Ich habe mir mal Gedanken gemacht, ob es billiger ist, Normal oder Superbenzin zu tanken, wenn man beides tanken darf.
Bei der Aral-Forschung wird der Enegiegehalt für Normal mit 8,2 kWh/l angegeben, für Super mit 8,6 kWh/l.
D.h., der Energiegehalt ist bei Super um ca. 4.9 % höher, der Preis pro Liter ist aber nur um ca. 2 % höher.
Kann man deshalb sagen, Super zu tanken ist günstiger, trotz des höheren Literpreises, weil der Energiegehalt höher ist?
Erstell zwei Gleichungen, die den Preis für die Fahrt ergeben, indem man in die Gleichung einfach die gefahrenen Kilometer einsetzen muss!!
Und dann kannste ja vergleichen bzw. die beiden gleichstellen um herauszufinden, bei welcher Kilometer anzahl das jeweils andere Benzin billiger kommt!
Gruß, Peter!
No Regrets
30.09.2002, 12:05
mach doch mal eine studie ;)
fahre 2 monate mit normal benzin und dann 2 monate mit super und/oder 2 monate mit super plus
errechne dann deinen durchschnittlichen benzinverbrauch.
bitte melde dich in 6 monaten wieder ;)
gruß
NR
MFJ
30.09.2002, 12:45
Also, ich (bzw. meine Eltern) habe(n) festgestellt, daß es sich wirklich rentiert das teurere Super zu tanken.
Wir haben's übrigens wirklich im Feldversuch ausprobiert...
RaFisch
30.09.2002, 12:59
Hi
Das dachte ich eigentlich auch. Mir war einfach nur unklar, ob man durch den höheren Energiegehalt des Superbenzins wirklich weniger verbraucht.
Gruß RaFisch
laborchemikus
12.10.2002, 19:04
Ich bin mir nicht sicher, ob von dem höheren Energiegehalt auch jeder Motor entsprechenden Nutzen zieht.
Grundsätzlich tankt man zwar mehr Energie für relativ geringen Preis beim +Benzin, fragt sich nur, ob die im Spritt enthaltene Energie auch tatsächlich voll in Bewegungsenergie umgewandelt werden kann, bzw. ob die Wandlungsverluste nicht einen größeren Anteil bekommen. Sicher ist das vom Motor abhängig. Denkbar ist etwa, daß ein Motor bei der Umsetzung der Energie des Spritts mehr Reibungs-/Wärmeverluste hat als ein anderer.
Ich würde meinen die Frage läßt sich also nicht ohne Berücksichtigung weiterer Faktoren beantworten.
FK
12.10.2002, 20:08
Ob man den höheren Energiegehalt des Superbenzins (oder gar von Super plus) richtig ausnutzen kann, hängt tatsächlich vom Motor bzw. der Motorelektronik ab. Wenn der Motor mit einem Klopfsensor ausgestattet ist und den Zündzeitpunkt entsprechend anpasst, kann das Super auch ausgenutzt werden. Wir haben ein Auto, dass das tut und daher je nach Spritsorte unterschiedliche Motorleistung hat (Nennleistung mit Super).
Gruß,
Franz
laborchemikus
16.10.2002, 02:45
Danke FK! Sowas hab ich mir gedacht. Jetzt weiß ich es.
nobody
22.10.2002, 18:38
Kenne das Problem
Wie in den obigen beiträgen schon genannt, kommt es auf den Motor an ob es sinnvoll ist oder nicht.
Ein Hinweiß am Rande: Wenn man einmal auf einen besseren Benzin umgestiegen ist (z.B. von OZ95 auf OZ98) kann man nur mehr bedingt auf den ersteren "absteigen". Bedingt aus den Grund, da der Motor dann nicht mehr die Leistung bringt die er vorher mit den gleichen Benzin hatte.
FK
22.10.2002, 18:51
Originalnachricht erstellt von Zander
Ein Hinweiß am Rande: Wenn man einmal auf einen besseren Benzin umgestiegen ist (z.B. von OZ95 auf OZ98) kann man nur mehr bedingt auf den ersteren "absteigen". Bedingt aus den Grund, da der Motor dann nicht mehr die Leistung bringt die er vorher mit den gleichen Benzin hatte.
Wieso?
Gruß,
Franz
nobody
23.10.2002, 15:11
Um es einfach zu erklären:
Ein Motor ist nicht gleich ein Motor.
d.h. Die Dichtungen, Zylinderköpfe, Kolben, ... passen sich den aktuellen Treibstoff an. z.B.: OZ95 Nach einiger Zeit kann man geringfügige Veränderungen (Deformationen) an den Teilen feststellen. Aber auch die Gefügestruktur wird dabei geringfügig verändert und den Treibstoff angepasst. (Der Motor ist darauf ausgelegt - Einfahren des Autos)
Wenn man jetzt ein paar tausend Kilometer mit OZ98 fährt, verändern sich die Teile nochmals und passen sich den "besseren" Treibstoff an. Der OZ95 hat nicht soviel Energie wie der OZ98 und dadurch wird er in den für den OZ98 optimierten Raum eingespritzt und >verarbeitet<.
FK
23.10.2002, 16:31
Ich weiß zwar, dass Motoren, die lange Zeit mit mäßiger Belastung gelaufen sind, nachher bei höherer Beanspruchung nicht die volle Leistung bringen, sondern quasi neu eingefahren werden müssen, falls das dann noch viel nützt*.
Das wäre dann wohl vergleichbar, wenn die Unterschiede auch vermutlich nicht so deutlich ausfallen sollten.
*Weswegen ich meine Fahrzeuge (2 und 4 Räder) immer recht flott eingefahren habe und die auch immer gute Spitzenleistung gebracht haben. Kann aber sein, dass "untenrum" ein paar Prozent Drehmoment gefehlt haben...
Gruß,
Franz
laborchemikus
24.10.2002, 05:21
Verstehe nur nicht, wie sich der Motor durch Deformationen an Dichtungen, Zylinderköpfen und Kolben dem aktuellen Treibstoff anpassen kann. Sind diese Deformationen reversiebel? Dann kann er sich also durch neue Deformation auf den "aktuell" getankten Spritt einstellen ?
Also eine einfache Erklärung macht mich hier nicht schlau. Denn die Gefügestruktur (was ist das?) wird dem Spritt angepasst, wenn der Motor darauf ausgelegt ist? Ist das mit Einfahren gemeint?
Vielleicht gibts dazu doch eine exaktere Erklärung. Da ist mir schon einleuchtender, daß Klopfsensoren den Zündzeitpunkt bestimmen und der Motor, welcher schon von vorneherein auf die Beanspruchungen durch Super+ ausgelegt ist, sich jeweils dem Spritt entsprechend einstellt. Dabei eben hin und her wechselt bei der Zündpunkteinstellung, also auch nach OZ98 wieder mit OZ95 klarkommt.
So jedenfalls hab ich mir das jetzt für meinen Wagen erklären lassen.
FK
24.10.2002, 12:16
Das mit den unterschiedlichen Einfahrbedingungen so erklärt, dass sich die bewegten Teile je nach Temperatur unterschiedlich verformen. Aufeinander gleitende Teile (v. a. Kolbenringe und Zylinderlaufbahn) polieren sich gegenseitig und geben dann optimale Abdichtung (und Kompression) sowie minimale Reibung . Bei wesentlich anderem Betriebszustand "passt" das dann nicht, und man bekommt höhere Reibung oder höhere Kompressionsverluste (weil das Gas z. T. an den Kolbenringen vorbei nach unten marschiert).
So etwa die Theorie zu der Geschichte mit dem Einfahren.
Das bezieht sich aber auf Leute, die ihre Fahrzeuge monatelang besonders schonend einfahren und bei der ersten Vollgasfahrt staunen, dass die Kiste so lahm ist....
Ob der Wechsel in der Octanzahl wirklich größere Unterschiede verursacht (mit 98 Octan und mehr Vorzündung wirds wohl etwas wärmer), sei mal dahingestellt.
Gruß,
Franz
schlumpf
24.10.2002, 18:32
Wir haben ein Auto,
dass das tut und daher je nach Spritsorte unterschiedliche Motorleistung hat (Nennleistung mit Super)
auch bei Autos, die man nur mit Super betanken soll, kann man das manuell umschalten. Wenn man sich mal 'vertankt' hat.
FK
24.10.2002, 18:34
Originalnachricht erstellt von schlumpf
auch bei Autos, die man nur mit Super betanken soll, kann man das manuell umschalten. Wenn man sich mal 'vertankt' hat.
Uff, bei welcher Marke?
Weil, Zündzeitpunkt schnell mal an der Tankstelle von Hand anpassen is nich....
Gruß,
Franz
laborchemikus
25.10.2002, 23:50
Kann mir vorstellen, daß durch Super+ in einem Motor der (nicht nur vom Zündzeitpunkt ) darauf nicht ausgelegt ist bleibende Veränderungen bei zu hoher Oktanzahl bleiben. Ein Motor der jedoch für OZ98 konstruiert ist sollte keine "bleibenden Schäden" durch OZ95 davontragen.
Was das Einfahren anbelangt nehme ich an, daß es für einen Motor der OZ98 tauglich ist, jedoch auch auf OZ95 umstellen kann, keine Rolle spielt mit welchem Spritt er eingefahren wird. Denn eben das "Einschleifen" geschieht doch - egal mit welchem Spritt. Die Temperatur unterschiede - welche das bessere Einfahren ausmachen - dürften weniger vom Spritt, als von der Belastung beim Einfahren abhängen.
FK
26.10.2002, 11:19
Mit höherer Octanzahl zu fahren als nötig gibt keine wirklichen Schäden; Änderungen in der Motorleistung mögen sich im Prozentbereich bewegen....
Umgekehrt (mit zu niedriger Octanzahl) kanns bekanntlich teuer werden.
Gruß,
Franz
schlumpf
13.12.2002, 08:53
Uff, bei welcher Marke?
Weil, Zündzeitpunkt schnell mal an der Tankstelle von Hand anpassen is nich....
bei meinem Auto z.B. (Ford Fiesta)
naja, so schnell eben mal ist es nicht, aber auch nicht übermäßig kompliziert - einfach ein Schalterchen im Sicherungskasten. Natürlich ist es nur für den 'Notfall' gedacht (und man sollte auch schnellstens wieder Super tanken), aber: immer noch besser, als die ganze Tankfüllung wieder abzupumpen oder sich bleibende Schäden einzufahren.
Paladin
15.12.2002, 21:32
@ Schlumpf
Ich für meinen Teil fahre auch einen Fiesta (94er Baujahr) und habe aber keinen solchen Schalter.
Aber mal davon abgesehen ist mein kleiner Flitzer auch schon mehrfach mit "Normal" anstatt mit "Super" gefahren - und er lebt immer noch.