Ich weiß, wie man Oxidationszahlen ermittelt:
1. MAn schreibt mit römischen Ziffern die Oxidationszahl mit vorangestellter Ionenladung über das Element
2. Moleküle werden in Gedanken in Ionen zerlegt. Das Atom mit der höheren Elektronegativität zieht die Elektronen ganz zu sich heran..
Alles schön und gut, aber anwenden kann ich diese und weitere Ermittlungsverfahren für die Oxidationszhalen nicht..
Ich habe z.B.
NH3
AgNO3
H2S
KMnO4
Aber ich weiß nicht mal wie ich anfangen soll, die OZAhl zu bestimmen...
Und wie sieht es bei
H2O
C2H5OH aus ?
Könnte mir jemand das mal erklären ICh verstehe das überhaupt nicht.......Danke NetteSie
Du kannst davon ausgehen, dass Wasserstoff praktisch immer die OZ +I hat und Sauerstoff die OZ -II. Die Alkali- und Erdalkalimetalle haben eine OZ, die ihrer Ionenladung entspricht (Beispiel: im K+-Kation hat Kalium die OZ +I; Mg2+ hat die OZ +II).
Mit diesem Wissen ist es eigentlich ein Leichtes, die OZ der anderen Elemente in einer Verbindung zu bestimmen. In einem neutralen Molekül muss nämlich die Summe der Oxidationstahlen 0 entsprechen; bei einem Ion ist die Summe der OZ's gleich der Ionenladung.
Versuch jetzt mal die OZ's der von dir genannten Verbindungen anzugeben!
minutemen
26.02.2001, 09:32
also hackelts bei dir zu wissen, welche ox-zahlen man zum ausgangspunkt nimmt. das ist auch relativ einfach. die sache mit den elektronegativitäten ist dir klar. was du jetzt noch wissen musst, sind die fakten, wieviel elektronen die beteiligten elemente abgeben bzw. aufnehmen können. das ist sehr einfach aus der lage im periodensystem zu ersehen: alle alkalimetalle (1.HG) geben generell 1 elektron ab -> OZ +1, die erdalkalimetalle (2. HG) 2e- -> +2. die tendenz zur elektronenaufnahme ist bei hier vernachlässigbar. ab 3. HG bis 7. HG können sowohl elektronen abgegeben als auch aufgenommen werden - ausnahme F - das einzige generelle ox-mittel -> OZ -1. die maximalzahl abgegebener elektronen ist dabei gleich der nummer der HG, das maximum an aufgenommenen elektronen ist die differenz der vorherigen zahl zur acht (bsp. S, 6.HG OZ +6 bis -2)
dann mal los: KMnO4, elektronegativstes element ist O aus der 6. HG, dessen OZ ist ergo -2; elektropositivstes element ist K, 1. HG -> OZ +1. für Mn musst du jetzt garnix mehr wissen, denn es ist die einzige unbekannte variable in einer einfachen gleichung, da die summe aller OZ einer ladungsneutralen verbindung 0 ergeben muß:
OZ(Mn) = 0 - 1*OZ(K) - 4*OZ(O) = +7.
anderes beispiel: CH3-CH2-OH. das besondere merkmal ist das auftreten einer C-C-bindung. hier sagt man, dass die C-C-bindung unpolar sei, also kein C das elektronenpaar zu sich hin zieht. das stimmt zwar nicht ganz, aber egal, so wird verallgemeinert. das gilt dann generell für alle bindungen zw. gleichen atomen (zb. N-N, O-O usw.). das bedeutet aber, das wir unser molekül durch diese bindungen in teile zerlegen können, die dann ganz einfach zu bestimmen sind: CH3 und CH2OH. jetzt wieder das prozedere von vorhin:
CH3: OZ(H)=+1 -> OZ(C)=-3;
CH2OH: OZ(H)=+1, OZ(O)=-2 -> OZ(C)=-1
ich hoffe, der groschen ist gefallen.
<FONT COLOR="#ffffff" SIZE="1" FACE="Verdana, Arial, Geneva, Helvetica">[Dieser Beitrag wurde von minutemen am 26.02.2001 editiert.]</font>