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nobody
19.09.2002, 17:54
Moin Ihr
Mein Fachkunde Lehere gab uns folgende Reaktion zum ausgleichen:
"Natürlich ohne die stöchometrischen Faktoren"
3As2 S3 + 28 HNO3 + 5H2 O --> 6H3 AsO4 + 28 NO + 9 H2 SO4 + H2 O
Bei der Oxidation gehen 28 e- verloren.
Bei der Reduktion wurden 3 e- aufgenommen
Nach dem Hollemann entsteht NO
Die Gleichung war kein Problem auszugleichen!!
Heute jedoch zeigte ne Klassenkameradin uns das auch NO2 entstehen kann.
As2 S3 + 28 HNO3 + 6H2 O --> 2H3 AsO4 + 3H2 SO4 + 28 NO2 + 14H2 O
Rein vom gedanklichen her würde ich sagen, das die 2 Gleichung gilt, da das NO so nicht lange in einer Lösung vorliegen würde sondern zu NO2 oxidiert wird.
Danach haben wir die Probe gemacht, auf As2 S3 verdünnte HNO3 gegeben und es bildet sich kein NO2 was man ja an der schön braun-gelben Farbe sehen würde!!
Was gilt jetzt habe absolut keine Idee
MfG Zeus
Adam
19.09.2002, 18:19
@hajo pie
Zwei Tatsachen sprechen dafür, dass es die erste Reaktionsgleichung (Stickstoffoxid) ist.
Literatur + Versuch.
Wieso also noch der Zweifel? :)
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nobody
19.09.2002, 18:22
Moin Adam
Ich kann es mir eben halt nicht vorstellen, das das NO so lange hält und nicht zu NO2 oxidiert wird. Schließlich stellte ich letzte Woche in Firma NO in ein Prüfluftstrom ein und bumbs es wurde zu NO2 daher
MfG Zeus
Adam
19.09.2002, 18:32
@hajo pie
Das NO an der Luft sofort zu NO2 oxidiert wird ist klar. (Warum ihr keine brauen Dämpfe beobachtet habt tja...kann man spekulieren)
Wie gesagt was primär bei der Reaktion mit As2S3 abläuft da würde ich mich auf den Howi verlassen.
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nobody
19.09.2002, 18:34
Moin Adam
Weißt da was, ich werde das jetzt einfach mal so hin nehmen
Wie du schon sagtest es kann zur 99,9 % nur die erste Gleichung sein!
nobody
24.09.2002, 14:27
hmm... NO zerfällt doch in der kälte auch zu N2 und O2...liegen die gase nicht bei versch. temperaturen und drücken mit unterschiedlichen anteilen nebeneinander vor ? Dafür sollte es eigentlich phasendiagramme geben.
Ich würde behaupten man hat nach reaktion N2, O2, NO, NO2 und N2O4 und vielleicht sogar noch N2O2 im enstandenen gasgemisch vorliegen (--> nitrose gase)
...wenn das gas nahezu farblos ist, ist der vorhandene anteil an NO2 eben nur sehr gering.
Bezüglich der reaktionen würde ich auch mal tippen das die erste mit NO abläuft, da das gas ja farblos war !
bm
24.09.2002, 14:44
NO zerfällt doch in der kälte auch zu N2 und O2...liegen die gase nicht bei versch. temperaturen und drücken mit unterschiedlichen anteilen nebeneinander vor
habe mal gehört, dass ein Gemisch N2 und O2, ca. 80 : 20 nebeneinander stabil sein soll, Quelle weiss ich nicht mehr.
Adam
24.09.2002, 15:08
hmm... NO zerfällt doch in der kälte auch zu N2 und O2...liegen die gase nicht bei versch. temperaturen und drücken mit unterschiedlichen anteilen nebeneinander vor
NO zerfällt erst ab 450 °C in Stickstoff und Sauerstoff; unterhalb ist es metastabil.
O und N, die können wir schon mal ausschließen.
Ich würde behaupten man hat nach reaktion N2, O2, NO, NO2 und N2O4 und vielleicht sogar noch N2O2 im enstandenen gasgemisch vorliegen (--> nitrose gase)wenn das gas nahezu farblos ist, ist der vorhandene anteil an NO2 eben nur sehr gering.
Die Dimerisierung von NO zu N2O2 liegt trotz des Radikalcharkters des NO bei RT fast ganz auf der linken Seite.
Und da NO2 und N2O4 nicht farblos sind...aber das Gasgemisch farblos war...
Tja, würde ich sagen Versuch wiederholen...
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nobody
24.09.2002, 19:33
Originalnachricht erstellt von Adam
NO zerfällt erst ab 450 °C in Stickstoff und Sauerstoff; unterhalb ist es metastabil.
O und N, die können wir schon mal ausschließen.
NO zerfällt bei tiefen temperaturen.
oberhalb einer bestimmten temperatur ist es nur existent !
Dein text klingt so als ob es unter 450°C beständig ist und über 450°C zerfällt.
FK
24.09.2002, 21:01
Nein, NO zerfällt bei tiefen Temperaturen nicht. Wie schon gesagt, ist es metastabil; es ist zwar eine endotherme Verbindung, der Zerfall ist aber kinetisch gehemmt (hohe Aktivierungsenergie). Erst bei sehr hohen Temperaturen (>>1000 °C ist es thermodynamisch stabil.
Gruß,
Franz
nobody
24.09.2002, 21:43
Originalnachricht erstellt von FK
Nein, NO zerfällt bei tiefen Temperaturen nicht. Wie schon gesagt, ist es metastabil; es ist zwar eine endotherme Verbindung, der Zerfall ist aber kinetisch gehemmt (hohe Aktivierungsenergie). Erst bei sehr hohen Temperaturen (>>1000 °C ist es thermodynamisch stabil.
Gruß,
Franz
alles klar...ich hatte immer das ostwald verfahren im hinterkopf...aber da wir dort ja temperaturen von über 450-1000°C haben kann es natürlich nach kontakt mit dem platin netz recht schnell wieder zerfallen wenn es nicht abgeschreckt wird.
Adam
25.09.2002, 13:35
NO dimerisiert bei tiefen Temperaturen (< 0°C) zu N2O2.
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minutemen
25.09.2002, 15:23
Danach haben wir die Probe gemacht, auf As2 S3 verdünnte HNO3 gegeben und es bildet sich kein NO2 was man ja an der schön braun-gelben Farbe sehen würde!!
wenn das allerdings der beweis seien sollte, ist er in die hose gegangen bzw. schon von vornherein zum scheitern verurteilt gewesen, denn verdünnte salpetersäure wirkt nicht mehr oxidierend, mithin findet weder die eine noch die andere reaktion statt.
nobody
25.09.2002, 15:57
Originalnachricht erstellt von minutemen
wenn das allerdings der beweis seien sollte, ist er in die hose gegangen bzw. schon von vornherein zum scheitern verurteilt gewesen, denn verdünnte salpetersäure wirkt nicht mehr oxidierend, mithin findet weder die eine noch die andere reaktion statt.
jup...ich hätte auch HNO3 konz. drauf getan.
bei verd. hno3 ensteht vielleicht ein bisschen h2s ?
Adam
25.09.2002, 16:24
bei verd. hno3 ensteht vielleicht ein bisschen h2s ?
Ich denke mal das H2S hätten sie dann wohl gerochen.
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FK
25.09.2002, 17:06
Originalnachricht erstellt von AV
bei verd. hno3 ensteht vielleicht ein bisschen h2s ?
Da erinnere ich mal an den H2S-Trennungsgang: Arsensulfid fällt mit Schwefelwasserstoff sogar aus konzentriert sauerer Lösung; also isses umgekehrt nix....
Gruß,
Franz
nobody
25.09.2002, 17:34
Originalnachricht erstellt von FK
Da erinnere ich mal an den H2S-Trennungsgang: Arsensulfid fällt mit Schwefelwasserstoff sogar aus konzentriert sauerer Lösung; also isses umgekehrt nix....
Gruß,
Franz
konzentriert stimmt wohl nicht so ganz...den genauen ph wert von konzentrierter hno3 müsste ich jetzt nachschlagen..ich glaube er liegt irgendwo bei -1,15
..aber er ist mit sicherheit kleiner als ph=0-3 (h2s gruppen ph).
selbst verd. hno3 hat noch einen kleineren ph mit schätzungsweise ph=-0,85 !
ich glaube zwar FK hat das bereits berücksichtigt...aber sagen tu ichs trotzdem mal...
man sollte auf keinen Fall vergleiche ziehen zwischen der bildung einer verbindung bei einem bestimmten ph wert und der Auflösung dieser verbindung bei einem bestimmten ph wert. Auflösung und Bildung finden meist bei untersch. pH's statt !
CoS z.B fällt ab essigsaurem ph aus...aber lösen tut es sich in essigsäure oder verd. hcl so gut wie nicht mehr!
FK
25.09.2002, 18:02
Originalnachricht erstellt von AV
man sollte auf keinen Fall vergleiche ziehen zwischen der bildung einer verbindung bei einem bestimmten ph wert und der Auflösung dieser verbindung bei einem bestimmten ph wert. Auflösung und Bildung finden meist bei untersch. pH's statt !
Ist schon richtig, oft "altern" Niederschläge und werden schwerer löslich. Umgekehrt kenn ich's aber nicht...
Also, die Fällung der Schwefelwasserstoffgruppe (Arsen etc.) wird in 2-3 N Salzsäure durchgeführt. Da sind wir auch schon bei einem negativen pH-Wert.
Jander-Blasius sagt Folgendes: As2S3 ist schwerlöslich in konz. Salzsäure und löst sich in heißer konz. Salpetersäure. Heiß muss sie also sein...!
Gruß,
Franz
Adam
25.09.2002, 18:13
@AV
selbst verd. hno3 hat noch einen kleineren ph mit schätzungsweise ph=-0,85 !
Schätzen auf die zweite Stelle hinterm Komma. Nicht schlecht :) ;)