man merkt in der letzten Zeit, dass der Wahlkampf ganz schön an Niveau verloren hat. Jeder versucht jeden schlecht zu machen, anstatt mit eigenen Inhalten zu argumentieren. Das finde ich als Wähler nicht in Ordung.
Durch die ständigen Finanzskandale wird eine Politikverdrossenheit ja geradezu induziert. Wer soll denn da noch zur Wahl gehen? Sogar die Inhalte werden vergessen!
Bespiel:
Die SPD behauptet, dass sie alle neun Wahlversprechen von 1998 eingehalen habe.
Sehr schön, Herr Schröder! Aber eine Frage wie viele Arbeitslos haben wir im Moment? Ach um die 4 Mio.? Nich 3,5 Mio.? Wollten Sie sich nicht daran messen lassen?
Auch Herr Stoiber ist nicht besser. Ich als interessierter Bürger habe mir eine Wahlkampfveranstaltung dieses Herrn angehört. Es war z.T. das, was man im Volksmund "Rechtspopulismus" nennt. Also wie dieser Mensch über ausländische Mitbürger gesprochen hat, fand ich wirklich sehr schade! Dabei hat Herr Stoiber nich mal gute Inhalte in seinem "Regierungsprogramm"! Er möchte den Einkommenssteuersatz unter 40% senken! Super! Applaus! Richtiger Ansatz, nur was ist mit den Wenigverdienern? Da stellt sich mir die Frage, wer die Partei der Besserverdiener ist!
Die besten Ansätze zu den Problemen der Bundesrepublik finde ich im "Bürgerprogramm" der FDP. Man mag mir jetzt entgegenschreien: "Ahhhh Abbau des Sozialstaates!!" Aber ich halte dieses Argument für eine schlichte Lüge. Eine Kürzung der Sozialleistungen ist noch lange kein Abbau des Sozialstattes. Außerdem sollte man sich auf die wirklich Bedürftigen konzentrieren und nicht auf die Leute, die unser "soziale Hängematte" ausnutzen. Sie zerstören den Sozialstart. Man sollte auch in Deutschland das "dänische Modell" einführen. So bekommt jeder Arbeitslose einen Berater, der ihn jede Woche besucht und schaut, ob er sich bemnüht hat einen Job zu finden. Das ist effektive Arbeitsvermittlung.
Und wer freut sich nicht, wenn ihm weniger Steuern abgezogen werden?
Und das mit den 18 % ist keine Utopie! Aktuelle repräsentative Umfragen sagen der FDP 13 % vorraus und da kann noch was kommen! Also kann ich für den 22. September nur eines empfelen!
Wählt Optimismus!
MfG
Mac
nobody
10.08.2002, 18:25
Dazu ein Zitat von Reinhard Bütikofer, Politischer Geschäftsführer vonBÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Obwohl ich die auch nicht wählen werde, aber was die FDP betrifft, stimme ich den Grünen hier ausnahmsweise mal zu):
"Kern des FDP-Wahlprogramms ist ein politischer Schwindel: Die versprochene Entlastung vonBürgerinnen und Bürgern erweist sich bei näherer Betrachtung als zusätzliche Belastung für unterere undvor allem mittlere Einkommen. Man muss schon sehr viel zu versteuern haben, um von der FDP-Politikzu profitieren. Steuersenkung für Spitzenverdiener und Mehrbelastung und "mehr Eigenverantwortung"für alle anderen- darauf würde es hinauslaufen.Die angeblich "drastische" Entlastung der Familien ist der FDP offenbar so spät eingefallen, dass ihreVorstellungen dazu völlig konfus sind. Für Erwachsene würde nach FDP-Plan das steuerfreieExistenzminimum gegenüber geltendem Recht sogar sinken. Wie kostenfreie Kindergartenplätze durchsinkende Steuern zu finanzieren sind, bleibt das Geheimnis der FDP.Völlig absurd ist auch das Versprechen, sämtliche Steuerbefreiungen zu beseitigen. Durch Wegfall desSparerfreibetrags, des Arbeitnehmerpauschbetrags und anderer Regelungen würden kleine und mittlereEinkommen belastet. Mittlere Einkommen würden denselben Steuersatz bezahlen müssen wieEinkommensmillionäre. Das ist nicht leistungsgerecht. Außerdem würden das Streichen derAnspar-Abschreibung Existenzgründer stark benachteiligen.Die FDP bleibt jede Antwort schuldig, was sie an die Stelle der Einnahmen aus der Öko-Steuer setzenwill. Keine Antwort ist auch eine Antwort: De facto wird hier einer Mehrwertsteuererhöhung und einerErhöhung der Sozialversicherungsbeitraege der Weg bereitet.Würde die FDP klar sagen, was ihre Pläne in Euro und Cent bedeuten, dann könnte jeder diesenSchwindel nachrechnen. Bei einer Partei, die behauptet, wirtschafts- und steuerpolitisch kompetent zusein, hätte man mehr Serioesität erwartet".
mfg, kmc
nobody
10.08.2002, 18:30
Ach ja, die Sache mit dem "Guido-Mobil" tut in meinen Augen ihr übriges dazu. :-D
Irgendjemand, ich weiß jetzt nicht wer, hat so ein nettes Motto unter seinen Beiträgen:
Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen,
Handelsvertreter verkaufen Handelswaren,
was verkaufen Volksvertreter?
(Oder so ähnlich)
C. Iulius Caesar
10.08.2002, 23:25
..ja wenn die Grünen denn mal die Ökosteuer auch als Ökosteuer einsetzten würden. Man muss sich doch fragen, was davon geht in die Umwelt? Bei näherer Betrachtung fällt einem nun auf, dass sämtliche Einnahmen aus der Ökosteuer nicht etwa zur Finanzierung ökologischer Projekte, sondern zur Stopfung der finanziellen Löcher der Rentenkasse verwendet werden.
Des weiteren fällt bei den Grünen auf, dass sie sehr „machtgeil“ sind. Für Macht verstoßen sie sogar gegen die von ihnen eigens gesetzte Ziele und Regeln. Erst stimmen sie im Bundestag gegen ihr Gewissen für eine Beteiligung am Krieg, obwohl sie vorher überall Parzifismus propagierten und nun fliegen sie auf Kosten der Steuerzahler mit dienstlich erworbenen Bonusmeilen durch die Gegend! Die Atomkraftwerke werden frühstens in 30 Jahren abgeschaltet! Super Grüne Politik! Auch ist zu sagen, dass die Steuerbelastung unter der rot-grünen Regierung sogar gestiegen ist! Vor allen Dingen die Steuererhöhungen durch die Ökosteuer sind absolut falsch und unsozial. Sie belasten die unteren und mittleren Einkommen und sie ist für die Transportunternehmen wie zum Beispiel Speditionen ein deutlicher Wettbewerbsnachteil im internationalen Wettbewerb.
Was ich an den Grünen auch lustig finde ist folgendes:
In ihren „Vierjahresprogramm“ sagen sie wörtlich:
„Wer die strukturkonservative PDS wählt, stärkt in Wahrheit Stoiber und schwächt damit ökologische und soziale Modernisierungspolitik, das ist mit Bündnisgrün nicht zu machen.“
Da frage ich mich, was Stoiber mit der PDS zu tun hat? Die Grünen sollten lieber vorsichtig sein, dass sie nicht bald unter „sonstige“ geführt werden. Erst heute wieder wurde Herr Fischer als „Kriegstreiber“ beschimpft und von Grünenanhängern mit Tomaten beschmissen!
Der Grundfreibetrag, der von der FDP pro Jahr vorgeschlagen wird, ist 7.500 €. Das sind 625 € pro Monat. Also sogar eine Erhöhung des Grundfreibetrags! Für alleinerziehende wird dieses Existenzminimum sogar verdoppelt. Außerdem bleibt bei Bedürftigen immer noch das Sozialamt! Auch mittlere und untere Einkommen werden deutlich entlastet. 15 % Einkommensstreuer für Jahreseinkommen von 7.501 € bis 15.000 €, 25 % Einkommenssteuer für Jahreseinkommen von 15.001 € bis 40.000 € , 35 % Einkommenssteuer für Jahreseinkommen über 40.000 €! Das schlägt die FPD vor! Ich halte den Ansatz für richtig! Es stört mich jedoch, dass alle die über Ich denke, dass man ab einem Jahreseinkommen von 60.000 € schon in der Lage sein sollte 45 % Einkommenssteuern zu bezahlen!
MfG
Mac
C. Iulius Caesar
10.08.2002, 23:29
Ich fände es schade wenn Du nicht wählen gehst! Leider stärken nicht Wähler die extremistischen Parteien! Ich freue mich aber zu sehen, dass Du wenigstens an der Politik interessiert bist! Die Finanzaffären haben wohl die Poltikverdrossenheit bei Dir hervorgerufen, wa?
Ich würd mich freuen, wenn Du trotzdem wählen gehst! Überlege aber genau, welche Partei Deine Ansichten am besten vertritt und welche Deiner Meinung nach am glaubwürdigsten ist!
Danke!
MfG
Mac
crazy_budgie
11.08.2002, 11:30
@WW: hab ich da jetzt richtig gesehen, dass Du gar nicht mitwählen darfst?
MfG CB
C. Iulius Caesar
11.08.2002, 15:52
@CB: Da hast Du leider recht! ;..-( Nicht mal bei der Landtagswahl in Niedersachen! *heul* ABer ich kann ja meine Eltern ein bisschen Beeinflußen!
Find ich übrigens supi, dass Du aus "Der kleine Prinz" von Exupéry zitierst! Herrliches Werk!
MfG
Mac
Markus H.
12.08.2002, 13:35
beim wählen geht es darum, das geringste übel zu wählen, weil scheinbar verirrt sich niemand intelligenter in die politik, und wenn einmal, dann wird er nicht gewählt, weil es das volk überfordert.
sich über politik ärgern - da gabs doch mal einen film? "die unendliche geschichte" :rolleyes:
nun ja, nichtwählen ist in jedem fall das schlechteste, dadurch entmüdigt sich ein vernünftiger staatsbürger praktisch. andere, die wählen gehen, gehören wiederum eher entmündigt.
C. Iulius Caesar
13.08.2002, 13:37
Es ist schwer keine Satire zu schreiben.
Ein Brief schämt sich nämlich nicht.
Langfingerli
13.08.2002, 14:29
Was hat das mit dem Thema zu tun? :confused:
Markus H.
13.08.2002, 14:32
Originalnachricht erstellt von W@ckyW@rrior
Es ist schwer keine Satire zu schreiben.
Ein Brief schämt sich nämlich nicht.
Difficile est satiram non scribere. Juvenal, Satirae
Epistula enim non erubescit. Cicero
crazy_budgie
13.08.2002, 18:41
Originalnachricht erstellt von MarkusH
beim wählen geht es darum, das geringste übel zu wählen, weil scheinbar verirrt sich niemand intelligenter in die politik, und wenn einmal, dann wird er nicht gewählt, weil es das volk überfordert.
Irgendwie muss ich Dir da leider voll und ganz zustimmen, nach dem System bin ich auch gerade am Überlegen, weil ich hab keine Lust, endlich wählen zu dürfen und das dann doch nicht zu tun. Aber bis jetzt hab ich die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass das irgendwann mal wieder leichter fällt, auch wenn ich damit vielleicht hoffnungsloser Optimist bin, denn gerade wirds ja eher immer schlimmer statt besser hab ich so den Eindruck... :rolleyes:
@WW: Find ich auch wie Du Dir sicher denken kannst ;)