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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stabilisierung von Oxidationsstufen des Fe


nobody
21.06.2002, 21:36
Hallo,

warum werden höhere oxidationsstufen des Fe's durch Stickstoff (Ð-Donator)und niedrigere Oxidationsstufen des Fe's durch CO (Ð-Aktzeptor) stabilisiert ?

Hat das was mit der Rückbindung über antibindende p orbitale mit den 3d orbitalen des Fe's zu tun ?
Andere Beispiele wären dazu das zum CO isoelektronische NO+
Die Rückbindung erklärt die hohe Stabilität von CO und NO Komplexen.

oder verwechsele ich da was ?


Gruss Andreas

Adam
22.06.2002, 14:19
Hat das was mit der Rückbindung ...

Ja, das ist wohl der Grund.

Bei CO kommt es zu Rückbindung über die Pi*-Orbitale des Co`s und der d-Orbitale des Zentralteilchens(hier jedoch abhängig davon, ob tetraedrisches,- oder okt-Ligandenfeld vorliegt)
Nicht zu vernachlässigen sind die sigma-Hinbindungen. Es liegt ja hier ein Synergismus zwischen der sigma-Hin und pi-Rückbindung vor.


.

FK
22.06.2002, 16:51
Dass höhere Oxidationsstufen des Eisens durch Stickstoff stabilisiert werden, möchte ich aber nicht unterschreiben......

Elementarer Stickstoff ist ja wohl nicht damit gemeint, was aber dann? Ammoniak? Fehlanzeige. Liebt Eisenionen nicht übermäßig, schon gar nicht Eisen(III) (oder höher) - das ist eine zu harte Säure für die weiche Base Ammoniak.

Die höchsten Oxidationsstufen des Eisens werden am besten durch harte Basen (Oxid, Fluorid) stabilisiert, siehe FeO42- ....


Gruß,
Franz

nobody
22.06.2002, 19:32
Und der Grund warum niedrig oxidiertes Eisen bevorzugt Bindungen mit Aktzeptorliganden und höher oxidiertes Eisen lieber Bindungen mit Donatorliganden eingeht ist die Ligandenfeldstabilisierungsenergie

Das Fe3+ Ion ist ja mit der oktaedrischen 3d6 Konfiguration energetisch sehr begünstigt...
vielleicht wird ja bei nicht Fe3+ zentralatomen mit hilfe der Rückbindung und "Hinbindung" genau dieser energetisch niedrige Zustand ebenfalls annähernd erreicht ?

FK
22.06.2002, 20:06
Originalnachricht erstellt von AV

Das Fe3+ Ion ist ja mit der oktaedrischen 3d6 Konfiguration

Na, da haben wir ein Elektron zuviel....

War natürlich fies von mir, Ferrat(VI) als Beispiel zu nehmen. Bei dessen Beschreibung sollte man wohl statt der Ligandenfeldtheorie MOs verwenden. Gleiches gilt auch für Carbonylkomplexe und dergleichen.

Gruß,
Franz

nobody
06.08.2002, 21:01
Originalnachricht erstellt von AV
Hallo,

warum werden höhere oxidationsstufen des Fe's durch Stickstoff (Ð-Donator)und niedrigere Oxidationsstufen des Fe's durch CO (Ð-Aktzeptor) stabilisiert ?


Ich glaube da hat sich ein fehler eingeschlichen...die Frage aus dem skript hätte bestimmt lauten sollen...

warum werden höhere oxidationsstufen des Fe's durch Ammoniak (Ð-Donator)und niedrigere Oxidationsstufen des Fe's durch CO (Ð-Aktzeptor) stabilisiert ?

denn N2 Komplexe sind äusserst selten...der erste wurde glaube ich erst 1964 entdeckt..außerdem wäre N2 kein sigma donator so wie Ammoniak sondern ebenfalls ein pi aktzeptor.