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Alt 27.03.2003, 20:04   #10   Druckbare Version zeigen
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Wie die Mischung ist? Indigocarmin ist ein Reinstoff. Einige Gramm pro Liter halt. Wenn die Teile nicht dunkel genug werden, musst Du die Konzentration halt etwas erhöhen bzw. länger Färben. (Wobei lang heißt: 10 Minuten statt fünf Minuten...nur um die Größenordnung zu zeigen.)

Ja, das ist adsorptives Färben.

Elektrolytisch Färben: ist viel aufwändiger. Und sicher nicht so einfach reproduzierbar... zu Hause zumindest.

Ich hoffe die Teile sind aus AlMgSi0.5 oder AlMg3... bei Teilen aus AlMgCuPb kanns bei der Elektrlyse Probleme geben. Werkstück könnte sich dann dunkel verfärben, so dass der Farbstoff nicht mehr gut zur Geltung kommt.

Noche ein paar Anhaltspunkte:

- Ladungsmenge 60 As je Quadratzentimeter Werkstückoberfläche
- Anodische Stromdichte nicht über 3 A je Quadratdezimeter, also nicht mehr als 30mA je Quadratzentimeter.
- Schwefelsäure 10-15%, Temperatur darf nicht zu hoch werden (erwärmt sich bei der Elektrolyse, ggf. In einem Eisbad kühlen, so dass es ungefähr bei Raumtemperatur bleibt)
- Werkstück nur mit Alu kontaktieren, also Alu-Draht oder eine Rundstange (ideal: wenn das Werkstück ein Gewinde hat... Alu-Rundstange nehmen, Gewinde draufschneiden und dann fest reinschrauben.)
- Kathode: Blei oder Aluminium, möglichst allseitig des Werkstücks... also z.B. Ein Alu/Blei-Blech so zurechtbiegen, dass es wie ein Hohlzylinder im Becherglas steht und das Werkstück innen drin hängt.

- Aufpassen: Säure-Aerosol. Durch die Gasentwicklung an der Kathode wird Säure verspritzt. Also mit einem feuchten Tuch abdecken (keinen Kurzschluss bauen) oder noch besser: im freien machen.

- Temperatur beim Färben: 50 Grad. (Oben hab' ich irrtümlich was von 60 Grad geschrieben...)
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