Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vitamin C
nobody
14.04.2001, 12:48
Hallo zusammen
Im Rahmen einer Matura-Arbeit der Kantonsschule möchte ich den Vitamin C-Gehalt von frisch gepressten Fruchtsäften untereinander vergleichen und verschiedene Aufbewahrungsmethoden testen. Ich suche nun nach einer "einfachen" Anleitung, wie ich den Vitamin C-Gehalt selbst bestimmen kann. Könntet ihr mir vielleicht weiterhelfen ?
Besten Dank
Rebekka
nobody
14.04.2001, 13:15
Standardmethode: Redoxtitration mit 2,6-DCPIP (Dichlorphenol-indophenol).
Ein Link (http://home.t-online.de/home/k.loosen/projekt6.htm) , den Google (http://www.google.de) bei einer ersten Suche geliefert hat.
nobody
17.04.2001, 17:15
Hi,
ich hab schonmal eine quantitative Bestimmung gemacht, wenn du bei google nicht das was du brauchst finden solltest, kann ich dir ja mal die Arbeitsanleitung schicken
Grüße
Thomas
zarathustra
18.04.2001, 13:21
Hallo zusammen
@Moritz und Thomas
Meint Ihr nicht, dass eine Redoxtitration etwas zu zeitaufwendig ist, vor allem wenn mehrere Untersuchungen gemacht werden sollen? [Außerdem ist 2,6-DCPIP nicht gerade billig.]
@Rebekka
Es soll doch Nachweisstreifen in der Apotheke geben, (kenne ich aber auch nicht), vielleicht sollte man da mal nachfragen.
Werte werden damit zwar nicht so genau, aber wen man von einem großen Volumen Lösung ausgeht, könnte das funktionieren.
Gruß
Sebastian
nobody
18.04.2001, 13:35
Da Rebekka auch Konzentrationsänderungen nach Lagerung der Säfte bestimmen will, kommt eigentlich nur die Redoxtitration mit DCPIP in Frage (so zeitaufwändig ist das auch wieder nicht). Teststäbchen lassen (außer bei photometrischer Auswertung) nur halbquantitative Aussagen zu, also die Abschätzung der Größenordnung des Gehalts.
Und wenn eine Matura-Arbeit so was wie die Facharbeit bei uns ist, dann sollte es wohl schon etwas genauer sein, als nur mit Teststäbchen...
nobody
19.04.2001, 09:21
das DAB titriert Ascorbinsäure mit Iodlösung. Könnte bei zu stark gefärbten Säften Probleme mit der Endpunkterkennung mit Stärke ergeben. Käme auf einen Versuch an., ev. verdünnen.
nobody
19.04.2001, 13:49
könnte man den Farbstoff auch mit Aktivkohle rausholen? bei Cola gehts ja....
Grüße
Thomas
CO-Küchler
28.04.2001, 16:01
Wenn Du den Farbstoff mit Aktivkohle rausholst, müsstest du auf jeden Fall die Wiederfindungsrate bestimmen. Dazu müsstest du z.B. eine 0.5%ige Lösung von Vitamin C genauso aufarbeiten wie den Fruchtsaft um zu sehen, ob und welchen Effekt die Aktivkohle auf das Vitamin C hat.
mp67
28.04.2001, 23:56
...stellt ein Problem nur bei der optischen Detektion dar, aber es gibt ja noch andere Endpunkterkennungsmethoden (elektrochemisch!). Die A-Kohle-Methode hat zudem den Nachteil, dass A-K. die Oxidation des Ascorbats durch O2 katalysiert.
Micha.
Verstrahlt
18.05.2001, 20:03
Als ich mal bei Jungend-Forscht mitgemacht habe, haben auch meine zwei besten Freundinnen mitgemacht. Die haben den Vitamin C-Gehalt in grünem Tee untersucht. Schau mal auf der Jungend-Forscht Webseite nach unter dem Thema: "Vitamin C im grünem Tee" (SchüEx)
p.s. Falls euch meine Arbeit interessieren sollte: "Vergleich der M&M Farbstoffhülle aus Deutschland und den USA mit Hilfe der Dünnschichtchromatographie." (JuFo)
Ich muss für meine Präsentation eine quantitative Nachweis von Vitamin-C in Fruchtsäften mit 2,6-Dichlorphenolindophenol machen. Aber ich habe Schwerigkeiten mit dem Farbumschlagspunkt und die Rechnung von mir scheint auch irgentwie nicht mit der Angabe von Hersteller zu übereinstimmen... Kann mir jemand von euch Profis helfen??
Danke
nobody
26.04.2005, 14:04
Ach ja,
meine E-Mail Adresse: zhang.peng@freenet.de
lost chemist
27.04.2005, 13:12
Hast du mal eine Wiederfindung mit einer Ascorbinsäurelösung mit bekannter Konzentration gemacht und was hast du da rausgekriegt?
Ansonsten solltest du noch mal genauere Angaben zu deiner Bestimmung machen.
LG
nobody
01.05.2005, 19:56
Die Konzentration meiner Vitamin C Lösung beträgt: 0,5 g / 1000 ml Wasser
Die Konzentration meiner Indikatorlösung beträgt eben so viel. Also auch 0,5 g in 1L Wasser ( destilliert )
Am ersten Tag habe ich mit 24 Reagenzgläser mit jeweils 2 ml Vitamin-C Lösung gefüllt. Die habe ich dann anschliessend mit meiner Indikatorlösung stetig tropfenweise tritrieren lassen. Das heisst glas 1: 4 Tropfen bis glas 24: 50 Tropfen. Die Frabe verändert sich von hellgelb bis etwa glodbraun. Ps. Habe eigentlich rosa Färbung erwartet... Ich habe außerdem noch 2 extra Gläser genommen und so lange tritriert bis ich komplete blau Färbung habe. ( ca. bei 90-93 Tropfen ) so... und 2 Tage später gehe ich meine Versuch nach und siehe da, die Farben haben sich verändert und sind nicht mehr hellgelb bis goldbraun soder rötlich geworden. Und die Gläser die komplet blau waren sind auch dunkel rot gewurden...lol was ist denn passiert?
ricinus
01.05.2005, 21:07
Hallo
ich versteh nicht, warum du die austitrierten Proben rumstehen lässt ?!
Wenn du messen willst, wieviel Vit C nach einer gewissen Zeit von deiner Einwaage noch übrig ist, musst du die reine Lösung stehen lassen. In der titrierten ist ja bereits das Vit C kaputt, oder ? Was du da noch zu sehen bekommst, ist die Zersetzung des Farbstoffs.
lg
PS Ich habe mich mit dem DCPIP eigentlich auch nie richtig anfreunden können. Ich bestimme Ascorbinsäure mit Iodmasslösung. Das klappt hervorragend, und gefärbte Lösungen sind bei elektrometrischer Indikation auch kein Problem. Selbst in Konzentrationsbereichen, in denen visuell sowieso nichts mehr läuft.
nobody
09.05.2005, 01:18
Woran liegt es, dass DCPIP Lösung so unstabil sein soll?