Wer kann mir freundlicherweise nähere Informationen zur chemischen Zusammenstzung von Flüssigkristallen geben. Oder am besten gleich ein Referat über lcds. ich brauch nämlich DRINGEND Info zu diesem Thema.
Also: -was ist lcd
-wie funktioniert lcd
-wo gibts Info zu lcd ?
Ich bedanke mich jetzt schon im voraus,
euer mulda
buba
16.05.2000, 15:48
Hallo mulda,
ich habe aus einem Lexikon folgende Seiten über flüssige Kristalle eingescannt:
Ich hoffe, da steht was Nützliches drin. Quelle: "Fachlexikon ABC Chemie", Hrsg.: Hans-Dieter Jakubke und Hans Jeschkeit, Frankfurt am Main 1987, Band 1, S. 399-402.
Gruß,
buba
nobody
24.05.2000, 14:33
Cool danke!!
Ich brauch trotzdem noch mehr Input!
Gibt es irgendein Chemielexikon im Netz?
MFG,
mulda
buba
24.05.2000, 17:07
Sorry, ich kenne keins. Vielleicht findest du ja mit einer Suchmaschine wie www.google.de weitere Infos im Internet.
Gruß,
buba
nobody
11.01.2002, 11:59
Okay, da bin ich! Also, wie gesagt, ich muss ein Referat ueber Glaeser und Fluessigkristalle im AC-Seminar halten (organische Sachen fallen also schon mal weg). Mein Problem ist, dass die Bibliothek mir zum Thema Fluessigkristalle nur Buecher zu bieten hat, die das Verfallsdatum schon laengst ueberschritten haben. Zitat:" Man rechnet damit, dass in den naechsten 20 Jahren Flachbildschirme entwickelt werden."
Tja, ich steh also materialtechnisch ziemlich auf dem Schlauch. Die Internet-Recherche hat mich mittlerweile hierher gebracht. Also, wer Buecher oder Webseiten kennt, wo ich was rauskriegen kann moege sich BITTE melden.
Vielen dank schon mal im Voraus!
Kirschie
Adam
11.01.2002, 12:11
@Kirschie
Vielleicht hilft Dir der
Link (http://chemlin.de/_vti_bin/shtml.exe/suche.htm)
weiter...einfach mal unter dem Stichwort "Flüssigkristalle" suchen.
Google liefert auch einiges, schau
hier (http://www.google.de/search?q=Fl%FCssigkristalle&hl=de&btnG=Google-Suche&meta=lr%3Dlang_de)
Gruß
Adam
minutemen
11.01.2002, 15:12
Originalnachricht erstellt von Kirschie
Also, wie gesagt, ich muss ein Referat ueber Glaeser und Fluessigkristalle im AC-Seminar halten (organische Sachen fallen also schon mal weg).
*räusper* ähm, gläser ok, da gibts anorganische wie sand am mehr. aber flüssigkristalle... und was soll das im übrigen, ein thema "gläser & flüssigkristalle"? das ist wie "billiger nachtstrom & freizeitgestaltung". also, konkretisiere mal das thema - dann kann ich dir zum thema flüssigkristalle allerhand sagen.
nobody
11.01.2002, 22:49
Na, nu gib nicht mir die Schuld! :) Kann ich ja nix für, das Thema hat mir mein Seminarleiter so gestellt. Grummel, grummel. Zusammenhang soll vielleicht der Gegensatz sein: Kristalline Flüssigkeiten vs. Amorphe Schmelzen. Thema organik: Soweit ich weiß, wurden die ersten Entdeckungen von Kristallen in einer schmelze an Silberjodid gemacht.
VG, Kirschie
minutemen
12.01.2002, 19:58
Originalnachricht erstellt von Kirschie
Thema organik: Soweit ich weiß, wurden die ersten Entdeckungen von Kristallen in einer schmelze an Silberjodid gemacht.
VG, Kirschie wie jetzt, kristalle in schmelzen? jede flüssigkeit, die in den festen, nicht-amorphen zustand übergeht, hat kristalle in der schmelze. und mit gläsern hat ein flüssigkristall nicht viel gemein. er ist im gegensatz zum glas flüssig, hinsichtlich div. physikalischen eigenschaften aber (bis auch gewisse, aber nur selten auftretende cubische phasen) anisotrop, wiederum im gegensatz zu gläsern. und wenn du meinst, in silberiododschmelzen sei flüssigkristallines verhalten entdeckt worden, muss ich dich auch enttäuschen. diese entdeckung geht auf reinitzers und lehmanns untersuchungen am cholesterin im jahre 1888 zurück (Monatsh. Chem. 9, 421 (1888)). und darum: konkrete fragen an mich, und dir soll geholfen werden. :)
nobody
13.01.2002, 17:47
Laß sie nicht so lange schmoren :D , für Flüssigkristalle braucht man halt organische Moleküle...
nobody
14.01.2002, 17:43
Ich zitier mal das Buch, in dem ich Silberjodid gefunden hab: "1877 beschrieb O.Lehmann in der Zeitschrift für Kristallografie eine zähflüssige Modifikation des Silberjodids, die im Temperaturbereich zwischen 150 und 450Grad C existiert und die unter gewissen Bedingungen oktaedrische Gestalt zeigt. [...] Gut zehn Jahre später wurden diese Ergebnisse von Lehmann neu durchdacht, angeregt durch Arbeiten des österreichischen Botanikers F.Reinitzer.[es folgt ein Zitat Reinitzers über die Eigenschaften von Cholesterinbenzoat] [...] 1889 spricht Lehmann beim Cholesterinbenzoat und Silberjodid von`fließenden Kristallen´."aus "Flüssige Kristalle" von Hans-Dieter Koswig.
Nun, aus Deiner Reaktion hab ich begriffen, dass Flüssigkristalle normalerweise organische Verbindungen sind. Hier also meine konkreten Fragen(Du bist der Fachmann!):_
Wie könnte eine kurze Definition für Flüssigkristalle lauten/ was sind Flüssigkristalle?
Welche chemischen und physikalischen Eigenschaften haben sie?
Gibt es unterschiedliche Gruppen von F. , wie lassen sich F. systematisch einordnen?
Wie werden F. hergestellt?
Wie werden F. genutzt?
Ich denke, es würde mir sehr helfen, wenn Du diese Fragen beantwortest.
Vielen Dank schon mal im Voraus,
VG, Kirschie
buba
14.01.2002, 17:45
Schon weiter oben gelesen? Da dürfte so einiges drin stehen:
Ich hoffe, da steht was Nützliches drin. Quelle: "Fachlexikon ABC Chemie", Hrsg.: Hans-Dieter Jakubke und Hans Jeschkeit, Frankfurt am Main 1987, Band 1, S. 399-402.
minutemen
15.01.2002, 14:00
hi kirschie,
so siehts doch schon besser aus. was die silberiodidgeschichte betrifft, liegt meines wissens kein flüssigkristall vor. es gibt auch die gruppe plastischer kristalle, da passt das besser rein. da kenn ich mich jedoch nicht aus. ok, zu deinen fragen:
kurze definition des flüssigkristallinen zustandes:
flüssigkristallin sind stoffe, wenn sie trotz offensichtlicher fluidität sich bezüglich verschiedener physikalischer eigenschaften anisotrop verhalten (zb. doppelbrechung zeigen). ausnahme: cubische phasen
unterschiedliche gruppen von flüssigkristallen:
darüber kann man ganze bibliotheken füllen: es gibt thermotroppe und lyotrope f. die lyotropen lassen wir mal aussen vor. thermotrope flüssigkristalle können nematische, smektische oder columnare phasen zeigen. diese kann man wiederum unterteilen (nematisch: normal, cholesterinisch bzw. columnar-nematisch; smektisch A bis I; div. columnare phasen: schiefwinklich, rechtwinklich, hexagonal mit bzw. ohne ordnung in den columnen). in den letzten jahren geistert dann noch das gespenst der bananenphasen herum, die sich aber in die zuvor genannten phasen einordnen lässt.
manchmal findet man noch eine einordnung bezüglich der molekülform (calamitisch, diskotisch, gebogen, lateral-verzweigt, keilförmig ..., schwalbenschwanzverbindungen...), diese ist als grundlegende ordnungsmöglichkeit allerdings überholt.
herstellung/phys.-chem. eigenschaften:
da es zehntausende flüssigkristalle gibt, kann man die frage so einfach nicht beantworten.
verwendung:
die natur hat 'leben' aus lyotropen flüssigkeiten gemacht. der mensch macht lcd's, thermometer (diese bunten dinger), farben (neuerdings), hochfeste werkstoffe oder reinigungsmittel aus ihnen.
die antwort kann dir erstmal nur stichworte geben. ok, ich stell dir später mal noch eine literaturliste zusammen.
doppelelch
30.01.2002, 19:44
Habe nur einen nebensächlichen Tipp für Dich:
Vor ein paar Jährchen war die Firma Merck in Darmstadt marktführend im Bereich der Flüssigkristalle. Die haben auch Broschüren herausgegeben, die Dir vielleicht weiterhelfen könnten. Sind auch immer sehr zuvorkommend in Punkto Öffentlichkeitsarbeit. Vielleicht dort einfach mal anrufen (Tel.nr. dürfte nicht schwer herauszubekommen sein - vielleicht haben die auch eine webside) und um Infomaterial bitten!(?)
Gruß
de
Biohazard
30.01.2002, 23:00
Meine Websuche zu einem anderen Thema hat zufällig einen Link hierfür ausgespuckt, Relevanz etwa 50%, schätze ich. Eigentlich sieht es aus, wie Monitor-Werbung, aber die Einleitung und das Glossar geben vielleicht ein bißchen Informationen. (Btw, ich hab von der Firma noch nie gehört...)
http://www.hjp.de/iiyama/TFT.pdf