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Alt 15.06.2003, 00:28   #7   Druckbare Version zeigen
hippie Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.283
Rattengifte enthalten oft Cumarinderivate, die als Antikoagulatien (=Gerinnungshemmer) wirken. Die Gerinnungskaskade wird unterbrochen und die Tiere verbluten innerlich.
Diese Gifte wirken etwas verzögert, was einmal den Vorteil hat, dass für Menschen ein relativ geringes Gefahrenpotential besteht (Vitamin K muss allerdings zügig als Antidot gegeben werden) und andererseits verhindert, das die Tiere eine Köderscheu entwickeln.
Bei akut wirkenden Mitteln wie Zinkphosphid oder Thalliumsulfat besteht die Gefahr, dass andere Tiere die Köder meiden, weil sie die direkte Einwirkung auf Artgenossen sehen.
Das innerliche verbluten erfolgt erst eine Weile nach Einnahme des Köders, die Ratte/Maus stirbt also nicht an Ort uns Stelle.

erstaunlich, was man alles beim abfragen von schulkameraden vor deren bioarbeit aufschnappt...

gruß,
hippie, der gerade eine Spitzmaus lebend aus seinem Zimmer bugsiert hat
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hippie
Erwin kann mit seinem Psi/kalkulieren wie noch nie/doch wird jeder leicht einsehn/Psi lässt sich nicht recht verstehn -- E. Hückel
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