrakt und nicht wirklich vorstellbar. Kann ja nur von einem Physiker stammen :-)
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