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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wozu bemannte Raumfahrt?


Fazit
18.06.2006, 20:09
Hi..

Ja... wie der Titel schon verrät , stell ich mir grad die Frage.
(schulischer Zwang ;) )

Die Kosten für bemannte Missionen (z.B zum Mars) sind doch ungleich grösser als die , der nicht bemannten.
Die "wissenschaftliche Ausbeute" ist doch ebenfalls geringer.
Z.B Roboter-Missionen können doch viel länger dauern und mit dem gewissen Know-How ist der wissenschaftliche Erkenntnis-Gewinn doch auch viel größer ; von den Gefahren für die Piloten ganz zu schweigen.
In allen indiustriellen Bereichen wird an der Automatisierung und Optimierung von Prozessen gearbeitet ,um finazielle Mittel einzusparen und das Erbgebnis ( jeglicher Art) zu verbessern.
Nur eben in der ("bemannten") Raumfahrt , gibt man Unmengen an Geldern für solch partriotisch, zwielichtige Missionen aus(z.B Apollo-Programm).
Bei bemannten Langzeit-Missionen muss die körperliche sowie psychologische Versorgung kostenintensiv gewährleistet werden, bei "techisierten" Missionen entfällt dieser Aspekt völlig, was z.b Gewichtseinsparungen bzw anderweitige Nutzung der Lastenkapazität zur Folge hat.Geld und Ressourcen sind knapp , also warum die Effektivität nicht steigern ?

Oder wie seht ihr dat ?

sakk
18.06.2006, 20:42
vorweg schau mal hier:

http://www.raumfahrer.net/raumfahrt/columbia/bemannt.shtml
http://www.scifi-forum.de/archive/index.php/t-18889.html

also ich persönlich denke schon, dass es durchaus sinn macht menschen am start zu haben ;)..
viele hunderte experimente, die durchgeführt wurden wären bisheute ja nicht durchfürhbar...
was passiert, wenn etwas repariert werden muss? wie soll improvisiert werden? wenn man mal schaut, wie weit wir mir robotern und ähnlichem sind, dann wird es noch ein bisschen dauern, bis wir dort adäquaten ersatz haben...

desweiteren denke ich, dass ein enorm wichtiger punkt die forschung ist, die gerade durch menschen dort an ort und stelle vorangetrieben wird und von der wir alle mehr oder weniger profetieren können...

sakk :)

DrDeath
19.06.2006, 03:47
Zwei Antworten, wobei eine schon genannt wurde:

1. Improvisationsfähigkeit.
2. Weil man's kann.

Friedrich Karl Schmidt
19.06.2006, 09:38
Was Automate erledigen können, können sie auch in einem bemannten Raumschiff erledigen. Was der Beteligung von Menschen vor Ort Bedarf macht eine Bemannung/Befrauung erforderlich.

Ob eine befraute/ bemannte Raumfahrt von der Kosten-Nutzen-Relation vertretbar ist, erscheint mir gleichwohl eine berechtigte Frage, die ich für mich derzeit eher mit "nein" beantworten würde.

Was mich zögern lässt, ist die Kostenstruktur, da ich den Eindruck habe, dass der Kostenanteil, der mit einen Verbrauch "nicht nachwachsender " Ressourcen verbunden ist, relativ gering ist. Was aber auch eine zu eng behorizontete, nicht zu Ende gedachte Vorstellung sein könnte.

Gruß FKS

Fazit
19.06.2006, 19:22
Hallo


Ich denke mal , dass die Improvisationsfähigkeit bald eine untergeordnete Rolle spielen wird.
Mit fortschreitender "künstlichen Intelligenz" macht auch dieser Aspekt nicht mehr viel her.
Viel wichtiger ist der Punkt " Weil wir es können" .
Also ist die Antwort auf die Frage nach dem "warum" doch eher in psychologischen Bereichen zu suchen.Das Ertasten bzw. Erfühlen und dann mit stolzer Brust seine Erlebnisse zu präsentieren.

" Was sucht der Mensch im Weltall ?" ... ist dann vielleicht eine ähnliche Frage mit ,im Grunde genommen der selben Antwort?
Obwohl hier der Faktor "der Besiedelung" wohl überwiegt.

mfg

NilsM
19.06.2006, 19:33
Es wurde zum "Kosten"-Faktor schon allers notwendige erwähnt. Ich, als Raumfahrt-Fan, muss sagen, dass ich allerdings immer wieder fasziniert bin wozu man mittlerweile in der Lage ist oder in Zukunft wohl sein wird. "Wir" sind in der Lage in diesem riesigen Universum unseren kleinen Heimatplaneten zu verlassen. Wahnsinn! :)
Darin liegt wohl auch der 2. Grund für bemannte Raumfahrt - die Herausforderung. Es ist ja deutlich schwerer Menschen zum Mars zu schicken als einen Roboter. Diese technische und medizinische Herausforderung sollte man nicht aufgeben; selbst wenn die wissenschaftliche Ausbeute bei automatisierten Missionen sicher höher ist.

Godwael
19.06.2006, 22:30
Oder wie seht ihr dat ?
Genau so. Es ist vom wissenschaftlichen Standpunkt schlicht nicht sinnvoll, Menschen da hochzuschicken; Robotersonden können das besser, schneller, billiger und präziser. 90% aller Ressourcen in der bemannten Raumfahrt gehen dafür drauf, Menschen raufzuschießen und am Leben zu halten.

Der wesentliche Grund für die bemannte Raumfahrt ist, dass die Reise durch den Weltenraum ein jahrtausendealtes Erzählmotiv ist. Die bemannte Raumfahrt ist schlicht ein kultureller Imperativ; man könnte genauso gut fragen, warum man ein Theaterstück aufführt oder Lieder komponiert.

Fazit
20.06.2006, 14:28
Hallo


Im "kalten Krieg " hatte die bemannte Raumfahrt doch eine ganz andere Bedeutung als zu heutiger Zeit ?
Damals galt noch der Standpunkt " wir können es und ihr nicht".
Das System , dass führend in der Raumfahrttechnik war , war letztlich auch irgendwie führend als Weltmacht.Nicht nur im militärischen Bereich der Raumfahrttechnik ( milit. Nutzung) sondern allg. als "Wissenschaftsland".
Spielt vielleicht dieser ( recht unspektakuläre )Aspekt heute auch noch eine Rolle ?

Stellt sich evtl. auch die Frage nach der wissenschaftl. Effizienz der jeweiligen Mission.Für eine bemannte Mission zum Mars könnten mehrere Missionen z.b zum Pluto gestartet werden, von dem wir ungefähr so viel wissen , wie auf einen Bierdeckel passt.
Kann man den "Drang" nach der bemannten Raumfahrt ( mit welchen Hintergründen auch immer ) nicht vielleicht auch als ...nun... "wissenschaftliche Bremse" sehen , der die Ressourcen ( z.B Zeit) , unsinnig verschlingt ?

DrDeath
21.06.2006, 03:04
Der Kalte Krieg war mit Sicherheit eine riesige Triebkraft hinter der Raumfahrt bis zu den 1990ern. Er spielt auch heute noch eine Rolle - aber eher dadurch, daß er zu Ende gegangen ist: nach dem Ende des Kalten Krieges ist nämlich gerade im Bereich der bemannten Raumfahrt eine Art Stagnation eingetreten, was sich nicht nur in den Budgetkürzungen bei den entsprechenden Raumfahrtagenturen ausdrückt.

Als "Wissenschaftliche Bremse" würde ich die bemannte Raumfahrt nicht ansehen. Zugegeben: für den Preis einer bemannten Marsmission könnte man den Pluto wahrscheinlich mit Sonden zuschmeißen, aber ich denke nicht, daß die Ressourcen "unsinnig" verschwendet sind. Die Arbeit an bemannten Raummissionen bringt durchaus auch Erkenntnisse und Entwicklungen, die in anderen Lebensbereichen anwendbar sind - z.B. in der Medizin. In der Küche aber nicht, da die Teflonpfanne ja bekanntlich kein Spin-Off der Mondlandung ist... ;)

sakk
21.06.2006, 18:17
Genau so. Es ist vom wissenschaftlichen Standpunkt schlicht nicht sinnvoll, Menschen da hochzuschicken; Robotersonden können das besser, schneller, billiger und präziser. 90% aller Ressourcen in der bemannten Raumfahrt gehen dafür drauf, Menschen raufzuschießen und am Leben zu halten.



heißt das dann im umkehrschluss, dass wir, hätten wir es so gemacht, schon viel weiter wären?
was bringt es uns dann, wenn wir eine maschine hoch zum mars schicken und die bleibt an einem stein hägngen..?
bzw. irgenwann muss man ja den schritt machen und sagen: wir wollen jetzt menschen dort oben....


sakk :)

Fazit
21.06.2006, 20:14
Hallo

Ich würde sagen ... ja wir wären schon um einiges weiter.
"Weiter" im Sinne, von erlangtem Wissen.
Bemannte Missionen müssen viel länger geplant werden und die Planungen dienen nicht nur der Art der Erkenntnismethode , sondern eher der Lebenserhaltung der Piloten.

Das Umgehen der "Steine" stellt ja letztlich kein all zu großes ,technisches Hindernis da

Aber diese Erklärung ; Zitat :" Der wesentliche Grund für die bemannte Raumfahrt ist, dass die Reise durch den Weltenraum ein jahrtausendealtes Erzählmotiv ist. Die bemannte Raumfahrt ist schlicht ein kultureller Imperativ; man könnte genauso gut fragen, warum man ein Theaterstück aufführt oder Lieder komponiert. "
ist eigentlich recht gut, ... und beantwortet die eingehende Frage recht gut.

MfG

Godwael
21.06.2006, 20:37
heißt das dann im umkehrschluss, dass wir, hätten wir es so gemacht, schon viel weiter wären?
Mit Sicherheit. Wenn man tatsächlich all das Geld, das in die bemannte Raumfahrt geflossen ist, ohne Abstriche für unbemannte Missionen verwendet hätte, wäre man vom wissenschaftlichen Standpunkt erheblich weiter, wahrscheinlich gäbe es dann schon von diversen Planeten und Monden Daten, die der Ausbeute von Mars Express vergleichbar wären.

Die Frage ist natürlich, ob man das Geld auch tatsächlich bekommen hätte.

was bringt es uns dann, wenn wir eine maschine hoch zum mars schicken und die bleibt an einem stein hägngen..?
Na und? Für das, was es kostet, auch nur ne bemannte Mission samt Gepäck in den Erdorbit zu schießen, kann man zwei Sonden zu den inneren Planeten schicken.
Eine bemannte Landung auf dem Mond würde (ohne die bei sowas übliche Kostenexplosion) 100 Mrd. Dollar kosten (NASA-Schätzung).
Das entspricht den 200-fachen (!) Kosten des Dreierpacks Mars Express, Venus Express und der noch kommenden Merkur-Sonde der gleichen Plattform. Man kann also, wenn man konservativ schätzt, entweder drei Typen auf dem Mond dumm gucken lassen (was will man überhaupt da?), oder 20 Sonden zu jedem Planeten plus Asteroidengürtel und Kuiper-Belt schicken und noch ein paar weltraumgestützte Interferometer draufschmeißen (mit denen man auf erdähnlichen Planeten tausende Lichtjahre entfernt einzelne Kontinente erkennen könnte).

Abgesehen davon ist es um Größenordnungen wahrscheinlicher, dass eine bemannte Mission scheitert (es sei denn, man begnügt sich damit, auf dem Mond rumzustapfen).

bzw. irgenwann muss man ja den schritt machen und sagen: wir wollen jetzt menschen dort oben....
Wozu? Was sollen die Leute da oben?

nobody
21.06.2006, 21:05
Nie STAR WARS geguckt oder was?

Wer hat denn da bitteschön gewonnen, hm? Die Droiden oder die Menschen(oder was auch immer).

Weiterhin - Independece Day....na, klingelts langsam?

Fazit
22.06.2006, 13:14
Wozu? Was sollen die Leute da oben?

Liegt das nich in der Natur des Menschen , sich " virusartig" auszubreiten? ;)
Pläne für z.b Marsbesiedelungen , liegen ja schon in diversen Schubladen und in der Theorie könnte das auch klappen.
Aber was kommt danach.... wenn man sich mal die Entfernungen und Zeiträume vor Augen führt.

Ohne Zeitmaschine und WORP 10 , sehen wir da oben recht "alt" aus.

@Markus Ich kann dir nicht ganz folgen aber vielleicht liegt das auch nur an mir.

MfG

lars2
28.06.2006, 23:30
Warum denn nicht bemannte raumfahrt und planeten besiedeln ...

erstens gibbet genügend menschen auf dieser welt - deswegen wird es eh eng

und zweitens wie wäre es endlich mal ne mond station zu bauen (ist / war da nich mal was?)... dann könnte man einerseits vom Mond aus leichter / besser den weltraum erforschen und zweitens gäbe es weniger arbeitslose die durch diese forschumg arbeit haben / bekommen, weswegen man keine arbeitslosen finanzieren brauch (Finanzielle ressourcen auf diesem wege für forschung freisetzen)... wozu doch forschung gut sein kann ...

twodoublethree
12.07.2006, 19:58
Die meisten Arbeitslosen wären wohl nicht arbeitslos wenn sie qualifiziert dafür wären, eine Mondkolonie zu errichten;)

gutmann
13.07.2006, 10:33
Ich muss dazu sagen, dass es wohl der menschliche Forschertrieb verlangt, dass es bemannte Raumfahrt gibt. Es ist eben in einem gewissen Maße unbefriedigend zu sagen: 'Jetzt haben wir ne Sonde hingeschickt und wissen wie es da aussieht. - Passt schon!'

Wenn diese Einstellung vorherrschen würde, dann würden wir heute noch auf Bäumen sitzen und Äste auf Raubkatzen schmeißen. Oder vor 700 Jahren wäre keiner auf die Idee gekommen mal nachzugucken was hinter dem großen Meer im Westen ist (gut, ob das nicht vielleicht besser gewesen wäre seid dahingestellt :D )

Friedrich Karl Schmidt
13.07.2006, 13:16
Wenn diese Einstellung vorherrschen würde, dann würden wir heute noch auf Bäumen sitzen und Äste auf Raubkatzen schmeißen.
Man kann doch anderen nicht Technikfeindlichkeit unterstellen, nur weil sie andere Forschung für nützlicher und effizienter halten als die bemannte Raumfahrt.

Ich bin sehr im Zweifel, ob Plattheiten wie die obige Einlassung der Sache gerecht werden.

Dagegen kann doch kein Zweifel sein, dass die für Raumfahrt investierten Mittel viel sinnvoller für andere Forschungsprojekte ausgegeben werden könnten. Bei der Erforschung des Weltraums oder auch für naturwissenschaftlich - technische Forschungsprogramme ganz anderer Art.

Gruß FKS

Friedrich Karl Schmidt
13.07.2006, 13:21
Die meisten Arbeitslosen wären wohl nicht arbeitslos wenn sie qualifiziert dafür wären, eine Mondkolonie zu errichten;)Ein sehr überzeugendes Argument. Fragt sich nur, in welcher Hinsicht...

Gruß FKS

lars2
01.10.2006, 19:40
Die meisten Arbeitslosen wären wohl nicht arbeitslos wenn sie qualifiziert dafür wären, eine Mondkolonie zu errichten;)

um so eine station zu errichten braucht man wohl schon qualifizierte leute ......
und nu kommt das aber....

warum soll jemand der anschließend im dortigen lager die bestände verwaltet und durch anforderung auffrischt ein studium haben? dazu braucht man keine hochqualifizeirten leute ...... dazu reichen auch "normale" leute die lesen, schreiben und zählen können.
Oder auch Köche (schließlich wollen die forscher auch mal wat anständiges essen) ... wozu soll ein koch studieren? reicht doch das er kochen kann und weiß das er seine kochtöpfe gut festbinden muß .....

lars2
01.10.2006, 20:01
sorry, ich hab eben folgendes vergessen:

es sitzen auch genügend qualifizierte leute arbeitslos rum. Es gibt halt keine garantie dafür, das man auch in dem bereich ein job bekommt in dem z.B. beim studiumsbeginn leute gesucht / gebraucht worden sind. das kann sich beim studiums ende schlagartig geändert haben. und dann? aber das thema arbeitslosigkeit steht halt noch auf einem anderen blat.

NilsM
02.10.2006, 00:16
Ich muss gestehen, dass ich bei einem Angebot sicherlich direkt in einer Raumkapsel sitzen würde, um einmal einen Blick von außen auf unseren Planeten zu werfen - sicherlich ein unvergleichliches Erlebnis. Andererseits stellt sich natürlich die Frage, inwiefern eine Mars- oder Mondkolonie bei der Klärung der Fragen auf der Erde nützlich sein könnte - und davon gibt es ja immernoch genug. :)

josuav
02.10.2006, 07:27
Gegenfrage: Wozu sgelete Kolumbus nach Amerika? - wiel er was entdecken wollte, das war wicht für die Menschheit.

Aus dem selben Antrieb wird heute unter anderem bemannte Raumfahrt gemacht.

NilsM
02.10.2006, 07:52
Gegenfrage: Wozu sgelete Kolumbus nach Amerika? - wiel er was entdecken wollte, das war wicht für die Menschheit.

Aus dem selben Antrieb wird heute unter anderem bemannte Raumfahrt gemacht.
Natürlich, das stimmt schon: der menschliche Forschungs- und Entdeckungseifer. Aber Columbus kostete die Allgemeinheit auch nicht ~18 Mrd. Dollar im Jahr, während das Geld in anderen Forschungseinrichtungen und oder in nicht-wissenschaftlichen Projekten u.U. sinnvoller angelegt wäre. Kein Missverständnis aufkommen lassen:
Erforschung des Weltraums ? - definitiv ja.
Bemannt ? - Gegenfrage warum ?

Sonden schicken doch heutzutage Videomaterial und analys. Gesteinsproben tausende km weit. Die Voyager-Sonde hat aus dem äußersten Rand unseres Sonnensystem noch Daten übermittelt; wenn man dort immer eine Technik sucht, um Menschen mitfliegen zu lassen, wird das auf dauer eine sehr sehr kostenspielige Angelegenheit.

DrDeath
02.10.2006, 09:24
Aber Columbus kostete die Allgemeinheit auch nicht ~18 Mrd. Dollar im Jahr, ...
Vielleicht keine 18 Mrd. Dollar, aber eine doch äquivalent enorme Summe für die entsprechende Zeit.

Darüberhinaus - Kolumbus hat sich nicht gesagt: "Ich entdecke jetzt mal 'ne Neue Welt". Er wollte eine neue Handelroute finden, die nicht von den Osmanen kontrolliert wurde - und dabei nicht gering abstauen. Die Gründe für die Reisen Kolumbus' war weniger Entdeckerdrang (obwohl der sicher eine Rolle spielte), als eher Handelsinteressen, geopolitische Gründe und ein erkleckliches Stückchen Habgier.

Godwael
02.10.2006, 14:50
Vielleicht keine 18 Mrd. Dollar, aber eine doch äquivalent enorme Summe für die entsprechende Zeit.
Nicht wirklich - ich mein, was hat er denn bekommen? Drei wurmstichige Schiffe, zweitklassigen Proviant und ansonsten ne Menge Versprechen.

DrDeath
02.10.2006, 15:19
Nicht wirklich - ich mein, was hat er denn bekommen? Drei wurmstichige Schiffe, zweitklassigen Proviant und ansonsten ne Menge Versprechen.

Naja, gut - vielleicht nicht völlig äquivalent. Zumindest, wenn man nur die erste Reise in Betracht zieht. Die zweite sah mit 17 Schiffen ja schon etwas anders aus...

sibu
28.02.2007, 15:01
aus finanzieller Sicht ist die bemannte Raumfahrt sicherlich nicht lohnend, andererseits darf man nicht vergessen, dass dort oben Forschung für alle möglichen Wissenschaften betrieben wird die so auf der Erde gar nicht möglich wäre. (Muskelerkrankungen usw.) Bestimmte Arbeiten können auch gar nicht von Robotern durchgeführt werden (Reparaturen usw.)Naja und da ist auch noch der Eroberungsdrang der Menschen fremde Welten zu entdecken.:D

Nichtdestotrotz sind die enormen Kosten für bemannte Flüge (Treibstoff, Sicherheit der Crew, Raumbedarf der für Nahrungsmittel, Wasser usw.) nicht zu vernachlässigen.

Ich bin für bemannte Raumfahrt aber die vielen Mondlandungen waren m.M. total nutzlos.

Bremer
28.02.2007, 15:22
Bekommen Sonden genauso viel Aufmerksamkeit wie Menschen ? Gelder müssen aufgebracht werden und die bekommt man halt leichter für publikumswirksame bemannte Raumfahrt.

Godwael
28.02.2007, 16:25
Bekommen Sonden genauso viel Aufmerksamkeit wie Menschen ?
Gute Frage. Ich weiß es nicht genau, aber rein gefühlsmäßig würde ich sagen, dass die Bilder von Mars Express, Spirit und Opportunity eine wesentlich größere Resonanz hatten als der x-te bemannte Flug zur ISS. Gut, Venus Express hat auch nicht so richtig eingeschlagen, dafür hatte Cassini/Huygens die eine oder andere Schlagzeile.

Insgesamt würde ich schon sagen, dass man mit hochaufgelösten Bildern von Planeten und Monden mindestens genau so gut PR betreiben kann wie mit der ISS oder so.