Hallo,
ich möchte eure Meinung zu alternativen Energieformen wissen? Meint Ihr man sollte die Atomkraft nach und nach ausmustern da sie zu gefährlich ist oder meint Ihr man kann unseren Sicherheitsstandarts bei Atomkraftwerken vertrauen?
Ich würde mich über eine kurze Antwort von euch sehr freuen!
Jochen
Derpel
24.09.2000, 11:08
Ich finde das ehrlich gesagt voll scheisse von der Regierung, aus der Atomkraft ausszusteigen, denn das Risiko ist minimal. Klar, die Brennstäbe machen Dreck, die kann man aber in Lagerstätten verstauen, die machen dann nur auf einer sehr kleinen Fläche Schaden, im vergleich zu den Luftverpestenden Kohlekraftwerken. Die alternative Energie bringt momentan fasst noch nichts. Die Kraftwerke, die sich die Erdwärme zu nutzen machen, finde ich vielversprechend.
wolferl
24.09.2000, 14:32
@Derpel: schon mal was von wasserkraft gehört?
Ich finde Atomkraft werke ehrlich gesagt zum
http://www.chemieonline.de/forum/smilies//pukey.gif
Ich bin froh das ich einem Land lebe(Österreich) wo es keine Atomkraftwerke gibt. Leider kennt die Strahlung keine Staatsgrenzen und deswegen habe ich ehrlich gesagt sehr große Angst vor Temelin und andere Atomkraftwerken in unsere Nachbarschaft. Die Entscheidung der Deutschen Bundesregierung aus der aTomkraft ausszusteigen kann ich nur begrüßen. Denn auch die westlichen Standarts sind nicht 100%ig sicher. Man sollte doch vermehrt auf Wasserkraft und Windkraft bauen.
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Lehrer sind Vorbilder, und Bilder gehören an die Wand gehängt
Derpel
24.09.2000, 15:27
@wolferl
Klar ist alternative Energie besser, aber bis es so weit ist, sollte man die Atomkraftwerke in stand halten. Sonst müssten erstens die alten abgebaut werden, und dann neue Kohlekraftewrke her. Das ist doch noch mehr Energie Verschwendung als auf der Expoo.
Aber Wasserkraftwerke sind eh nicht sehr effizient, und ausserdem ziemlich schädlich für die Gewässer, da sich ja das gestaute Wasser aufwärmt. Und im warmen Wasser löst sich Sauerstoff nun mal schlecht, d.h, das die Fischis zu wenig davon haben.
Die Kraftwerke, die Wasser in den Erdboden pumpen, sind zwar schwer zu bauen, liefern aber eine Menge Energie auf wenig Platz!
nobody
24.09.2000, 15:49
Ich schließe mich Derpels Meinung an!
Un noch was zu Gegnern von Atommülltransporten:
Wollen die, dass man Ihnen ein Endlager vor die Nase baut?! (Wenn sie nicht wollen, dass der Müll weg kommt, dann muss man doch davon ausgehen, dass sie ihn gerne hier behalten wollen...)(bewusst provozierend formuliert ;))
wolferl
24.09.2000, 17:19
Das Wasserkraftwerke nicht effizient sind, ist ein kompletter Schwachsinn.
Ich möchte nich leugnen das
WKW nicht ideal für die Natur sind, aber die schäden halten sich in grenzen. In manchen fällen hat es sich sogar zum positven gewendet(was man bei einem Super-GAU, nicht sagen könnte). Und ein andere wichtiger Aspekt von manchen WKW ist natürlich die Schifffahrt, ohne WKW wäre die Donau auf manchen teilen gar nicht beschiffbar. Und das würde sich auch sehr stark auf die Natur auswirken(mehr LKW).
Mit dem WKW kann mann es natürlich auch übertreiben(siehe China).
Also sind beide Kraftwerkstypen nicht ideal, aber ich würde lieber neben ein Wasserkraftwerk leben als neben einem Atomkraftwerk.
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nobody
24.09.2000, 19:41
Hallo, danke für eure zahlreichen Beiträge!
Meine Meinung ist das die Atomkraft bei uns schon relativ sicher ist, aber passieren könnte immer etwas. Deshalb sollte die Atomkraft nach und nach von alternativen Energieformen ausgemustert werden, denn die radioaktiven Brennstäbe in Salzbergwerken einzulagern halte ich für eine schlechte Sache. Die Halbwertszeit von Uran 238 beträgt 4,51 Milliarden Jahre und die von Uran 234 beträgt 247 000 Jahre, das sind doch ein paar Jahre bis sich die radioaktive Strahlung gerade einmal halbiert hat.
Wie von euch schon erwähnt es gibt auch andere Formen der Energiegewinnung.
buba
24.09.2000, 20:35
Atomkraftwerke (AKWs) sind - noch - unentbehrlich, da der Energiebedarf der Menschen sehr stark wächst.
Die umweltfreundlicheren Alternativen, wie z.B. WKWs, Solarenergie, Winenergie, brauchen sehr viel Platz um dieselbe Leistung zu bringen wie ein AKW. Und umweltfreundlicher Strom ist teurer als AKW- oder Kohlestrom...
Atomausstieg finde ich gut, aber er muss schrittweise erfolgen. Man kann nicht von heute auf morgen alle AKWs lahm legen.
Ein anderer Lösungsweg wäre, den stetig zunehmenden Energiebedarf und -umsatz zu reduzieren bzw. konstant zu halten, indem man z.B. auf Luxusgüter verzichtet. Doch wer würde das schon freiwillig machen...?
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buba
Moderator
nobody
24.09.2000, 21:02
Hallo Leute,
also meine Meinung über Atomkraftwerke ist genau die gleiche wie die von unserem leben Österreichischen Kollegen "wolferl", mir geht es nicht um die Gefahr (ich wohne selbst nicht weit weg von Biblis), ich finde es unverantwortlich Brennelemente mit Halbwertszeiten von mehreren hundert Jahren einfach irgendwo einzubuddeln, das ist nicht fair gegenüber anderen Generationen.
Und um auf natürliche Resourcen zu kommen alleine die Windkraft, da ich mich intensiv mit diesem Thema befasst habe kann mir niemand erzählen das Windkraftenergie nicht ausreicht um Deutschland mit Strom zu versorgen, man nutzt diese Chance nur noch nicht richtig, weils eben zu teuer is, "Da kauf ich doch lieber den billigen Strom der Yellow Srom AG". Die Leute entscheiden sich eben für die billigere und somit schlechtere alternative.
Hoffe ich konnte euch beeindrucken.
Bei fragen zur Windenergie mailt mir einfach.
Ciao Jan
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Wenn jeder an sich denkt ist die Welt, mathematisch gesehen, abgedeckt!
Derpel
25.09.2000, 13:00
Ich finde besonders schlecht von der Regierung, die ÖKO-Steuer.http://www.chemieonline.de/forum/smilies//pukey.gif Die haben es doch glatt gebracht, die Heizölpreise so dermassen in die Höhe zu treiben, das es sich fast nicht mehr lohnt mit diesem zu heizen. Da kommt der billige Strom den meisten doch gerade zu recht, was soll man riesen Anlagen einbauen, die sehr teuer sind, und dann auch noch fast mehr bezahlen als die ohne. Aber mit Strom zu heizen ist nun mal nicht Umweltfreundlich, da man ja nur ein bruchtteil der erzeugten Energie(Ob nun Kohle oderAtom), da wieder herausskriegt.
Also, Fazit: Weg mit der scheiss Öko-Steuer
laborjunge
25.09.2000, 17:16
Hey Derpel,
die Preissteigerung liegt nicht allein bei der Öko-Steuer. Denk mal über die Politik der OPEC nach. Die Öko-Steuer sollte eigentlich dazu anregen/zwingen über andere Energieträger und besserer Energiesparmaßnahem nachzudenken. Zugegeben sie ist noch nicht perfetk.
Derpel
26.09.2000, 11:49
Die Öko Steuer geht die richtige Richtung, aber den falschen Weg (Ich hoffe ihr versteht was ich meine)
buba
21.07.2001, 13:22
Bin eben zufällig auf dieses ältere, aber nach wie vor aktuelle Thema gestoßen und schiebe es mal nach oben, um weitere Diskussionen anzuregen...
Adam
21.07.2001, 22:18
@All
Ich finde es Unsinn aus der Kernenergie auszusteigen während um uns herum, dazu sind die Länder im entfernten Osten zu zählen,
neue Kraftweke bauen.
Deutschland war schon immer in der Kernforschung und Sicherheit Nummer 1, durch solche Aktionen wird teils auch hier weitere Forschung verhindert...
Wenn Aussteigen dann nicht nur Deutschland sondern International...und das wird wohl kaum möglich sein. Denn so wie es Aussieht gibt es da Länder die über die Deutschen Bemühungen zum Umweltschutz nur müde lächeln. (verweist auf die Weltklimakonferenz)
Grüß
Adam
nobody
22.07.2001, 01:51
Es entspricht auch meiner Meinung, dass die Abschaffung der Kernenergie in Deutschland (oder allgemein) zu diesem Zeitpunkt nicht besonders sinnvoll ist.
Ich finde, es sollte verstärkt auf dem Gebiet der Kernfusion geforscht werden, dabei entstehen zwar auch radioaktive Abfälle, aber die sind bei weitem weniger gefährlich als die bei AKWs.
Mein absoluter Favorit ist immernoch die Energiegewinnung mittels der Materie - Antimaterie - Reaktion :D ;) .
Godwael
22.07.2001, 12:14
@docMat:
Und wie erzeugst du die Antimaterie? Mit umweltfreundlicher Pyramidenenergie? Oder Peter Plichtas Power-Primzahlen? :p
Im Grunde finde ich es allerdings müßig, über Kernenergie zu debattieren. Viel größere, und vor allem viel dringendere Gefahr droht bekanntermaßen vom globalen "Treibhauseffekt", oder generell anthropogenen Klimafaktoren. :eek:
Ich muß ehrlich sagen, die Vorstellung einer globalen Klimaveränderung macht mir deutlich mehr Sorgen als ein, zwei... viele Tschernobyls. Ein verstrahltes (sorry, Verstrahlt :D) Gebiet kann man evakuieren, einen Planeten nicht.
Oh, und jetzt erzähle mir bitte keiner, das sei alles gar nicht so schlimm, es weiß ja niemand wirklich, was passieren wird (das Politiker-Argument eben). Ist ja im Grunde richtig, die Modelle gehen nun mal sehr weit auseinander. Die Frage, die ich mir dabei stelle, ist:
Wollen wir wirklich rausfinden, was dann passiert?
Also: Ich warte auf eure Meinungen.
Adam
22.07.2001, 21:42
@Godwael
Viele Klimamodelle sagen ja auch voraus, das die Temeraturschwankungen natürlichen Ursprungs sind, was ja auch teilweise stimmt. Der Treibhauseffekt verstärkt die ganze Sache nur noch mehr.
Und zu der Frage "Was" passieren wird. Nun das "Was" spielt - es wird ja nichts erfreuliches sein- keine Rolle aber das "Leben" tut es, deshalb sollte man schleunigst etwas gegen den Treibhauseffekt unternehmen.
Grüß
Adam
bm
22.07.2001, 21:56
aber ein Risko bemisst man nach der Formel :
Wahrscheinlichkeit x Tragweite
An der Wahrscheinlichkeit haben Ingenieure gedreht, die Tragweite ist nicht abschätzbar; deshalb Finger weg. Sonst :
Die Geister die rief, ward er nicht mehr los.
MFJ
22.07.2001, 22:00
@ Derpel, Adam, DocMat und alle anderen, die Kernerergie für eine relativ sinnvolle Lösung halten: Schön, endlcih gleichgesinnte zu finden! Üblicherweise werde ich als "Umweltsau" bezeichnet!
Also, Atomenergie ist solange OK, wie wir nciht wissen, wie wir unsere Energie SINNVOLL beschaffen können!
Einige Beispiele:
Bei München wurde eine Winkraftanlage aufgestellt, die zwar immer einigermaßen träge vor sich hin läuft, aber in ermangelung ausreichender Windstärken nicht wirklich sinnvoll ist. München liegt nunmal nciht an der Nordsee, dort ist sowas schon sinnvoller.
Wie Schwachsinnig Windenergie in München ist, zeigt das Bsp. einer Behörde: auf dem Dach der Behörde im Münchner Osten wurde eine Windkraftanlage aufgestellt, als politische Geste, versteht scih, um eine Fontäne im Vorhof der Dienststelle zu betreiben. Die Fontäne sprüht nie...
Trotzdem: Öl und andere Fossile Brennstoffe werden irgendwann enden, und dann ist was neues Notwendig. Ein Vertreter von Shell erzählte vor ca. einem Jahr auf einem Wasserstofforum (Ich halte mcih weiter an die alte rechtschreibung - 3 F sind ein Verbrechen!), Shell verhandle bereits mit einigen Wüstenfürsten uber die Installierung von Solaranlagen zur aufspaltung von Wasser in H und O. Die Wüste mit Solarzellen vollzupflastern könnte eine einigermaßen sinnvolle, praktikable und letztendlcih auch wirtschaftlcihe Lösung sein.
Sobald wir eine Lösung gefundenhaben, die frei von "Risiken und Nebenwirkungen", ökologisch und energetisch sinnvoll und nebenbei ncoh wirtschaftlich ist, bin ich auch dafür, auf diese Energiequellen umzusteigen, und Kernkraftwerke einzumotten.
Godwael
22.07.2001, 22:20
Guter Standpunkt. Ich glaube, daß das Atomkraftproblem ein Problem der menschlichen Psyche ist. Es fällt den meisten Leuten sehr schwer, Dingen zu vertrauen, die sie nicht kontrollieren können. Das kann man nur schwer ändern.
Die meisten Leute kritisieren den "selbstherrlichen" Umgang des Staates mit den Atomkraftgegnern, aber mal ehrlich, wir wissen doch, was mit dem Transrapid passiert ist. :mad:
Keiner hat Probleme damit, daß der Autoverkehr in Deutschland jährlich 7000 Leute umbringt, 150000 verletzt und das gesamte Land in eine Wolke krebserregender Abgase einnebelt, aber vor Atomkraftwerken haben sie Angst. Ich sag so was ungern, aber die allermeisten heutigen Ökoaktivisten könnt ihr vergessen, was den Sinngehalt ihrer Aktivitäten angeht. Da werden hauptsächlich alte Feindbilder gepflegt.
nobody
23.07.2001, 14:57
@MFJ
Stimmt, ich habe auch mal gelesen, dass wenn man 1/9 der Sahara mit Solarzellen zupflastern würde, könnte man den gesamten Planeten mit elektrischer Energie versorgen.Allerdings ohne mit der gewonnenen Energie Hydrolyse zu betreiben.
Aber irgendwie kommt mir das ein bisschen komisch vor :suspect: .
Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Solarzelle mit einer Fläche von etwa 1.000.000 km² ausreicht um den Energiebedarf zu decken :confused: .
Bei den Atomkraftgegnern, die ich so ab und zu in den Medien sehe könnte ich mich regelmässig aufregen.Die Leute ketten sich an irgendwelche Schienen, lassen sich ins Gleisbett einbetonieren und sind überhaupt gegen alles, haben aber keine vernünftigen Alternativen parat. :silly:
hippie
23.07.2001, 15:03
@docmat:
1.000.000 km2 sind eine menge!
@godweal:
natürlich fallen atomunfälle statistisch kaum ins gewicht, und auch situationen wie tschernobyl vs. 3-mile-island zeigen, dass man mit hohen sicherheitsvorkehrungen eine menge verhindern kann.
aber das ganze funktioniert nur in einer gesellschaft wie heute, wer weiß wie die situation in 1000 oder auch 10 000 jahren aussieht?
die römer haben es ja auch geschafft aus den appeninnen eine halbsteppe zu machen. das ist immernoch so auch nach 1500 jahren!
deswegen finde ich so eine prognose etwas kurzsichtig!
@all
wir haben auf unserem dach eine photovoltaikanlage von etwa 30 m2 und in den sommermonaten wird etwa ein dritttel des strombedarfs gedeckt. ausserdem haben wir eine warmwasseranlage, die den gasverbrauch im sommer drastisch senkt.
das hört sich so ganz gut an, aber ohne das 1000 dächer programm könnte man sich sowas nie leisten...
btw: ein umfassender artikel zum weltklima steht im GEO 7/2001
@Hippie
Das ist mir klar, ich habe bloss keine Ahnung wieviel Strom 1m² Solarzelle erzeugen kann.
hippie
23.07.2001, 15:17
so ein quadratmeter liefer so um die 150 Watt, wen ich mich nicht verrechnet habe.
MFJ
23.07.2001, 17:42
Also, meine Informationen habe ich vom Hy-Forum, das im September 2000 in München stadtfand. Der Shellsprecher erzählte eben, daß scih einige Ölscheichs mit "Fläche-für-Solarzellen-verkaufen" den Standard erhalten wollen, wenn's Öl alle ist.
Aber wie acuh immer: Wenn man 1/9 zupflastert um AKW's abzuschalten, bleiben ncoh 8/9 für Hydrolyse übrig;)
mp67
23.07.2001, 19:07
O.K., und damit genug der Kruemelkackerei. Was mich an diesen Diskussionen extrem anstinkt, ist unter anderem, dass aufgrund der enormen wirtschaftlichen Interessen, die geschuetzt werden muessen, seitens der Atomenergielobby nur muehevoll unvoreingenommene Informationen und Daten verfuegbar sind. Zudem besteht ein Konflikt zwischen gesellschaftlichen, langfristigen Interessen (schonender Umgang mit Ressourcen, vielleicht sogar: Ueberleben) und mittel- bis kurzfristigen Interessen der Industrie (shareholder value :kotz: ). Wenn die Vorteile der Atomkraft so einsichtig waeren, warum bedarf es dann Heerscharen von Kommunikationsdesignern, Psychologen und poppig-bunt animierter Werbefilmchen, um diese 'den einfachen Menschen' zu verklickern? Ich fuer meinen Teil wohne weit lieber neben einem gas-, kohle- oder oelbefeuerten KWK-Kraftwerk als einem kein CO2 ausstossenden AKW.
Was das Thema noch schwieriger zu diskutieren macht ist, dass man leicht vom hundersten ins tausendste kommt. Das faengt mit elektrischen Salattrocknern, stand-by Betrieb von allem moegliche Krimskrams, beleuchteten Autobahnen in Berlin an und hoert bei dem Problem der sicheren Endlagerung und/oder Wiederaufarbeitung bestrahlter Brennstaebe auf.
Wie es jemand, der sicher laenger darueber nachgedacht hat als ich und die meisten hier sieht, steht u.a. hier. (http://www.freitag.de/2001/30/01300301.php)
Micha.
Adam
23.07.2001, 21:41
@mp67
So ist es Micha, deshalb reicht es nicht aus die Kraftwerke einfch als erstes abzuschaffen. Sondern zuerst müssen die Menschen begreifen Energie zu sparren, denn wenn dies nicht geschieht werden wir auf die Kernkraft in langerer Zukunft, global gesehn, bestimmt nicht verzichten können.
Grüß
Adam
MFJ
23.07.2001, 22:00
Ich habe mal in einem Aufsatz ein Beispiel durchgerechnet. Dazu habe ich mir einen Atom-Flugzeugträger der US-Navy (Enterprise) rausgesucht.
Dieses Schiff hat Turbinen mit ca. 210 MW Leistung. Die Brennstäbe recihen für ca. 10 Jahre. Ich kam damals auf eine horrend hohe Zahl (im berecih von Millionen Tonen, ich muß nochmal nachschauen), wenn ich dieses Schiff mit Disel betreiben wollte, und noch vielmehr CO2.
Also, da sind mir doch ein paar kg radioaktives Material, von denen ich weiß, wo sie sind (*g* naja, es sei denn in BW oder bei Siemens...:D), lieber als ein paar Millionne Tonnen Abgase irgendwo in der Atmosphäre!
minutemen
24.07.2001, 02:27
Originalnachricht erstellt von Adam
Sondern zuerst müssen die Menschen begreifen Energie zu sparren, denn wenn dies nicht geschieht werden wir auf die Kernkraft in langerer Zukunft, global gesehn, bestimmt nicht verzichten können.
OK! dann voran! was der mensch nicht einsieht, muss er durch schmerz erfahren! wie wäre es mit benzinpreisen um 10 DM per l, strompreisen um 5 DM pro kWh. wie wäre es, wenn du deinen computer nur einmal pro woche anmachst, im winter auchmal frierst oder dein bier warm trinkst. ich mag diese heuchlerei nicht: alle reden von sparen, aber keiner tuts. nehmen wir uns doch ein beispiel an den angolanern, die haben einen echt tollen energieverbrauch pro kopf. Also, da sind mir doch ein paar kg radioaktives Material, von denen ich weiß, wo sie sind (*g* naja, es sei denn in BW oder bei Siemens...), lieber als ein paar Millionne Tonnen Abgase irgendwo in der Atmosphäre! vielleicht änderst du ja noch deine meinung, wenn du durch minimaldosen rad. strontium an knochenkrebs krepierst, durch ...mikrogramm rad. iod die schilddrüse abhanden kommt, deine nachfahren, so du welche hast, augen am hinterkopf haben und einen iq von minus 1 und und und. aber wir haben ja fortschrittlich energie verschwendet und haben ja genau gewusst, was wir tun.
Godwael
24.07.2001, 10:42
@ hippie:
gerade das Beispiel mit den Römern und ihrem Appennin sollte uns zu denken geben. Die Italiener haben ihre ganze Halbinsel versteppt, das Klima ist heißer und trockener geworden. Das hätten die auch nicht geglaubt, daß wegen ein paar Bäume das Klima umkippt. In Spanien und Portugal ist es genauso, nur teilweise noch schlimmer.
@ minutemen:
Das ist ja gar nicht mal nötig. So ein energiepolitisches Horrorszenario ist doch Quatsch. Man kann den Weltenergieverbrauch bzw. Ausstoß von Treibhausgasen um fast 25% reduzieren, ohne Abstriche an der Lebensqualität hinnehmen zu müssen, auch teilweise durch alternative Energien, aber hauptsächlich durch Effizienz. Das ganze würde uns nicht mal was kosten. Es ist einfach eine Frage des politischen Willens.
Außerdem übertreibst du die allgemeine Strahlenbelastung durch die zivile Nutzung der Kernenergie gewaltig. Der größte Teil der unnatürlichen Strahlenbelastung stammt aus überirdischen Kernwaffentests.
@all:
Natürlich gibt es zum Ausstieg aus der Kernenergie langfristig keine Alternative, ich will nur sagen, wir haben momentan erheblich dringendere Probleme.
Und das allerschönste: Wenn wir 25% des Weltenergieverbrauchs einsparen, können wir die entsprechenden Kernkraftwerke ja abschalten.
Adam hat völlig Recht: Energiesparen ist der Anfang von allem.
minutemen
24.07.2001, 13:47
Originalnachricht erstellt von Godwael
@ So ein energiepolitisches Horrorszenario ist doch Quatsch. Man kann den Weltenergieverbrauch bzw. Ausstoß von Treibhausgasen um fast 25% reduzieren, ohne Abstriche an der Lebensqualität hinnehmen zu müssen, auch teilweise durch alternative Energien, aber hauptsächlich durch Effizienz. Das ganze würde uns nicht mal was kosten. Es ist einfach eine Frage des politischen Willens.
Außerdem übertreibst du die allgemeine Strahlenbelastung durch die zivile Nutzung der Kernenergie gewaltig. Der größte Teil der unnatürlichen Strahlenbelastung stammt aus überirdischen Kernwaffentests. das dieses energiepolitische horrorszenarion keine mehrheiten findet, ist mir durchaus klar. was ich damit sagen will, ist: die menschliche vernunft basiert weniger auf einsichten, denn auf schmerzlichen erfahrungen. energie muss teurer werden, wesentlich teurer.
zum anderen meine ich keine bestehenden strahlenbelastungen (hätte ich angst davor, würde ich nicht im röntgenlabor arbeiten), sondern mögliche folgen nicht vorherzusagender katastrophen. es ist mir schnuppe, ob die ach so tolle & sichere deutsche technik versagt oder irgendein wärter in russland besoffen den nächsten gau verursacht. statistiken schützen nicht vor unfällen, sondern zeigen ganz offensichtlich nur, dass die nächste katastrophe kommen wird. dabei ist es auch egal, ob das szenarion nur lokale auswirkungen hat: erzähle die mär vom sauberen atomstrom mal den betroffenen.
wenn ihr alle so überzeugt seid, dass die momentane entsorgungsvariante toll ist, dann lagert doch die sch... bei euch daheim ein. die castoren heizen auch schön, da gibbet kein kalten winter mehr.
Adam
24.07.2001, 21:18
@miutemen
Wirklicher zivilisatorischer und technischer Fortschrit kann meiner Meinung nur durch Einsicht des Menschen erreicht werden. Es nutzt nichts die Energie teuerer zu machen, wenn der Bürger dies nur politisches Mittel zu finanzierung der Haushaltslöcher der Regierung sieht und nicht als Mittel zum Energiesparren.
Und wie soll das weiter gehen?
Wenn schon jetzt, bei der Erhöhung um ein paar Pfennige, die meisten Bürger unzufrieden sind. Und gehe mal in die U.. und erwähne da mal das Energie teurer werden soll oder das Benzin; völlig undenkbar für die meisten dort.
In diesem Land muß erst recht ein Denkprozess in Gang kommen, der den Menschen ein völlig neues Enegieverständins eröffnet.
Keine Regierung der Welt kann die Bürger dauerhaft zu etwas zwingen was der Bürger selbst nicht einsieht, ohne Schaden zu nehmen. Und man bedenke immer, eine Reform kann auch von einer anderen Regierung wieder zurückgenohmen werden, wenn das der Wahlwunsch der meisten Bürger ist...
Grüß
Adam
mp67
24.07.2001, 22:56
Keine Regierung der Welt kann die Bürger dauerhaft zu etwas zwingen was der Bürger selbst nicht einsieht, ohne Schaden zu nehmen. Und man bedenke immer, eine Reform kann auch von einer anderen Regierung wieder zurückgenohmen werden, wenn das der Wahlwunsch der meisten Bürger ist...
Dies bestaerkt mich in meiner Auffassung, dass
a) W.S.Churchill recht hatte, als er sagte: Democracy's the worst form of government except for all the others.,
b) auch Gerhard Gundermann mit seinem Gleichnis zur Oekodiktatur eine hoerenswerte Stimme hatte,
c) Demokratie nicht funktioniert. Das klingt provokant, wie aber anders sind Wahlbeteiligungen <50%, die Wirksamkeit von Populismus, ad hominem Attacken (aaarrrgghh, der neue Regierende BM in Berlin is schwul...)und Scheinargumenten fuer mich nicht deutbar.
Micha.
Godwael
24.07.2001, 23:12
Es gibt keine brauchbare Alternative zur Demokratie. Menschen sind nur eben nicht Zivilisationsfähig.
MFJ
25.07.2001, 21:12
@ minuteman
Deine Preispolitik halte ich für ziemlich übertreiben - zum Schgluß übernehmen's womöglich noch die Grünen - und den Rest, bezgl. Strahlung, recht polemisch, immerhin kann man Maßnahmen ergreifen.
Und CO2 rauszupusten halte ich für sehr riskant, wil dann irgendwer uf die Idee kommt, sich alle Wälder und womöglich noch die Grünanlage vor'm Haus anrechnen zu lassen und dabei den ausstoß munter zu steigern!
buba
26.07.2001, 01:03
Originalnachricht erstellt von minutemen
das dieses energiepolitische horrorszenarion keine mehrheiten findet, ist mir durchaus klar. was ich damit sagen will, ist: die menschliche vernunft basiert weniger auf einsichten, denn auf schmerzlichen erfahrungen. energie muss teurer werden, wesentlich teurer.
Ganz meine Meinung! Anders kann man es dem Plebs nicht klarmachen, leider!
Wenn Strom immer billiger wird, wird nur noch mehr davon verbraucht... Energie muss teurer werden und zusätzlich mehr Geld in die Erforschung und Entwicklung erneuerbarer, umweltfreundlicher Energiequellen gesteckt werden!
Adam
26.07.2001, 21:14
@All
Für mich gilt immer noch Lernen durch "Einsicht" nicht durch "Schmerz".
Auch wenn dies zimlich indealistisch klingt....ist es doch die beste Methode etwas dauerhaft durchzusetzten.
Grüß
Adam
buba
26.07.2001, 21:58
Lobenswert.
Aber für "Lernen durch Einsicht" ist es schon viel zu spät!
minutemen
27.07.2001, 01:12
wenn durch wahl oder volksentscheid einsichtsfähigkeit, mithin intelligenz, also auch erfassen komplexer zusammenhänge, geimpft wird, bin ich auch für einsicht. ausserdem bin ich dafür, wenn wir noch ein paar jahrhunderte zeit hätten.
beschleunigen wir doch unser evolutionäres vorankommen durch vermehrte punktuelle mutationen durch radioaktivität, vielleicht kommen wir so schneller zur nötigen einsicht... wenn wir uns stark dezimieren, besteht durch die damit wirksame stärkere auslese ebenso ausssicht auch bessere einsicht. ebenso kann uns ja die gentechnik zur besseren einsichtsfähigkeit verhelfen.
ach, mein gott, ich kanns nicht leugnen: ich halte den menschen für ein irrläufer der evolution.