Ich habe bei meiner facharbeit die aufgabe, benzoesäure und sorbinsäure in lebensmitteln nachzuweisen. Welche lebensmittel soll ich benutzen und wie soll ich vorgehen?
ich wäre für jede antwort unglaublich dankbar.
sie können mir auch eine email schreiben unter: MBerends@t-online.de
Hama
nobody
20.03.2000, 17:25
Benzoesäure ist z.B. schon von Natur aus in Preiselbeeren in großer Menge enthalten (0,24%), wird auch künstlich in vielen Lebensmitteln zugesetzt (E210-E213). Sorbinsäure ist in der Oberfläche von Würsten und in Käse enthalten (E200-E203). Sonst solltest Du auch mal Schnittbrot, Kartoffel- und Gemüsesalate unter die Lupe nehmen (natürlich nicht die ohne Konservierungsstoffe ;-))
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Bis dann...
...Torben
buba
30.03.2000, 22:18
Zu Benzoesäure:
"Mit FeCl3-Lösung entsteht ein rötlichbrauner Niederschlag von basischem Eisen(III)-benzoat, der in Ether löslich ist."
(Auterhoff/Knabe/Höltje, Lehrbuch der Pharmazeutischen Chemie, 13. Aufl. Stuttgart 1994, S. 356)
Benzoesäure kommt als Ester vor im Benzoeharz, in Heidelbeeren, Himbeeren und Preiselbeeren; amidartig gebunden in Blättern, Rinden, Blüten und Früchten zahlreicher Pflanzen und im Harn pflanzenfressender Tiere.
(vgl. Fachlexikon ABC Chemie, Hrsg.: Hans-Dieter Jakubke und Hans Jeschkeit, 3. Aufl. Thun und Frankfurt/Main 1987, Verlag Harri Deutsch, Band 1, S. 131 f.)
Zu Sorbinsäure:
In der Natur kommt Sorbinsäure vorwiegend in Form der Parasorbinsäure in unreifen Vogelbeeren und im Wein vor.
(Fachlexikon ABC Chemie, s.o., Band 2, S. 1058)
Ich hoffe weitergeholfen zu haben. Viel Erfolg bei deiner Facharbeit!
nobody
30.06.2001, 12:20
Wenn du nur qualitative Messungen machen willst, mach´s per DC.
Plattenmaterial Polyamid
Fließmittel Petrolether/Eisessig 20:3
Detektion mittels UV-Lampe, gibt ne schöne Fluoreszenzlöschung
Quantiativ gehts prima mittels HPLC
buba
30.06.2001, 12:58
nach exakt 15 monaten winterschlaf.... :D
CO-Küchler
30.06.2001, 13:10
Habe bei der Trennung per DC auf Polyamid mit dem Laufmittel Aceton/Toluol/Eisessig (80/10/2, v/v/v) gute Erfahrung gemacht. Allerdings trennen sich dann nur die Konservierungsstoffe mit Säuregruppe gut, die Ester nicht so.
Du solltest nur fettarme Lebensmittel verwenden, da sich hier die Konservierungsstoffe besser extrahieren lassen. Am besten die Probe in etwas Wasser zerkleinern, auf pH < 3 ansäuern, mit Diethylether extrahieren, den Ether abziehen und den Rückstand in ca. 1 ml Ethanol aufnehmen.
nobody
01.07.2001, 13:09
zu buba: LOL...ja, ist mir aufgefallen, als ich den Beitrag abgeschickt hatte...naja man wird halt alt :-))
Nase
21.08.2001, 00:46
Konservierungsstoffe (hier speziell Sorbin-, Benzoesäure, phb-methyl-,phb-ethyl-, phb-propylester) kann man einfach mit HPLC nachweisen Die Identifizierung von Sorbin-, Benzoesäure, phb-methyl-,phb-ethyl-, phb-propylester wird anhand der Retentionszeiten und Vergleich der DAD-Spektren (der Proben Peaks mit Referenzsubstanz) vorgenommen, die Identifizierung erfolgt nach der Methode des ex. Standards über die Peakfläche. Ich habe es erst letztens mit Marmelade gemacht, die Wiederfindungsrate lag bei 98%.