Ich habe vor, mir ein Teleskop zu kaufen, bzw. mir eines zum 18. Geburtstag zu wüschen ;)
Nun habe ich aber von Teleskopen ansich nicht sehr viel Ahnung und vom Himmel eigentlich auch nicht so sehr viel (Sternbilder bekomm ich mit Hilfe von einer Sternenkarte schon noch hin ;), aber dann hört es auch schon wieder auf :D). Ich habe mal ein billiges Teleskop gehabt, aber wie gesagt, war eben sehr billig und mit dem konnte man nicht wirklich viel anfangen (wenn man den Mond anschauen konnte, war das schon gut ^^). Falls es für die Beantwortung meiner Fragen eine Bedeutung hat, hier das Teleskop, das ich kaufen will:
http://www.astroshop.de/teleskope/skywatcher/dobson/dobson-8-zoll
(Unten auf der hp stehen Technische Daten)
Zuerst einmal die wichtigste Frage:
1. Lohnt es sich, das Geld für dieses Teleskop in Hinsicht auf "Leistung" auszugeben, also bekommt man für das Geld auch etwas oder ist das nur Müll (also unabhängig von meiner schlechten Kenntnis über den Himmel und die Sterne)?
Dann noch zwei wichtige Fragen:
2. Kennt jemand ein Buch bzw. Infomaterial, wo man nachschauen kann, wo man was im Himmel findet und dann evtl. noch Daten zu den Himmelskörpern, also eine Art "Sternenlexikon" (evtl. auch geeignet für Anfänger)?
Schon öfter habe ich gehört, dass beispielsweise Sterne an einer bestimmten Stelle am Himmel (in Grad) zufinden sind.
3. Wie kann man ein herkömmliches Telsekop (wie ich es mir kaufen will) auf einen bestimmten Himmelskörper ausrichten (muss man dazu evtl. ungefähr abschätzen, wo der Himmelskörper sich befindet, natürlich auf Grundlage der Gradangaben? Und wovon gehen diese Grad-Angaben aus? Vielleicht vom Horizont und aus dem Norden, also dass im Norden und am Horizont jeweils 0° sind!?
So und nun noch etwas unwichtigere Fragen:
4. Ich habe gelesen, dass man mittels eines sog. Polsuchers das Teleskop auf den Polarstern ausrichten kann, also parallel zur Erdachse. Welchen Sinn macht das?
5. Was sind "Erdbeobachtungen" (ich vermute, dass man damit die Erde beobachtet ^^)? Aber wie funktioniert das, was muss man dabei beachten und was sieht man bei der Erdbeobachtung?
6. Kann man eine 400-fache Vergrößerung als gut betrachten?
7. Das Teleskop, das ich mir kaufen möchte hat einen Objektivdurchmesser (=Okulardurchmesser?) von 200 mm. Kann man da eigentlich ohne weiteres mit einer Digitalkamera Bilder durch das Teleskop machen?
8. Kann man mit solch einem Teleskop auch Sterne wie z.B. den Polarstern betrachten, so dass zumindest die Struktur etwas klarer wird und der Stern eben nicht mehr nur als weißer kleiner Punkt sichtbar ist?
9. Welchen Einfluss auf die Optik haben Objektivdurchmesser, Brennweite, Öffnungsverhältnis und das Auflösungsvermögen?
10. Ist es sinnvoll, ein LED-Sucher zu kaufen?
Sry, falls manche Fragen schon mal im Forum beantwortet wurden. Aber für mich wäre es von Vorteil, wenn diese Informationen alle beieinander sind :) So kann man auch evtl. über die eine oder andere Frage disskutieren.
Hätte zwar auch noch andere kleinere Fragen, aber die Antworten darauf kann ich mir auch selbst irgendwo suchen. Danke schon mal für die Antworten von euch :)
stalker
23.08.2007, 12:16
das sind echt ne Menge Fragen.
Vielleich informierst du dich besser im Fachhandel?
Aber zur Frage 2 kann ich auch was sagen.
Ein interaktives Planetarium wie z.B. Stellarium (http://www.stellarium.org/de/) ist immer wieder schön, um zu sehen wann, wo und was sich befindet.
Und sonst gibts dazu seehr viele Bücher und Sternkarten im Buchhandel.
Scurra
23.08.2007, 16:55
Ok, danke für den Link, hab mir das Programm mal runtergeladen und scheint gut zu sein ;)
Hmm, Fachhandel gibts da bei uns keinen in der Nähe (wüsste zumindest nicht wo ;)). Ich wohn ja nur in nem kleinen Ort ... Deshalb schreib ich hier ins Forum, weiß ja nicht genau, ob es hier auf diesem Gebiet Spezialisten gibt :D aber ich denke schon *gg*
HCHO
23.08.2007, 17:54
zu 1) Dobsons sind für die visuelle (nicht-CCD) Beobachtung gut geeignet, sind eben "Lichtschlucker". Die Nachfürhung ist recht angenehm, man kann das Teleskop mit der Hand nachführen. Das erspart einem auch eine teure Montierung. Ein weiterer wichtiger Punkt ist aber auch die Dunkelheit des Himmels (--> Lichtverschmutzung), in abgelegenen Regionen sieht man die Andromeda-Glx mit Feldstecher oder bloßen Auge besser als mit was-weiss-ich-was-Zoll Dobson in voll ausgeleuchteten Regionen.
zu 2) Als Software ist "The Sky" zu empfehlen. Ein gutes Buch ist außerdem "Das Himmelsjahr" von Kosmos (Planeten etc., mit Himmelskarte für jeden Monat) sowie der Karkoschka "Atlas für Himmelsbeobachter" (Galaxien, Kugelsternhaufen etc.).
zu 3) Die Gradangaben sind Rektaszension und Deklination. Macht nur bei PC-Steuerung etc. wirklich Sinn, für einen Dobson braucht man das nicht (auf der Rockerbox sind ja keine Gradangaben eingeritzt *g*). Man schätzt meist ungefähr ab, wo sich das Objekt befindet (--> Sucher: 8x50 zu empfehlen; Bedeutung nicht unterschätzen) und macht dann z.B. einen "Starhop" über bekannte Sterne, die man bspw. mit dem Karkoschka identifiziert hat. Bei Venus/Iuppiter... ist dies natürlich meist nicht nötig.
zu 4) Bei einer solchen (parallaktischen) Montierung braucht man nur in einer Achse nachzuführen, evtl. kann dies sogar über einen kleinen Motor automatisch geschehen. Dies ist z.B. für die Astrofotografie von Bedeutung. Dobson sind normalerweise azimutal ausgerichtet (Nachführung per Hand in beiden Achsen).
zu 5) Du siehst das, was du dir ansiehst :D. Z.B. den Vogel aufm Baum o.ä.
zu 6) Vergrößerung ist nicht alles. Auch eine kleine Vergößerung ist wichtig, z.B. für offene Sternhaufen, Plejaden (oftmals sogar im Feldstecher beeindruckender als im Teleskop). Darüber hinaus sollte man die Qualität des Okulars beachten. (Ein Okular mit noch so kleiner Brennweite bringt nix, wenn es aus einer einzigen kleinen, schepp verarbeiteten Plastikscheibe besteht.) Für den Anfang wären um die 40x und 130-150x gut. Bei 400x ist das Gesichtfeld schon sehr klein, man findet sich eher schwer zurecht und findet u.U. kaum was wieder. Auch muss man bei solch hohen Vergrößerungen schon oft nachführen. (Es gibt übrigens zwei Okulargrößen 1 1/4" und 2".)
zu 7) Kann man, aber ob das besonders ansehnlich ist, was da rauskommt, wage ich zu bezweifeln. Astrofotografie macht man meistens an parallaktisch montierten Newtons, ner Russentonne oder einem Schmidt-Cassegrain. Dobsons sind hierfür eher unüblich, deren Stärken liegen bei der visuellen Beobachtung, v.a. im Deep Sky.
zu 8) Struktur bei einem Stern ? Wie viel willst du denn vergrößern !? :confused: Bei Saturn sieht man aber z.B. die Ringe.
zu 9) Je größer der Objektivdurchmesser, desto höher das Auflösungsvermögen. Die max. sinnvolle Vergößerung ist grob das 2 bis 3-fache des Objektivdurchmessers in mm. Schau dir hierzu mal das "Praxishandbuch Deep Sky" an.
zu 10) Jain. Kann man so einfach nicht sagen. Am Anfang erleichtert er sicher die Orientierung am Himmel, wichtig ist und bleibt aber ein vernünftiges (!) Sucherfernrohr, am besten 8x50 statt 6x30, optimal mit Schrägeinblick (nicht unbedingt nötig).
Dobsons sind für die visuelle Beobachtung gut geeignet. Da kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Viel Öffnung für relativ wenig Geld.
Schau dir auch mal die Seite unter "Welches Teleskop?" an:
http://www.intercon-spacetec.com/index.html
Grüße HCHO
linkhardy
23.08.2007, 20:03
Am besten fand ich immer die Bücher von Kosmos, findet man eigentlich in jedem besseren Buchladen, evtl. auch mal im www nachschauen. Echt hilfreich ist eine drehbare Sternenkarte.
Wichtig ist, daß man ohne besondere Vorkehrungen niemals mit dem Teleskop in die Sonne schaut. Selbst der Vollmond ist fähig, Dein Augenlicht unwiderbringlich zu schädigen.
Ansonsten wirklich mal ein wenig in die Materie einlesen. Viel Spaß bei Deinem tollen Hobby!
Scurra
23.08.2007, 21:47
zu 5) Du siehst das, was du dir ansiehst . Z.B. den Vogel aufm Baum o.ä.
Hätte nicht gedacht, dass man für so etwas extra das Teleskop benutzt ;) wenn ich einen Vogel beobachten will, dann benutz ich mein Fernglas :D
wichtig ist und bleibt aber ein vernünftiges (!) Sucherfernrohr, am besten 8x50 statt 6x30, optimal mit Schrägeinblick (nicht unbedingt nötig).
Glücklicher Weise ist bei dem Teleskop schon ein 9x50 Suchfernrohr dabei :)
zu 8) Struktur bei einem Stern ? Wie viel willst du denn vergrößern !? Bei Saturn sieht man aber z.B. die Ringe.
Naja, was ich eigentlich meine ist, ob ein kleiner weißer Punkt (Stern) am Himmel durch das Teleskop betrachtet ein kleiner weißer Punkt bleibt, oder ob man da vielleicht doch schon etwas mehr sehen kann (im entferntesten Sinne). Wie ich bei dem Programm, das ich mir heruntergeladen habe, gesehen hab, werden die Punkte nur größer und man kann nicht mehr erkennen.
Auf jeden Fall mal ein großes THX für die Informationen :) Nun kann ich nur noch hoffen, dass man mir das Teleskop schenkt bzw. dass man wenigstens etwas davon bezahlt :cool:
HCHO
24.08.2007, 11:58
Naja, was ich eigentlich meine ist, ob ein kleiner weißer Punkt (Stern) am Himmel durch das Teleskop betrachtet ein kleiner weißer Punkt bleibt, oder ob man da vielleicht doch schon etwas mehr sehen kann (im entferntesten Sinne).
Nein, da erkennt man definitiv nichts. Es ist immer ein gutes Anzeichen für die Qualität der Optik, dass ein Stern ein möglichst scharfes, punktförmiges Objekt ist.
[Der nächste Stern (neben der Sonne) ist alpha Cen (aka Rigil Kentaurus oder Toliman) ist 4,4 Lj entfernt. Der Durchmesser bewegt sich in der Größenordung dessen unserer Sonne (1,2 (alpha Cen A) bzw. 0,9 (alpha Cen B) Sonnendurchmesser). Da erkennt man nichts.]
Grüße HCHO
Scurra
24.08.2007, 15:27
Und wie viele Galaxien kann man mit einem Teleskop am Himmel sehen? Bei dem Planetarium, dass ich mir runtergeladen hab, konnte man 2 Stück sehen (zumindest hab ich nicht mehr gefunden ;))
Hehe, na dann kann man es schon verstehen. 4,4 Lj sind zwar im Bezug auf das Universum sehr wenig, aber für ein Teleskop ist das eine ganze Menge :D
HCHO
24.08.2007, 20:12
Das hängt sehr vom Himmel ab (und vom Standort, bei uns ist das mit der LMC "etwas :D" schwierig). Theoretisch sollten bei halbwegs gutem Himmel nahezu alle M's drin sein. Aber es sind definitv mehr als zwei. M31 sieht man z.B. schon im Fernglas. Einfach beta And am Himmel suchen, Fernglas drauf, die beiden helleren Sterne nach oben und leicht rechts. Im Karkoschka sind alle Messier-Objekte sowie einige NGC's verzeichnet. Damit kannst du dann ja auf "Jagd" gehen.
(Und du wirst vllt. auch bald merken, wie sehr die liieeben Nachbarn nerven können, wenn sie zur Weihnachtszeit (die bei unseren Exemplaren anscheinend bis Anfang März reicht :sad:) ihr gesamtes Grundstück mit Leuchtkrempel zukleistern...)
Grüße HCHO
Scurra
24.08.2007, 20:48
Ah, wo du es gerade ansprichst: Für was steht eigentlich das M (eben z.B. M31)?
Wir ziehen im November in ein Haus mit Garten und da haben wir nicht viele Nachbarn, die so viel Zeug aufhängen könnten. Und falls doch, muss ich eben doch mit dem Teleskop ins Innere unseres zukünftigen Gartens eindringen ;).
Aber mal schauen, wie das überhaupt wird mit dem Teleskop. Hab jetzt (vor wenigen Minuten) ein Teleskop von Bekannten ausgeliehen (eher ein billigeres aber zum Anfangen reichts vorerst). Werde es natürlich gleich mal heute Abend testen (heute sind ja nicht viele Wolken am Himmel).
HCHO
24.08.2007, 21:12
Das M steht für Messier(-objekt Nr.).
http://de.wikipedia.org/wiki/Messier-Katalog
Grüße HCHO
stalker
24.08.2007, 21:24
(Und du wirst vllt. auch bald merken, wie sehr die liieeben Nachbarn nerven können, wenn sie zur Weihnachtszeit (die bei unseren Exemplaren anscheinend bis Anfang März reicht :sad:) ihr gesamtes Grundstück mit Leuchtkrempel zukleistern...)
Grüße HCHO
Ich bin Paar Mal sogar hinaus aufs Feld mit dem Teleskop rausgefahren.:)
Bessere Sicht aufs Himmel und weniger störender Lichtquellen:cool:
Scurra
24.08.2007, 23:54
So, hab mich jetzt mal ein wenig in das Teleskop "eingearbeitet" und zuerst etwas den Mond angeschaut. Danach WOLLTE ich Uranus beobachten (oder zumindest einmal testen, wie gut das Teleskop vergrößert), aber da traten schon die ersten Schwierigkeiten auf. Zunächst habe ich den Planet mit meinem Fernglas ausfindig gemacht. Soweit so gut. Anschließend versuchte ich, mit dem Suchfernrohr das Teleskop auszurichten und da gab es große Probleme:
1. Ich konnte den Planet nicht finden
2. Nach einiger Zeit (und schließlich auch mit Hilfe der Wolken als Orientierung :D) hatte ich ihn dann gefunden, aber konnte das Teleskop dennoch nicht direkt ausrichten (vermutlich lag das z.T. auch daran, dass das Suchfernrohr nicht genau parallel zum Teleskop war und somit auch nicht das Kreuz zum Ausrichten.
Ich hab dann zwar versucht mit dem Okular mit geringster Vergrößerung, den Planet noch zu finden, aber das hat nicht geklappt. :( Also musste ich es aufgeben ... Außerdem hat die Straßenlampe den Himmel sehr erhellt :sad:
Fazit: Ein Teleskop auszurichten ist sehr schwer. Aber mit einem Fernglas Objekte am Himmel zu suchen sollte jetzt kein Problem mehr für mich sein (habs ja heute lang genug geübt :p). Heute habe ich auch erstmals gesehen, wie wichtig das Lichtsammelvermögen ist. Mit dem Fernglas kommte man alles genau erkennen, aber bei dem Suchfernrohr war alles recht "dunkel". Die meisten Sterne erkannte man nur schwach oder überhaupt nicht ^^
Aber jetzt nochmal ne Frage: Hat jemand vielleicht Tipps und Tricks, wie man ein Teleskop ausrichten kann? Bei mir hats ja heute nicht so gut geklappt ... Und hat zufällig jemand ne Ahnung, wie ich das Suchfernrohr wieder optimal ausrichten kann? Ich habs mit Hilfe vom Mond versucht, also den Mond mittig ausgerichtet und anschließend versucht, das Kreuz vom Suchfernrohr auf die Mitte des Mondes zu richten. Aber das hat nicht funktioniert.
Ich sehe schon, ich hab noch viel zu lernen :rolleyes:
HCHO
25.08.2007, 12:37
Die Ausrichtung des Sucherfernrohrs kann an einem einfach zu identifizierenden Stern (Beteigeuze,...) erfolgen. (Der Mond ist hierfür viel zu groß.) Besser macht man das jedoch schon tagsüber oder in der Dämmerung an einem weit entfernten irdischen Objekt, also z.B. irgendeinem Kirchturm oder einer Bergspitze. Das hat den Vorteil, dass man das Teleskop nicht nachführen muss und man so ganz in Ruhe den Sucher justieren kann.
Es ist oft so, dass man das Objekt, was man sucht, im Sucher oder bei kleinster Vergrößerung nicht sieht (Bsp.: Ringnebel in der Leier). Man holt sich dann eine Aufsuchkarte (Deep Sky: Karkoschka, Planeten: Himmelsjahr) und identifiziert einen hellen, sichtbaren Stern in der Umgebung. Den visiert man dann an, zuerst im Sucher, dann mit der kleinsten Vergrößerung. Mit dieser kleinsten Vergrößerung versucht man dann, die Umgebung des helleren Sterns (d.h. die schwächeren Sterne) mit den Punkten in der Karte zu identifizieren. So nähert man sich immer mehr dem Objekt (mit steigender Vergrößerung). Und irgendwann hats dann geklappt (kann dauern): Zwischen den beiden kleinen Punkten müsste er sein... und... jaaa *hüpf* da ist er.
Tip bezüglich der Adaption des Auges: Um die Sternkarte zu lesen, braucht man eine Taschenlampe. Diese sollte eher schwach sein, so, dass es gerade ausreicht. Und sie sollte einen Rotfilter haben, für Rot ist das menschliche Auge am unempfindlichsten. (Einfach irgendwas rotes vor die Lampe, kann man selber machen z.B. mit einem zurechtgeschnittenen Stück des Plastikrückens von so nem (roten) Schnellhefter o.ä.) So was hilft sehr.
Ich hab die Uranus mit der Software gefunden, mir einen hellen Stern zwischen Mond und Uranus gesucht, den man gut mit dem Auge erkennt und hab mich so angenähert. Bei Uranus sind etwas weiter unten rechts noch drei Sterne in dreiecksform und wollte mich an denen Orientieren (mit dem Fernglas hats auch gut funktioniert. Aber das Problem war dann auch noch das, dass das Suchfernrohr alles umkehrt ;) und ich im Teleskop noch die Umkehrlinse hatte. Dann musste man immer umdenken :D
So hatte ich meine Vorgehensweise geplant:
1. Mit der Software (eine Art Planetarium) Uranus finden
2. Helle Sterne als Orientierung im Programm suchen
3. mit Fernglas suchen
4. mit Suchfernrohr ausrichten
5. Mit steigender Vergrößerung immer genauer ausrichten
Ab 4. hab ich es aber nicht mehr geschafft. Hab heute noch ziemlich genau das Suchfernrohr mit Hilfe eines Hausdaches ausgerichtet (stimmt zwar nicht 100% aber ist im Grunde recht genau. Wenn ich später nochmal Lust habe, versuch ich es noch besser zu machen). Nur schlecht ist, dass man durch das Suchfernrohr so gut wie nix erkennt :(
Heute werde ich es nochmal versuchen und dann werde ich vielleicht irgendwann noch aufs Feld fahren, weil bei uns ist es eigentlich viel zu hell...
Vielleicht schau ich heute auch mal Jupiter an, aber der verschwindet schon um ca. 22 Uhr hinter nem großen Baum bei uns ;)
Glaubst du, dass man bei 262,5-facher Vergrößerung schon was von Uranus erkennen kann oder eher weniger? Das Teleskop scheint auch recht stabil zu sein.
HCHO
25.08.2007, 14:15
Uranus dürfte als kleines, grünliches Scheibchen erscheinen, ohne Ringe oder Monde.
(Was für eine Öffnung hat denn das Gerät, d.h. sind 260x sinnvoll?)
Grüße HCHO
Scurra
25.08.2007, 14:36
hab kein Handbuch o. Ä. dazu, hab aber ne 40mm Öffnung gemessen. So weit ich weiß ist das nicht gerade viel, aber versuchen kann man es ja mal. Und sonst versuch ich es mal ohne Umkehrlinse, dann hab ich eine 175-fache Vergrößerung. Irgendwie wirds schon klappen (wenn ich Uranus finde). Aber sonst richte ich das Teleskop auf Jupiter und den sieht man sehr gut und ist auch der einzige gut sichtbare Himmelskörper in dem Eck. Sollte also nicht all zu schwer werden, den zu finden (denke ich zumindest ;)).
Jupiters Durchmesser ist ja etwa 3 mal so groß und ist ca. 2000 Millionen km näher. Da sollte man schon etwas erkennen können.
Scurra
25.08.2007, 21:30
So, hab jetzt mal Jupiter mit 262,5-facher Vergrößerung angeschaut und man konnte leider nicht viel erkennen (war immer noch recht klein). Das Teleskop ist sehr instabil (vor allem beim Scharfstellen). Aber wenigstens hat das mit dem Ausrichten jetzt alles wunderbar funktioniert. Konnte dann auch bei der größten Vergrößerung Jupiter immer wieder mittig einstellen, da gab es keine Probleme. Nur leider wackelte das Bild bei jeder Berührung mit dem Teleskop (sei sie noch so gering).
Interessant war aber auch, dass man genau sah, wie schnell sich die Erde eigentlich dreht (Bild musste ständig nachgestellt werden ;)). Als weiße Punkte (etwas besser als ein Stern) waren links von Jupiter die Monde Ganymed und Io und zu seiner Rechten Kallisto (aber ihn nur recht schwach) zu erkennen. Weil der Mond Europa zur Zeit fast direkt neben Jupiter ist, konnte ich ihn leider nicht sehen. War auf jeden Fall schön, einem Planeten unseres Sonnensystems so "nah" sein zu können. Mit Uranus versuche ich es aber erst gar nicht, weil ich ohnehin Jupiter nur als "kleine Scheibe" erkennen konnte.
Ob ich mir das "teure" Teleskop kaufen werde, weiß ich noch nicht. Wäre zwar bestimmt mal ganz interessant, die Planten noch besser und genauer zu sehen, aber im Moment denke ich, dass es mit der Zeit eigentlich langweilig werden müsste. Oder gibt es denn viele Objekte, bei denen man mit einem Teleskop "mehr" erkennt, wie beispielsweise bei Jupiter, Saturn usw. also auch Nebel und Galaxien? Denn wenn ich mir das Teleskop kaufe, möchte ich nicht immer die gleichen Objekte sehen.
Das Teleskop, das ich mir da ausgeliehen habe ist so eins, wie ich es schon mal in der Art hatte: Für den Mond ist es gut und recht, aber wenn man mehr sehen will, kann man es wegwerfen.
suince
23.09.2008, 17:22
hallo,bin neu hier und wollte mal Fragen ob das teleskop astro gazer 70 von edu sience gut ist? ich weiß kosten "nur 80 euro" aber ich bin gerade mal 15 jahre alt und kann mir keins für 800 euro leisten^^
also wie ist das teleskop?
wie findet man am besten Planeten?
mfg
Nick F.
23.09.2008, 17:57
also die käuferbewertungen sind eher schlecht. das was der hersteller so mitliefert ist auch nicht berauschend. damit wirst du dir den mond anschauen können, aber für planeten und nebel reicht das nicht. folglich würde ich dir eher davon abraten.
wenn du dir planeten ansehen möchtest, da beginnen brauchbare teleskope im bereich von 250€. ich weiß, das ist immernoch eine ganze stange geld, aber vllt findest du ja auch eins auf ebay oder so für weniger. allerdings vom neukaufpreis wirst du nicht weit unter die 250€ kommen.
wie du planeten findest: sternenkarten und taschenrechner bzw. aktuelle daten aus dem internet ziehen.
Nick
suince
23.09.2008, 18:00
aber,dort steht ja man kann Planeten anschauen.......
mhh ok.....
^^ lol denn mein vorgänger war ein teleskop für ca 20 euro^^ un das jezt für 80.
aber da steh tda KANN man Planeten ankucken
Scurra
23.09.2008, 18:15
aber,dort steht ja man kann Planeten anschauen.......
mhh ok.....
^^ lol denn mein vorgänger war ein teleskop für ca 20 euro^^ un das jezt für 80.
aber da steh tda KANN man Planeten ankucken
Ja, man kann auch mit dem Auge Planeten anschauen.
suince
27.09.2008, 13:16
da sieht man aber nur Punkte.und net die Farben usw..
Scurra
27.09.2008, 13:44
da sieht man aber nur Punkte.und net die Farben usw..
Steht denn bei dem Teleskop dran, dass man da "die Farben usw." sieht?
Ich wollte damit nur sagen, dass man nicht alles glauben sollte, was der Hersteller hinschreibt.
stalker
28.09.2008, 01:45
da sieht man aber nur Punkte.und net die Farben usw..
Man kann deutlich die Wolkendecke, sowie die Abpplattung an den Polen von Jupiter sehen.
Und auch die Ringe des Saturn, sogar schon mit einem guten Fernglas, also mach dir mal keine Sorgen;)