Geht das Züchten von Kupfer-Kristallen schnell oder langsam?
zarathustra
02.08.2006, 19:00
Hallo und Willkommen bei uns im Forum. :)
Bitte stelle Deine Fragen etwas genauer: Was verstehst Du als "schnell", was als "langsam"? Wenn Du ordentliche Kristalle von Kupfersulfat haben willst, solltest Du schon ein paar Tage Zeit einplanen...
Gruß,
Zarathustra
Grinsekatze
02.08.2006, 22:12
Also, generell gibt es ja mehrere Methoden verschiedene Kristalle zu züchten.
Wenn du dich mit vielen kleinen Kristallen zufrieden gibst, dann bekommt man es über 1-2 Tage hin. Einfach gesättigte Lösung herstellen und einen zerklüfteten Stein oder was anderes reinhängen, der Rest geht quasi von ganz alleine.
Für genauere Antworten braucht man natürlich genauere Fragen. :cant_write:
Anubiz
03.08.2006, 00:06
Das kommt ganz darauf an, was du haben willst. Durchsichtige Einkristalle ohne Trübung (also ganz langsam gewachsen) dauern je nach größe Wochen, Monate bis Jahre. Wenn dir Trübungen egal sind, da man die bei Kupfersulfat meist eh nur sieht wenn man sie gegen das Licht hält, kann man in wenigen Tagen schon relativ große Exemplare züchten. Du kannst auch Kristallhaufen züchten, die auch sehr schnell wachsen.....
Wenn du mehr über die Methoden und Tips suchst, dann durch forste mal dieses Forum! Ich habe erst vor ein paar monaten angefangen Kristalle zu züchten und da haben mir die Beiträge hier sehr weiter geholfen.
Tino71
03.08.2006, 09:38
Euch ist sicherlich aufgefallen, daß der Herr Threadersteller ausdrücklich nach der Zucht von KUPFERkristallen (nicht KUPFERSULFATkristallen) gefragt hat?
Mit deren Züchtung hab ich keine größere Erfahrung, würde aber Folgendes vorschlagen:
Erstens. Kristalle kann man innerhalb weniger Sekunden züchten. Dann sind sie aber häßlich. Sollen sie schön werden, muß man Zeit investieren.
Zweitens. Kupferkristalle würde ich aus dem Tetrammin-Komplex an einem Zinkstab versuchen. Kupfersulfat-Lösung (gesättigt) herstellen, so lange Ammoniak-Lösung zugeben, bis sich der anfängliche Niederschlag von Kupferhydroxid wieder vollständig gelöst hat (tiefdunkelblaue Lösung). Die Lösung in einen Einhals-Rundkolben geben und einen Gummistopfen, der daraufpaßt, so durchbohren, daß ein Zinkstab mit etwa 0.5 cm Durchmesser reinpaßt. Der soll etwa zur Hälfte in die Lösung hängen. Der Kolben soll locker verschlossen sein - so, daß sich kein Druck von ausgasendem Ammoniak aufbauen kann, aber der Ammoniak auch halbwegs zurückgehalten wird. Am Zink wachsen dann langsam (sehr langsam im Idealfall!) Nadeln oder Plättchen von Kupfer.
Falls es aber tatsächlich um KUPFERSULFAT-Kristalle gehen sollte:
dann durchforste mal dieses Forum :D