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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie groß muss ein Buchstabe auf dem Mond sein, damit man ihn erkennen kann?


Sith
02.03.2007, 00:15
Diskussion zu möglichen Ansätzen ;)

Akkordeon1987
02.03.2007, 00:56
Ich würds mit Verhältnisgleichung versuchen...
Vereinfacht müsste man den Mond als Scheibe darstellen um Verzerrungen zu vermeiden... mhhh... und dann würd ich halt z.B. mal normale Buchstabengröße wählen und mal umrechnen wieviel Meter sowas hoch und breit ist.

Nun nimmst du den Durchmesser vom Mond (geht halt nur wenn man den wirklich wie eine Scheibe sieht) . Dann guckst du mal an Himmel und schaust mal wie groß der Monddurchmesser tatsächlich für dich ist.
Dann würd ich einfach schreiben:
Realer-Mond-Durchmesser / Gesehener-Durchmesser-von-Erde = reale-Schriftgröße-Mond / normale-Buchstabengröße-Erde

Ist halt erstmal ne grobe Abschätzung. Geht aber bestimmt irgendwie noch viel genauer....

Sith
02.03.2007, 13:17
sehe ich auch so... bloß scheint das eine schulaufgabe zu sein.

aber so viel wie man da schätzen muss, kann an ja gleich as ergebnis erraten. außerdem ist das doch wirklich relativ, wer was wo und wie gut erkennen kann.

hippie
02.03.2007, 16:44
Ich würde über das Rayleigh-Kriterium rangehen.

Schwarzfahrer88
02.03.2007, 17:43
kommt auf den buchstaben an, ein I is immer bessr zu erkennen als ein g oder a oder so
aber halt zur relation sehen

Sith
02.03.2007, 18:08
Ich würde über das Rayleigh-Kriterium rangehen.

und wie geht man da ran?

hippie
02.03.2007, 20:17
Einen Buchstaben muss man ja lesen können, daher ist die Frage - am Beispiel E - wie weit die einzelnen Striche auseinander liegen müssen, damit sie das Auge getrennt wahrnimmt.

Es gilt sin \theta = 1.22(\frac{\lambda}{d})

Für das \lambda setzt man dann eine Wellenlänge des sichtbaren Bereichs ein, z.B. 600nm. Für D den Durchmesser der menschlichen Pupille.

Aus dem Winkel lässt sich dann mit einfacher Trigonometrie der Abstand der Linien auf dem Mond ermitteln.

Sith
02.03.2007, 22:28
woher 1.22?

hab bei wikipedia was mit sin^-1 gefunden als grundformel.

ich versteh leider nicht, wie man so etwas mit dermaßen vielen fallunterscheidungen für die buchstaben und alles weitere als schulaufgabe verpacken kan?

Muzmuz
04.03.2007, 01:53
hallo,

ich glaube, eine einfache methode wäre, wenn du eienn buchstaben auf ein blatt papier zeichnest und die maximale entfernung bestimmst, bei der du ihn gerade noch erkennen kannst
über den strahlensatz extrapolierst du dann auf die mondentfernung
wichtig dabei ist, dass das auge auf "unendlich" akkomodiert ist; winzige buchstaben nahe dem auge ergeben messfehler

z.b. falls du einen 10 cm großen buchstaben bis auf 19 meter entfernung erkennst:

10cm /19 meter = x / 380000km

x --> 2000km

wäre einfach zu messen (eventuell auch mit feldstecher oder fernrohr und autokennzeichen als messobjekt), und liefert sicherlich gute ergebnisse

lg,
Muzmuz

Sith
04.03.2007, 12:29
dachte mir fast schon, dass das was mit dem strahlensatz zu tun hat aber so richtig sinnvoll finde ich die aufgabe trotzdem nicht. un ja... und wie schließt man dann auf den winkel?

Muzmuz
05.03.2007, 10:29
größe des buchstabens dividiert durch die entfernung ergibt den tangens des winkels
dadurch sließt du nicht auf den winkel, sondern berechnest ihn lediglich

lg,
Muzmuz

zweiPhotonen
05.03.2007, 10:52
Hallo,

schau Dir den Mond an. Welche Strukturen kannst Du (klar) erkennen. Such die Gebiete im Mondatlas und vergleiche mit dem Massstab.

Auf diese Weise berücksichtigst Du auch das Flimmern der Atmosphäre.

Wolfgang

Bremer
05.03.2007, 11:05
Die Sache mit dem Flimmern der Atmosphäre ist auch ein guter Einwand.
Du solltest mal http://vts.uni-ulm.de/docs/2001/589/vts_589.pdf anschauen, es gibt da viele Einflüsse.
Also Deinem Lehrer würde ich die hier erwähnten Lösungsvorschläge aufschreiben und dann die für Dich sicherlich am einfachste Methode wählen und zwar die mit den Mondkratern. Diese sind oftmals rund und dann suchst Du Dir den aus den Du gerade noch so erkennen kannst und informierst Dich wie groß der im Durchmesser ist. Dann nimmst Du als Buchstaben den Du sehen willst halt das kleine o und fertig.
Aber teile uns doch bitte mal die Lösung Deines Lehrers mit, die würde mich mal interessieren.

Oder gib mir mal seine Emailadresse :D

Sith
05.03.2007, 11:52
das problem ist, das ich den lehrer nicht kenne und nur von anderen davon gehört habe. nun weiß man jedoch nie, wo die seltsamen ideen entstanden sind :rolleyes:

Bremer
05.03.2007, 14:00
Seine Lösung kannst Du ja trotzdem mal versuchen rauszubekommen...

isi1
10.03.2007, 15:27
Diskussion zu möglichen Ansätzen ;)Falls gemeint ist: "Mit bloßem Auge", gilt die Faustformel:

Buchstabengröße = Entfernung / 300 = 384000km/300 = 1280km

Muzmuz
12.03.2007, 11:52
hallo,

gilt die faustformel für strukturerkennung oder objekterkennung ?
d.h. sehe ich das 1 meter große objekt in 300m entfernung lediglich (sehe, dass dort ETWAS ist) oder kann ich erkennen, was es ist, beispielsweise, welcher buchstabe es ist ?

ich könnte mir eher vorstellen, dass x/300 in etwa die pixelsize ist, und um die struktur erkennen zu können, müsste das objekt dann > 3x3 pixel haben; also um zu erkennen, welcher buchstabe es dann ist, letztendlich etwa x/100

lg,
Muzmuz

isi1
12.03.2007, 13:00
hallo,

gilt die faustformel für strukturerkennung oder objekterkennung ?
d.h. sehe ich das 1 meter große objekt in 300m entfernung Objekterkennung , Muzmuz,

1/300 sind ja etwa 0,2° und der Mond mit seinem 'Mann im Mond' hat bekanntlich 0,5°. Buchstaben sind also bei 1/300 noch gut zu sehen.