Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Entropiebeispiel
nobody
08.01.2001, 18:56
Bitte helft mir schnell!
In einem geschlossenen Kolben befindet sich etwas Dimethylether. Er wird geschuettelt und der Ueberdruck wird durch oeffnen wieder ausgeglichen. Dies kann man immer wieder wiederholen, aber mit jedem Mal wird der Ueberdruck geringer.
Blaest man nun frische Luft in den Kolben und schuettelt ihn, dass ist der Ueberdruck wieder sehr gross.
Ich weiss, dass die Begruendeun in der Entropie liegt. Und? Hääää?? Warum?
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Fips
nobody
09.01.2001, 10:28
Bin mir nicht ganz sicher, aber von mir aus hängt diese Erscheinung von der Löslichkeit von Diethylether in Luft zusammen. Am Anfang hast du reine Luft, du schüttelst den Kolben und brings somit Luft(Gas-) Teilchen in den Ether. Dieser verdunstet in die Blasen, welche wieder aufsteigen. Nun hast du einen Überdruck, da schliesslich Etherdampf (ziemlich)mehr Volumen einnimmt. Öffnest du nun den Kolben, entweicht Luft/Gas von innen nach aussen. Wenn du ihn aber wieder schliesst, ist immer noch ein Teil Diethyletherdampf in der Luft gelöst (Geruch). Umso mehr gelöst ist, desto weniger kann verdampft werden.....
Nightflyer
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Errare humanum est
<FONT COLOR="#ffffff" SIZE="1" FACE="Verdana, Arial, Geneva, Helvetica">[Dieser Beitrag wurde von Nightflyer am 09.01.2001 editiert.]</font>
nobody
09.01.2001, 16:44
@ fips: Du meinst wirklich Dimethylether? (Das ist nämlich ein Gas! Kp=-25°C)
Annahme: Du meinst Diethylether oder T ist so, dass der Dimethylether flüssig ist.
Es verdunstet Flüssigkeit, bis deren Dampfdruck im Behälter (Gasphase) erreicht ist.
Der Anfangsdruck erhöht sich um diesen Dampfdruck (58,7kPa für Diethylether bei 20°C).
Beim Belüften entweicht Ether/Luft-Gemisch bis der Innendruck wieder gleich dem äußeren Luftdruck (Norm: 101,325kPa) ist.
Es verdunstet wieder Ether bis zum Erreichen des Dampfdrucks. u.s.w. ...
Der Partialdruck des Ethers (dir.prop. zum Volumentanteil) in dem Behälter (nach dem Belüften) wird bei jedem Schritt größer. Das ganze läuft asymptotisch auf einen Maximalwert zu, bei dem der erreichte Druck im Behälter gleich dem Luftdruck ist.
Spült man den Behälter mit frischer Luft, so ist die Atmosphäre etherfrei und das Spiel beginnt von vorne...
Begründungsversuch über Entropie:
Die Reaktion
Ether (flüssig) <---> Ether (gasförmig)
ist zwar endotherm aber die Entropieänderung überwiegt dies. (Insgesamt ist die Reaktion bis zum erreichen des Dampfdrucks endergonisch, d.h. deltaG < 0.)
Das Gleichgewicht ist erreicht bei
<FONT COLOR="#ffffff" SIZE="1" FACE="Verdana, Arial, Geneva, Helvetica">[Dieser Beitrag wurde von Moritz am 09.01.2001 editiert.]</font>
nobody
09.01.2001, 20:43
Ooops, ich meinte doch DiETHYLether...
Hab mich in der Eile wohl etwas vertippt.
Aber vielen Dank fuer eure Antworten. Jetzt hab ichs verstanden.
Leider kams zu spaet, denn ich hatte bereits heute frueh mein Kolloq. Habs aber trozdem erfolgreich bestanden. :)