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Alt 05.04.2000, 10:16   #2   Druckbare Version zeigen
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Wertigkeit

Von E. Frankland (Lit. ) 1852 eingeführte Bez. für die Eig. eines Atoms, Ions od. Radikals, sich mit anderen Atomen, Ionen od. Radikalen in definierten Verhältnissen zu vereinigen. Synonym hierzu wird der Begriff Valenz verwendet. In ihrer histor. Ableitung wird die W. ausgedrückt durch die Anzahl von H- od.a. einwertigen Atomen (z.B. Cl, Na), mit denen sich ein Atom des betreffenden Elements formal zu Mol. verbinden könnte. Nach der frühen Valenzlehre von Lewis (vor der Entwicklung der Quantenmechanik) beruht die Neigung von Atomen od. Ionen zur Bldg. chemischer Bindungen auf dem Bestreben, Elektronenschalen zu komplettieren, insbes. die Edelgaskonfiguration zu erreichen. Man nennt diese, im strengen Sinne nur für die ersten beiden Kurzperioden des Periodensystems gültige Gesetzmäßigkeit die Oktett-Regel. Die W. wird also durch die Anzahl der Valenzelektronen bestimmt. Dementsprechend spricht man von 0-, 1- bis 8-W., wobei am häufigsten die W. 1–3 auftreten. Auch Atomgruppierungen, Ionen u. Komplexionen schreibt man bestimmte W. zu. Bei Schwefelsäure u. Phthalsäure bzw. Phosphorsäure spricht man von zwei- bzw. dreiwertigen (früher: zwei- bzw. dreibasigen) Säuren u. entsprechend bei Calciumhydroxid von einer zweiwertigen (früher: zweisäurigen) Base. Aus Formulierungen wie „Sauerstoff u. Magnesium sind zweiwertig“ geht jedoch deren unterschiedliche Verhaltensweise nicht hervor, weshalb man der Einfachheit halber – auch in diesem Werk – oft statt der W. stillschweigend die Oxidationszahl (Valenzzahl od. die elektrochemische Wertigkeit) angibt in der Formulierung „Sauerstoff ist minus (negativ) zweiwertig, Magnesium plus (positiv) zweiwertig“. In der Formel- u. chemischen Zeichensprache kennzeichnet man diese W. als –II bzw. II [Stock-System; Beisp.: Fe(II), Chrom(III)-chlorid] od. in der – eigentlich für die sog. Ionenwertigkeit (Ladungszahl, Symbol z) reservierten – Schreibweise 2– bzw. 2+ (s.a. Ewens-Bassett-System). Nach DIN 32640 (Dez. 1986) soll die Oxid.-Zahl („W.“) über, die Ladungszahl rechts oben neben das Elementsymbol geschrieben werden.

Quelle: CD Römpp Chemie Lexikon – Version 1.0, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1995




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