Hi, ich hab heute einen Bericht gelesen, wo es um Plastikflaschen ging, die schädlich wären, weil sich dort vom Plastik ein bestimmter Stoff lösen würde der gesundheitschädlich ist! Besonders bei Mineralwasserplastikflaschen meinten die in dem Bericht! Ich kann mir das irgendwie nicht vorstellen. Stimmt was die meinen, oder ist es mal wieder einen von Kleinichkeiten geschreibener Bericht? Wenn aber, wie schädlich wäre dieser angebliche Stoff?
Würde mich über Aufklärung freuen
Mfg Nasty
nobody
30.08.2002, 09:50
Hi Nasty.
Nach meinem Informationsstand sind die Flaschen nicht schädlich, denn bevor die Firma Mineralwasser in die Flaschen abfüllen darf, muss getestet werden, ob die Flaschen lebensmittelecht sind, d.h. es dürfen sich keine schädlichen Stoffe herauslösen.
Wenn dem so wäre, dann hätte das sicher schon mal in der Stiftung Warentest oder in Öko-test gestanden.
Babs
Nasty
30.08.2002, 10:19
Das habe ich mir ja auch so gedacht. Nur in dem Bericht ging es um einen bestimmten Stoff, der gelöst werden würde, nur weiß ich jetzt nicht mehr wie der heißt!
nobody
30.08.2002, 11:10
Originalnachricht erstellt von Nasty
Das habe ich mir ja auch so gedacht. Nur in dem Bericht ging es um einen bestimmten Stoff, der gelöst werden würde, nur weiß ich jetzt nicht mehr wie der heißt!
Ging es um einen Weichmacher? Vielleicht einen Phthalsäure-Ester/ein Phthalat?
Nasty
30.08.2002, 12:56
Ich weiß es nicht mehr genau. Ich mein die haben auch sehr schwach agumentiert. Deshalb wollt ich ja hier nachfragen ob es shcädlich ist, und wenn was es wäre!?
nobody
30.08.2002, 13:15
Hi!
In was für ner Zeitschrift haste das denn gelesen?? Vielleicht eine von Greenpeace :D Die denken eh alles ist schädlich.Nee jetzt mal ernst: Ich denke nicht das es schädlich ist.Das hätte man sicher früher rausgefunden.
Gruß Chemieman
Nasty
30.08.2002, 13:23
@ Chemieman: von den Greenpeace war es nicht. Auch wenn du Recht hast und sowas gut von dennen sein könnte. Sehr beruhigent wenn es nicht schädlich ist, trinke irgendwie nur was aus Plastikflaschen! *g*
nobody
30.08.2002, 14:51
@Nasty
Ich auch *g* und ich hab noch keinen "Plastikflaschenwahnsinn" :D
Also ich denke wir können weiter unsere Getränke aus diesen Flaschen genießen :p
Gruß Chemieman
CO-Küchler
30.08.2002, 15:29
Gesetzlich ist der Übergang von Verpackungsmaterial in ein Lebensmittel in der BedarfsgegenständeVO geregelt, die Grenzwerte sind dabei so niedrig gelegt, daß auch bei großem Konsum von z.B. Mineralwasser keine gesundheitlich Gefährdung ausgeht. Das gilt auch für "Langzeitschäden".
nobody
30.08.2002, 17:18
aus was sollen den die besagten flaschen sein?
stellt man sowas nicht aus PE her? das ist meines wissens nicht nur unschädlich sondern auch wasser unlöslich
hippie
30.08.2002, 17:25
Trinkflaschen bestehen meist aus PET, diesem Kunststoff werden jedoch auch of Farb- und andere Zusatzstoffe beigefügt, wie z.b. eben Weichmacher, damit die Flaschen elastischer sind.
CO-Küchler
30.08.2002, 17:26
Die bestehen aus PET, das wird unter Verwendung von organischen, aromatischen Säuren (u.a. Phthalsäuren) hergestellt.
Nasty
30.08.2002, 20:37
Ok! Ich werde dann mein Wasser weiter aus Plastikflaschen genießen. *g*
No Regrets
01.09.2002, 13:35
Nun wer Acetaldehyd in seinem Wasser/Cola mag, möge weiter aus PET-Flaschen trinken.
Mit nur 10 Mikrogramm Acetaldehyd pro Liter bleibt die neue Gerolsteiner PET-Mehrwegflasche weit unter der sensorischen Wahrnehmungsschwelle von 20 Mikrogramm für Mineralwasser
aus: http://www.gerolsteiner.com/scripts/wasserlexikon_glossar.php3?todo=a&id=132
auch interessant, folgender Artikel: http://www.nabu.de/m07/m07_02/00381.html
selbst im PET-Forum (http://www.forum-pet.de/) steht:
Können PET-Flaschen Acetaldehyd enthalten?
Ja, das ist möglich. Acetaldehyd ist aber nichts anderes als eine Oxidationsvorstufe der Essigsäure, die ganz natürlich auch in Aromen vieler Früchte vorkommt. Wir nehmen diesen gesundheitlich unbedenklichen Stoff also auch mit naturbelassenen Nahrungsmitteln zu uns. Bei modernen PET-Gebinden liegt der Acetaldehyd-Wert deutlich unterhalb des sensorischen Grenzwerts von 20 Microgramm und ist somit nicht mehr wahrnehmbar. PET ist daher auch für die Abfüllung von Mineralwasser geeignet.
und nun noch die Stiftung Warentest (http://www.warentest.de/pls/sw/sw.main?p_KNR=5002212659510620020901132707&p_E1=1&p_E2=&p_e3=60&p_E4=30&p_id=23213) :
Nachteil PET
PET ist ein Kunststoff mit guten Eigenschaften: federleicht, bruchsicher und bequem zu transportieren. Das Kürzel steht für Polyethylenterephthalat. Cola & Co werden fast nur noch in PET-Flaschen verkauft. Auch Mineralwasser ist immer öfter in diesen Kunststoffflaschen zu haben. Dabei hat PET Nachteile: Der Stoff ist nicht geschmacksneutral. Abbauprodukte können in das Getränk übergehen. Ein solches Abbauprodukt ist Acetaldehyd. Die Substanz riecht leicht weinartig. Tatsächlich entsteht sie auch bei der alkoholischen Gärung. Acetaldehyd ist in Weinen, in Sherry und in Bier enthalten. Dort ist es wichtig für das Aroma. In Mineralwasser stören dagegen schon geringe Mengen. 14 der getesteten Wässer rochen oder schmeckten nach Acetaldehyd, Kunststoff, Karton oder anderen Fremdstoffen.
Ich finde Glasflaschen irgendwie besser :yes:
CO-Küchler
01.09.2002, 16:09
Acetaldehyd: Ist eher ein sensorischer Mangel, aber nicht gesundheitsschädlich. Das muss dann jeder selbst wissen, ob er das mag...
No Regrets
01.09.2002, 16:31
nur wer trinkt schon gerne sein Bier aus PET Flaschen...
wenn das Dosenpfand kommt, wird es demnächst alles mögliche in PET geben... und der Dreck auf der Loveparade wird dann nicht mehr aus Weißblech sein, sondern aus PET :rolleyes:
nobody
01.09.2002, 18:50
Also ich finde diese PET Flaschen echt ok.
Wenn man jede Woche 2 bis 3 Kisten Mineralwasser schleppen muss, sind die echt praktischer, weil nicht so schwer.
Außerdem zerbrechen die auch nicht so leicht und so lange das PET meine Gesundheit nicht gefährdet genieße ich meine Mineralwasser aus der PET Flasche.
Die Wassermaxx Teile mögen ja ganz nett sein, aber ich mag richtiges Mineralwasser halt lieber.
bm
01.09.2002, 20:44
Wenn man jede Woche 2 bis 3 Kisten Mineralwasser schleppen muss, sind die echt praktischer, weil nicht so schwer.
Bei einer sechsköpfigen Familie (wobei im Schnitt noch mehrere Freunde und Freundinnen zu versorgen sind) werden aus 2-3 leicht 5-6.
Ein anderes Argument :
Weniger optimal gereinigte Glasflaschen mit Hinterlassenschaften der Vorbenutzer habe ich etliche Male auch angetroffen.
Energie&Rohstoffbilanz : Kann man streiten drüber.
mit CO2-Sprudler selbst aufbereitetes Limo : mit Sirup aus dem nahen Frankreich schmeckt es super, mein Lieblingsdurstlöscher.
nobody
03.09.2002, 20:56
Moin !
Ich kann mich nur Babs Meinung anschließen! Ich arbeite in einer Firma wo Umwelt-,Personschutz usw. sehr groß geschrieben wird!
In unserem kleinen Kiosk in der Firma, werden Salate usw. auf in Plastikschalen verkauft, es macht dem Essen bzw. dem Trinken nichts aus, denn es wird ja sicherlich nicht lange gelagert, eher wirds dir nicht schmecken, weils abgestanden ist !
MfG Zeus !
Langfingerli
03.09.2002, 20:59
Nicht auf
http://www.studenten-city.de/forum/images/newthread.gif
klicken, sondern auf
http://www.studenten-city.de/forum/images/reply.gif
:)
hippie
03.09.2002, 21:10
Originalnachricht erstellt von Langfingerli
Nicht auf
http://www.studenten-city.de/forum/images/newthread.gif
klicken, sondern auf
http://www.studenten-city.de/forum/images/reply.gif
:)
Ich hab zusammengefügt was zusammengehört ;)
nobody
03.09.2002, 22:09
Originalnachricht erstellt von hajo pie
Ich arbeite in einer Firma wo Umwelt-,... schutz usw. sehr groß geschrieben wird!
In unserem kleinen Kiosk in der Firma, werden Salate usw. auf in Plastikschalen verkauft...
Yo, das passt bestimmt gut zusammen, Umweltschutz und Plastikschalen. :rolleyes:
Weniger optimal gereinigte Glasflaschen mit Hinterlassenschaften der Vorbenutzer habe ich etliche Male auch angetroffen.
Ürx... :kotz:
Also unterwegs hab ich immer Plastikflaschen (auch mit Pfand) dabei, ist wesentlich praktischer, zuhause aber immer Glas.
hippie
03.09.2002, 22:14
Originalnachricht erstellt von Last of the Sane
Yo, das passt bestimmt gut zusammen, Umweltschutz und Plastikschalen. :rolleyes:
Wenn man davon ausgeht, dass die entsprechenden Verpackungen recycled werden und nicht im Restmüll landen, sind Kunststoffe mindestens so Umweltfreundlich wie Glas, wenn man die Energiebilanz des Recyclingprozesses mitbetrachtet!!
buba
03.09.2002, 22:19
Tja, nur wieviel % der Plastikabfälle werden tatsächlich recycled?
CO-Küchler
03.09.2002, 22:25
Die Frage muss lauten: Wieviel % der Plastikabfälle kommen aus Haushalten (und nicht aus der Industrie)? Stehen Kosten und Nutzen bei der Mülltrennung in privaten Haushalten überhaupt in einem sinnvollen Verhältnis?
nobody
08.09.2002, 22:39
Also mein Geschmack ist es nicht, Wasser aus Plastikflaschen. Aber wen es nicht stört!!
Ich bin noch braver Glasflaschen Benutzer.
Das PET mitlerweile solch einen Boom im Mineralwasserbereich erlangt, ist mir ein rätsel. Bei Cola und Co schmeckt man den eigengeschmack der Flaschen ja durch den ganzen Zucker nicht.
Aber das diese Flschen definitiv etwas an die Lebensmittel abgeben weiss man.
Ich möchte auch nicht wissen was man noch so alles zu sich nimmt, von dem man nichts weiss. Immerhin dürfen Verpackungsmaterialien schon Stoffe abgeben, sie müssen nur unter einem bestimmten Grenzwert liegen.
Sehr interessant ist auch die Tabakverordnung, die brav dafür sorgt, dass das Zigarettenpapier auch ja der Lebensmittelunbedenklichkeit entspricht, das das was dann da drin eingerollt wird eher zu den Giften gehört ist ja egal, hauptsache die Menschen können von der Verpackung nicht krank werden.
Britta
nobody
09.09.2002, 00:30
Originalnachricht erstellt von Babs
Wenn man jede Woche 2 bis 3 Kisten Mineralwasser schleppen muss, sind die echt praktischer, weil nicht so schwer.
Ach wieso, das ist doch Body Building gratis, andere zahlen da teures Geld für im Fitnesstudio.
Das PET mitlerweile solch einen Boom im Mineralwasserbereich erlangt, ist mir ein rätsel.
Nun, die Vorteile liegen auf der Hand, 1. leicher, 2. nicht zerbrechlich. Wiegesagt zuhause trinke ich auch immer aus Glasflaschen, nur unterwegs halt Plastik. Denn wenn man den Rucksack mit ner Glasflasche drin in die Ecke schmeißt kommt nicht so gut. :rolleyes:
Von einem Boom würde ich aber nicht sprechen, denn soweit ich mitkriege haben die meisten im häuslichen Bereich Glasflachen im Gastronomiebereich auch. Und Sachen wie z.B. Volvic gabs ja schon immer in Plastikflaschen, aber das schmeckt eh wie Pisse, also macht es auch nix mit den Flaschen.
Aber das diese Flschen definitiv etwas an die Lebensmittel abgeben weiss man.
Schon möglich, aber glaubst Du, dass Glas nix abgibt? Da täusch Dich mal nicht.
minutemen
09.09.2002, 10:58
Originalnachricht erstellt von Last of the Sane
Und Sachen wie z.B. Volvic gabs ja schon immer in Plastikflaschen, aber das schmeckt eh wie Pisse, also macht es auch nix mit den Flaschen.
hehe. irgendwie war bestimmt auch alles wasser, welches wir trinken, irgendwann mal flüssiges/festes exkrement. mahlzeit! davon ab schmeckt mir volvic auch nicht. lieblingswasser: san pellegrino.
Schon möglich, aber glaubst Du, dass Glas nix abgibt? Da täusch Dich mal nicht.
ja. aber wenn wir uns mal anschauen, was da abgegeben wird: Na, K, Ca, irgendwelche kieselsäuren - die reine anorganik. dass man nix hineintut, was nicht hineingehört, hoffe ich doch mal.
zum thema plastikflasche: acetaldehyd ist gut und schön. jeder, der auch mal alkohol trinkt, bekommt diesen 1:1 in acetaldehyd umgesetzt - diskutieren wir nicht drüber, kinderkacke. wie stehts aber mit partiellen hydrolysaten? was weiss man über die? wasserlöslich sind sie und über den analogieschluss, dass die als weichermacher bekannten phthalsäureester biologisch durchaus aktiv sind, kommt man problemlos zum ergebnis, hydrolysate aus den PET-flaschen könnten es auch sein. nix genaues weiss ich nicht.
wasser aus glasflaschen schmeckt mir jedenfalls besser. ausserdem schleppe ich die kästen nicht pausenlos herum & einkaufen 'geh' ich mit auto.
FK
09.09.2002, 19:03
Wenn man sich den Mineralgehalt von Volvic ansieht, weiß man, warum es nach Nichts schmeckt. Und das liegt nicht an den Flaschen; ich habe das Wasser direkt an der Quelle probiert....
Wird wohl in Plastikflaschen verkauft, damit sich der Mineralgehalt nicht unbeabsichtigt erhöht....selbstverständlich geben auch Glasflaschen Bestandteile ab.
San Pellegrino ist ok, aber warum in die Ferne schweifen? Hier in der Eifel gibts Mineralwässer, die die Bezeichnung wirklich verdienen, lecker schmecken und für ein paar Euro pro Kasten zu haben sind.
Gruß,
Franz
nobody
10.09.2002, 10:07
Originalnachricht erstellt von minutemen
irgendwie war bestimmt auch alles wasser, welches wir trinken, irgendwann mal flüssiges/festes exkrement. mahlzeit!
:kotz: Hab mal gehört, dass auch weibliche Hormone im Trinkwasser sind, weil Frauen alle Antibabypillen nehmen und die Hormone in den Kläranlagen nicht rausgefiltert werden.
lieblingswasser: san pellegrino.
Naja, das liegt aber auch leider in der oberen Preisklasse bei den Mineralwässern.
nobody
10.09.2002, 10:50
Hi,
ich selbst trinke mein Wasser aus PET-Flaschen, weil man die nämlich mit ins Schwimmbad (mein zweites zuhause) nehmen darf! Das ist wirklich ein Vorteil.
Nachteil von PET ist, dass neben der Zusatzstoffe, die oben bereits erwähnt sind (nach Angaben unseres OC-Profs) auch bei Sonneneinstrahlung Zersetzungsprodukte und viel "giftiger": nicht polimerisierte Monomere im Wasser lösen könnten. Daher ist es für die Baby-Nahrung nach diversen Tests nicht zu empfehlen.
Nachteile von Glas: sehr hohe Reinigungskosten vor der Wiederbefüllung! Auch wenn es verboten ist, landet da oft mal Nitroverdünnung drin - und dann werden die wieder abgegeben. Problematisch wird's auch nach Silvester. Die ganzen (wasserunlöslichen und "giftigen") Schwermetallsalze nach einem Raketenstart aus der Wasserflasche sind auch nicht ohne.
Soll sich doch jeder vergiften, womit er will - und ich will es mit PET, weil ich die ja mit ins Schwimmbad nehmen darf!
Gruß H2O
Penthesilea
16.09.2002, 11:16
Vom Gesundheitsaspekt mal völlig abgesehen:
Da sich PET- oder sonstige Kunststoffflaschen nach Gebrauch nicht zersetzen, stellen sie ein nicht unerhebliches Umweltproblem dar. Wenn man schon nicht an seine Gesundheit/Geschmacksnerven denkt, sollte man vielleicht wenigstens an seine Lebensgrundlagen denken und Gefäße verwenden, die sich später auch zersetzen.
Wie wäre es mit Glas? Aber das wird wohl den meisten zu schwer sein...
P.
PS: Hab irgendwie eine komplette Seite übersehen...gab es ja schon ne ellenlange Diskussion drüber...sorry.
nobody
16.09.2002, 11:44
Originalnachricht erstellt von Penthesilea
Da sich PET- oder sonstige Kunststoffflaschen nach Gebrauch nicht zersetzen, stellen sie ein nicht unerhebliches Umweltproblem dar.
Das ist nur eine Frage der Zeit, irgendwann zersetzen die sich auch...
Außerdem sind das auch Pfandflaschen......
Wenn man schon nicht an seine Gesundheit/Geschmacksnerven denkt, sollte man vielleicht wenigstens an seine Lebensgrundlagen denken und Gefäße verwenden, die sich später auch zersetzen.
Wie wäre es mit Glas?
Glas zersetzt sich?
PS: Hab irgendwie eine komplette Seite übersehen...gab es ja schon ne ellenlange Diskussion drüber...sorry.
Macht ja nix... :D
No Regrets
16.09.2002, 13:19
Originalnachricht erstellt von Last of the Sane
Das ist nur eine Frage der Zeit, irgendwann zersetzen die sich auch...
Außerdem sind das auch Pfandflaschen......
Glas zersetzt sich?
Macht ja nix... :D
Nicht alles sind Pfandflaschen
Außerdem kann man auch in PET Pfandflaschen schön Petroleum reintun ... somit dasselbe Problem wie beim Glas
PET zersetzt sich nicht ! Es muss verbrannt werden !
Glas ---> Sand ?
nobody
16.09.2002, 13:48
Originalnachricht erstellt von No Regrets
PET zersetzt sich nicht ! Es muss verbrannt werden !
Du hast einfach nich genug Zeit, NR :D
Glas ---> Sand ?
Ja, sicher, aber wenn Du eine Glasflasche in Wald schmeißt, dann zerkleinert die sich nicht sofort zu Sand...
hippie
16.09.2002, 18:49
Da es sich bei den Flaschen um ziemlich reines PET handelt, ist das recyclen kein Problem.
Und zum Zersetzen von PET:
Meines Wissens nach, hat jemand bei JuFo vor ein oder zwei Jahren ein Verfahren entwickelt, mit dem sich PET abfall in ein biologisch abbaubares Polymer umsetzen lässt.
No Regrets
27.09.2002, 10:29
Um das Thema mal wider ein bissel anzuheizen:
Baby-Milchflaschen aus Plastik (Polycarbonat) sie sind so schön unzerbrechlich ...
wer verwendet solche?
buba
27.09.2002, 12:32
Hui, ist es schon so weit bei euch? :D
RaFisch
27.09.2002, 13:00
Hallo
hier etwas aus dem Merck-Katalog zum Thema Acetaldehyd:
Mögliche Gefahren
Hochentzündlich. Reizt die Augen und die Atmungsorgane. Verdacht auf krebserzeugende Wirkung.
Erste-Hilfe-Maβnahmen
Nach Einatmen: Frischluft. Bei Unwohlsein Arzt hinzuziehen.
Nach Hautkontakt: Mit reichlich Wasser abwaschen. Kontaminierte Kleidung entfernen.
Nach Augenkontakt: Mit reichlich Wasser bei geöffnetem Lidspalt ausspülen. Augenarzt
hinzuziehen.
Nach Verschlucken: Viel Wasser trinken lassen, Erbrechen auslösen, Arzt hinzuziehen.
Ich bevorzuge ebenfalls noch die altmodischen Glasflaschen, weil:
PET = praktisch, einfach toll
GLAS = gesund, lecker, alles super
(oder so)
FK
27.09.2002, 15:39
Originalnachricht erstellt von No Regrets
Um das Thema mal wider ein bissel anzuheizen:
Baby-Milchflaschen aus Plastik (Polycarbonat) sie sind so schön unzerbrechlich ...
wer verwendet solche?
Jetzt nicht mehr, aber früher, da unsere Kinder (vor allem unser Töchterlein, wenn ich mich erinnere) die Gewohnheit hatten, die Flaschen mit Schmackes auf den Boden zu feuern. Da ging der Bestand an Glasflaschen schnell gegen Null.
Und wenn die süßen Kleinen mit Flasche im Schnabel herumtappen und aufs Schnäuzlein fallen, sind mit da Polycarbonatflaschen um Größenordnungen lieber...
Wer sich vor den Winzmengen Acetaldehyd, die da gefunden werden können, fürchtet, sollte am Besten das Leben einstellen....da wird im normalen Stoffwechsel sicher erheblich mehr freigesetzt...
Gruß,
Franz
No Regrets
27.09.2002, 16:13
tja, leider findet man in Polycarbonatflaschen kein Acetaldehyd sondern eher Bisphenol A, welches Endokrin wirksam ist ...
Besonders viel Bisphenol A wird aus den Flaschen "herausextrahiert" wenn man die Milch in den Flaschen selber erwärmt...
hier mal ein populärwissenschaftlicher beitrag dazu:
ansonsten kann ich demnächst mal die dissertation von einem kollegen rumreichen (wenn fertig ist, noch bis november gedulden ;) )
FK
27.09.2002, 19:04
Wäre interessant, mal Studien an Beschäftigten zu sehen, die täglich mit Bisphenol A umgehen. Da sollten sich doch Schäden am leichtesten nachweisen lassen....
Gruß,
Franz
No Regrets
27.09.2002, 19:35
hier ein auszug aus den MSDS (von Sigma-Aldrich)
EFFECTS ON FERTILITY (PRE-IMPLANTATION MORTALITY)
EFFECTS ON FERTILITY (POST-IMPLANTATION MORTALITY)
EFFECTS ON FERTILITY (LITTER SIZE)
EFFECTS ON EMBRYO OR FETUS (FETOTOXICITY)
SPECIFIC DEVELOPMENTAL ABNORMALITIES (CENTRAL NERVOUS SYSTEM)
SPECIFIC DEVELOPMENTAL ABNORMALITIES (MUSCULOSKELETAL SYSTEM)
SPECIFIC DEVELOPMENTAL ABNORMALITIES (GASTROINTESTINAL SYSTEM)
SPECIFIC DEVELOPMENTAL ABNORMALITIES (UROGENITAL SYSTEM)
EFFECTS ON NEWBORN (GROWTH STATISTICS)
EFFECTS ON NEWBORN (BEHAVIORAL)
EFFECTS ON NEWBORN (DELAYED EFFECTS)
ONLY SELECTED REGISTRY OF TOXIC EFFECTS OF CHEMICAL SUBSTANCES
(RTECS) DATA IS PRESENTED HERE. SEE ACTUAL ENTRY IN RTECS FOR
COMPLETE INFORMATION.
.
.
.
THE TOXICOLOGICAL PROPERTIES HAVE NOT BEEN THOROUGHLY
INVESTIGATED.
ich glaub nich so ganz das bei Bayer Schwangere, Neugeborene oder Kleinkinder arbeiten ...
FK
27.09.2002, 19:52
Originalnachricht erstellt von No Regrets
ich glaub nich so ganz das bei Bayer Schwangere, Neugeborene oder Kleinkinder arbeiten ...
Kleinkinder und Neugeborene sicher nicht......Ersteres erfährt man aber bekanntlich immer erst hinterher ;)
Gibt übrigens noch andere, die Bisphenol A herstellen....
Gruß,
Franz
ricinus
23.11.2008, 11:52
Da hat es kürzlich ein bisschen Aufruhr gegeben wg Sb, welches aus der PET Flasche ins Mineralwasser übergeht :
Shotyk, W., and Krachler, M. (2007) Contamination of bottled waters with antimony leaching from PET increases with storage. Environmental Science and Technology 41:1560-1563
Sb Verbindungen werden als Katalysatoren bei der Herstellung von PET gebraucht.
Die gemessenen Gehalte (< 1 ppb) lagen zwar weit unter den gesetzlichen Maxima, aber da man wenig über Sb weiss, ist nicht klar, ob und wie sich das Element im Körper anreichert und ob es nicht langfristig zu einer kumulativen Giftwirkung kommen könnte.
lg
No Regrets
25.11.2008, 01:40
Eigene Messungen zeigen Konzentrationen von Sb in PET-Flaschen von 200-500 ng/L.
In Colaflaschen manchmal höher.
Hast aber was schönes altes rausgesucht :D
ricinus
25.11.2008, 20:48
Eigene Messungen zeigen Konzentrationen von Sb in PET-Flaschen von 200-500 ng/L.
In Colaflaschen manchmal höher.
Ja, das ist so die Grössenordnung.
Hast aber was schönes altes rausgesucht :D
Bin über das Thema gestolpert als ich eigentlich was anderes suchte, und dachte bei dem Titel sofort an Sb. Umso erstaunter war ich, dass in dem ellenlangen Thread nichts über Sb stand. Klar, Shotyk's Entdeckung ist ja auch erst von 2007. Da dachte ich : "Weichmacher ? Wer interessiert sich für die Analytik von Weichmachern ? Antimon ist doch millionenfach interessanter..." Umberto Eco hat es irgendwo mal so (oder ähnlich) formuliert : "Wie der Kater, der die Ehegatten streiten hört und denkt, es ginge dabei um die Zusammensetzung seines Frühstücks...", so denke ich auch immer "de te fabula narratur"... ;)
Heskella
19.08.2009, 05:24
:kotz: Hab mal gehört, dass auch weibliche Hormone im Trinkwasser sind, weil Frauen alle Antibabypillen nehmen und die Hormone in den Kläranlagen nicht rausgefiltert werden.
Das ist korrekt. Die hormonellen Werte von Wasser aus PET-Flaschen sind da in etwa vergleichbar. Derzeit hat man die Weichmacher als Hormonspender im Verdacht. Außerdem enthalten PET-Flaschen herstellungsbedingt noch Antimon, ein potentiell toxisches Schwermetall und Acetaldehyd.
Da es sich bei den Flaschen um ziemlich reines PET handelt, ist das recyclen kein Problem.
Nur weil etwas kein Problem ist, wird es leider deshalb noch lange nicht gemacht. Viele PET-Flaschen fahren an deutschen Recyclinganlagen vorbei bis nach China, wo aus ihnen Auslegware oder Kleidung hergestellt wird. Diese langen Transportwege sind wohl kaum als ökologisch vorteilhaft zu werten.
Hier der zugehörige Artikel: PET-Wasserflaschen gesundheitlich bedenklich (http://www.einfach-gruen.de/2009-08-17/pet-wasserflaschen-gesundheitlich-bedenklich/)
FK
19.08.2009, 07:26
Die hormonellen Werte von Wasser aus PET-Flaschen sind da in etwa vergleichbar. Derzeit hat man die Weichmacher als Hormonspender im Verdacht.Die Logik dahinter erschließt sich mir überhaupt nicht. Wie sollen Östrogene in die Weichmacher gelangen (falls überhaupt welche in den Flaschen drin sind)? Wohlbemerkt, es geht hier um echte Östrogene, nicht um irgendwelche Plastikrohstoffe, die Östrogenwirkungen imitieren können.
Gruß,
Franz
Heskella
19.08.2009, 08:42
Hier sind mit Sicherheit nicht "echte" Östrogene gemeint. Das ist ja bei der Antibabypille auch nicht der Fall. Bei dem Vitamin C aus der Apotheke sprechen wir ja auch von Vitamin C, obwohl dafür keine Orangen gemolken wurden und es sich nur um einen vergleichbaren Wirkkomplex handelt. Genauso sehe ich das hier auch.
biowiz
19.08.2009, 10:22
?
zwischen einem Hormon und einem Stoff mit hormonähnlicher Wirkung gibt es ein strukturellen Unterschied
zwischen Ascorbinsäure aus einer Apotheke und Ascorbinsäure aus einer Frucht nicht
*griffelspitzmodusoff* ;-)
No Regrets
21.08.2009, 11:48
Antimon das potentiell toxische Schwermetall... mal wieder Bildniveau
Der Antimon-Gehalt aller getesteten Markenwässer lag deutlich unter dem in den Trinkwasserverordnungen verschiedener Länder empfohlenen Grenzwerten
aus http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-4187-2006-01-25.html
FK
21.08.2009, 11:56
Hier sind mit Sicherheit nicht "echte" Östrogene gemeint. Dann hast Du den von Dir verlinkten Artikel offensichtlich nicht gelesen.
Ich schon - da ist von Östrogenen (Hormonen) die Rede.
Bei dem Vitamin C aus der Apotheke sprechen wir ja auch von Vitamin C, obwohl dafür keine Orangen gemolken wurden und es sich nur um einen vergleichbaren Wirkkomplex handelt.Wer spricht? Leute, die sich auskennen, wissen, dass es sich in beiden Fällen um dieselbe Substanz handelt.
Gruß,
Franz
No Regrets
21.08.2009, 12:39
Zum Thema potentiell toxische Schwermetall:
Antimonist in der dreiwertigen Form giftiger als in der fünfwertigen. Sb3+ ist in seiner akuten Toxizität mit dem Arsen vergleichbar. Während die Aufnahme über die Atemwege und über die Haut zu starken Reizungen, Dermatitis, Atemwegs- und Lungenschäden und sogar Krebs führen kann, werden keine vergleichbaren Vergiftungen bei peroraler Aufnahme über das Trinkwasser beschrieben.
aus http://www.med.uni-marburg.de/stpg/ukm/lt/umwelthyg/kapb321.htm
ricinus
21.08.2009, 16:22
Über die Toxizität von Sb(III) wird mehr spekuliert als eigentlich gewusst ist.
Ich habe selbst Kröten gesehen, die sich in einem Grubenabwasser mit >1 ppm Sb (ein grosser Teil davon Sb(III)) pudelwohl gefühlt und sogar darin gelaicht haben. Auch Süsswasserkrebsen macht das Sb in der Konzentration nichts aus, dabei sind die Viecher ziemlich empfindlich. Sonderbar.