ich interessiert mal ob Elektrophorese die einzige Methode ist diesen "Genetischen - Fingerabdruck" zu machen oder ob es da noch andere Methoden gibt?
Könnt ja mal was posten wenn euch was einfällt.
CU
Jan
nobody
08.10.2000, 12:44
Hallo...
Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen genetischen Fingerabdruck zu machen. Der Unterschied liegt aber in der DNA-Aufarbeitung/Vorbereitung. Bei den Möglichkeiten, die mir grad einfallen ist in jedem Fall eine Gel-Elektrophorese notwendig:
1. Gesammt-DNA wird spezifisch mit Enzymen geschnitten (verdaut) und danach werden die entstandenen DNA-Fragmente über die Elektrophorese nach Größe aufgetrennt. Anschließend werden bestimmte (personenspezifische) Sequenzen sichtbar gemacht,wodurch das typische Bild des gen. Fingerabdrucks entsteht.
2. Die Methode die warscheinlich in Zukunft nur noch für Erstellung von gen. Fingerabdrücken benutzt wird ist die Seqenzierung. Die Apparaturen dafür werden immer besser und die Kosten immer geringer. Außerdem ist diese genetische Typisierung eindeutig, da man ja die Basenabfolge als Endergebnis erhält. Die Grundlage der Sequenzierung ist auch die Elektrophorese.(und natürlich die enzymatische Sequenzierreaktion selbst).
War das hilfreich ? Wenn nicht, bescheid sagen. :)
Grüsse
metixen
13.10.2004, 22:45
Hallo...
Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen genetischen Fingerabdruck zu machen. Der Unterschied liegt aber in der DNA-Aufarbeitung/Vorbereitung. Bei den Möglichkeiten, die mir grad einfallen ist in jedem Fall eine Gel-Elektrophorese notwendig:
1. Gesammt-DNA wird spezifisch mit Enzymen geschnitten (verdaut) und danach werden die entstandenen DNA-Fragmente über die Elektrophorese nach Größe aufgetrennt. Anschließend werden bestimmte (personenspezifische) Sequenzen sichtbar gemacht,wodurch das typische Bild des gen. Fingerabdrucks entsteht.
2. Die Methode die warscheinlich in Zukunft nur noch für Erstellung von gen. Fingerabdrücken benutzt wird ist die Seqenzierung. Die Apparaturen dafür werden immer besser und die Kosten immer geringer. Außerdem ist diese genetische Typisierung eindeutig, da man ja die Basenabfolge als Endergebnis erhält. Die Grundlage der Sequenzierung ist auch die Elektrophorese.(und natürlich die enzymatische Sequenzierreaktion selbst).
War das hilfreich ? Wenn nicht, bescheid sagen. :)
Grüsse
mal eine generelle frage...
wenn ich die dna aufarbeite, z.b. aus blut (vortex, silika) dann bricht sie schon durch mech. einflüsse willkürlich. wenn jetzt noch eine restriktionsspaltung folgt, dann bekomme ich doch die verschiedensten fragmente...
wird die selbe probe mehrmals aufgarbeitet, werde ich doch nie die gleichen banden wiederfinden!?
Domez
14.10.2004, 00:35
wenn ich die dna aufarbeite, z.b. aus blut (vortex, silika) dann bricht sie schon durch mech. einflüsse willkürlich. wenn jetzt noch eine restriktionsspaltung folgt, dann bekomme ich doch die verschiedensten fragmente...
wird die selbe probe mehrmals aufgarbeitet, werde ich doch nie die gleichen banden wiederfinden!?
In der Kriminalistik macht man sich Mikrosatelliten Polymorphismen zu nutze. Mikrosatelliten sind 10-50 Sequenzwiederholungen von 1-6 Nukleotiden. Also sehr kleine DNA Abschnitte, sehr unwahrscheinlich, dass gerade hier ein Bruch entsteht.
Außerdem betrachtet man ja mehrere Sequenzabschnitte sodass man verschiedene Bandenmuster miteinander vergleichen kann.
2. Die Methode die warscheinlich in Zukunft nur noch für Erstellung von gen. Fingerabdrücken benutzt wird ist die Seqenzierung. Die Apparaturen dafür werden immer besser und die Kosten immer geringer. Außerdem ist diese genetische Typisierung eindeutig, da man ja die Basenabfolge als Endergebnis erhält. Die Grundlage der Sequenzierung ist auch die Elektrophorese.(und natürlich die enzymatische Sequenzierreaktion selbst).
Also ich weiß nicht ob sich das Durchsetzen wird. Auch wenn Sequenziermaschinen immer billiger werden, muss man eh, wie du ja sagtest, ein Gel fahren das schon aussagekräftig ist. Warum sollte man da nochmals sequenzieren?
Vielleich in Aunsahmefällen da könnte ich mir das evtl. vorstellen, aber sonst ....
metixen
17.10.2004, 18:25
In der Kriminalistik macht man sich Mikrosatelliten Polymorphismen zu nutze. Mikrosatelliten sind 10-50 Sequenzwiederholungen von 1-6 Nukleotiden. Also sehr kleine DNA Abschnitte, sehr unwahrscheinlich, dass gerade hier ein Bruch entsteht.
Außerdem betrachtet man ja mehrere Sequenzabschnitte sodass man verschiedene Bandenmuster miteinander vergleichen kann.
ja, das ist klar...hier wird ja auch eher nach bestimmten mustern von introns gesucht.
ich meinte eher dieses problem in bezug auf eine neue, unbekannte dna.
wird das einfach durch die menge gewonnener dna wett gemacht, oder durch die häufigkeit der versuche, einzelene bruchstücke zu identifizieren und mit glück passende nachbarn zu finden?
Zeitentaumel
17.10.2004, 18:40
Vor einer RFLP (Restriktionsfragmentlängenpolymorphismus-Analyse) steht immer eine PCR!
Die Variation der Primer kann dann zu unterschiedlichen Fragmenten führen.
metixen
17.10.2004, 20:08
Vor einer RFLP (Restriktionsfragmentlängenpolymorphismus-Analyse) steht immer eine PCR!
Die Variation der Primer kann dann zu unterschiedlichen Fragmenten führen.
und was bitte für primer verwendet man bei einer unbekannten dna?
Zeitentaumel
17.10.2004, 20:47
und was bitte für primer verwendet man bei einer unbekannten dna?
Bei unbekannter DNA muss man mit random-Primern etwas rumprobieren, auch als RAPD-PCR bezeichnet. Die Primer sind kürzer und haben somit eine niedrigere Schmelztemperatur, lagern sich unspezifischer an als die längeren Primer.
Aber beim Fingerprinting werden soweit ich weiss konservierte DNA-Bereich als Amplifikate benutzt, wo die Primer durchaus bekannt sind.
Domez
17.10.2004, 21:05
ich meinte eher dieses problem in bezug auf eine neue, unbekannte dna.
wird das einfach durch die menge gewonnener dna wett gemacht, oder durch die häufigkeit der versuche, einzelene bruchstücke zu identifizieren und mit glück passende nachbarn zu finden?
Was meinst du mit unbekannter DNA? Die DNA vom Täter um in der Forensik zu bleiben?
Täter und Opfer DNA werden hier mit dem gleichen Restiktionsenzym und Primer versehen und dann mittels PCR amplifiziert. Dann wird ein Gel gefahren und man erkennt ein Bandenmuster.Diese Muster entstehen weil diese Mikrosatelliten (oder auch STR (short tandem repeats) genannt) unterschiedliche Längen haben. Der Polymorphismus bezieht sich auf die Anzahl der repetitiven Elemente in einem STR, und die ist von Individuum zu Individuum verschieden. Somit ist auch eine eindeutige Identifizierung der Person möglich.
Hat der Täter nun am Ort des geschehens DNA gelassen und man untersucht diese Probe dann bekommt man ein Gel mit einem bestimmten Bandenmuster.
Hat man von dem Verdächtigen nun noch eine DNA Probe, macht man die ganze Prozedur nochmals, und stimmen die Bandenmuster überein, dann ist das ein Fall für den Staatsanwalt.
Stimmen die Banden nicht über ein, dann hat man den Falschen.
Dieses Bandenmuster ist für jeden Menschen individuell.
metixen
17.10.2004, 21:27
Was meinst du mit unbekannter DNA? Die DNA vom Täter um in der Forensik zu bleiben?
Täter und Opfer DNA werden hier mit dem gleichen Restiktionsenzym und Primer versehen und dann mittels PCR amplifiziert. Dann wird ein Gel gefahren und man erkennt ein Bandenmuster.Diese Muster entstehen weil diese Mikrosatelliten (oder auch STR (short tandem repeats) genannt) unterschiedliche Längen haben. Der Polymorphismus bezieht sich auf die Anzahl der repetitiven Elemente in einem STR, und die ist von Individuum zu Individuum verschieden. Somit ist auch eine eindeutige Identifizierung der Person möglich.
Hat der Täter nun am Ort des geschehens DNA gelassen und man untersucht diese Probe dann bekommt man ein Gel mit einem bestimmten Bandenmuster.
Hat man von dem Verdächtigen nun noch eine DNA Probe, macht man die ganze Prozedur nochmals, und stimmen die Bandenmuster überein, dann ist das ein Fall für den Staatsanwalt.
Stimmen die Banden nicht über ein, dann hat man den Falschen.
Dieses Bandenmuster ist für jeden Menschen individuell.
hallo?
die dna, also die menschlich dna ist bekannt, das genom entschlüsselt, wir haben eine restriktionskarte, wir können primer herstellen etc. etc.
ich meine z.b. die dna von einem neuen organismus (einer zelle, oder zellverband) aus dem ich das erste mal die dna mehr oder weniger komplett herauslöse...
Zeitentaumel
17.10.2004, 22:28
@metixen: Liest du meine Postings?
http://www.google.de/search?q=RAPD-PCR&hl=de&lr=&start=0&sa=N
Zweiter Link ein Treffer.
grussZT
Domez
17.10.2004, 23:17
:confused: :confused: :confused: erst erzählste was von Blut und Brechen der DNA bei mech Einflüssen, dann erklärt man es, dann meinste ist schon klar und willst auf einmal nen neuen Organismus untersuchen auf fingerprint untersuchen und nun ....
ich meine z.b. die dna von einem neuen organismus (einer zelle, oder zellverband) aus dem ich das erste mal die dna mehr oder weniger komplett herauslöse...
Und was willste mit der DNA deines unbekannten Organismus? nen Fingerprint ?
Oder hab ich das nun schon wieder falsch verstanden? :confused: