Die uns zur Verfügung stehenden Literaturdaten decken sich nicht mit der von der EG vorgeschriebenen Kennzeichnung. Der EG liegen Dossiers vor, die nicht veröffentlicht sind.
Subakute bis chronische Toxizität
Sensibilisierungstest (Meerschweinchen): negativ.
Ein Risiko der Fruchtschädigung braucht bei Einhaltung des Arbeitsschutz-Grenzwertes nicht befürchtet zu werden.
Nach Einatmen von Dämpfen: Reizerscheinungen an den Atemwegen.
Nach Hautkontakt: langsame Resorption.
Nach Augenkontakt: Leichte Reizungen. Schleimhautreizungen.
Nach Verschlucken: Resorption.
Nach Resorption: Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel, Rausch, Sehstörungen, Erblindung (Irreversible Schädigung des Sehnervs.).
Systemische Wirkungen: Azidose, Blutdruckabfall, Erregung, Krämpfe, Narkose, Koma.
Symptome können zeitlich verzögert werden.
Weitere Angaben
Das Produkt ist mit der bei Chemikalien üblichen Vorsicht zu handhaben.
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Sascha Mertens
Administrator
buba
05.02.2001, 23:47
Na das wär was fürs Medizin-Forum! :)
Methanol:
Giftig beim Einatmen und Verschlucken. Kann über die Haut aufgenommen werden und wirkt als Zellgift. Mögliche Vergiftungserscheinungen sind Schwindel, Kopfschmerz, Schwächegefühl, Übelkeit, Leibschmerzen und beginnende Sehstörungen mit deutlicher Übersäuerung des Blutes. In schweren Fällen kommt es zu schweren Sehstörungen, zentralnervösen Anfällen sowie Atemlähmung und Herzstillstand. Methanol wird im Körper schrittweise über Formaldehyd und Ameisensäure zu CO2 abgebaut. Beide Zwischenprodukte sind verantwortlich für die Giftigkeit von Methanol.
Fruchtschädigend.
Wenn du nähere Informationen brauchst, werde ich mal ein paar Bücher wälzen.
minutemen
06.02.2001, 09:36
das man akute eine methanolvergiftung duch mehr(14?)tägige ethanolgaben http://www.studenten-city.de/forum/smilies/tard.gif, die einen dauerhaften blutalkoholgehalt von 1-1,5 promille ergeben, 'heilt', ist ja ein alter hut. interessant i.d.s. wäre hier nur anzumerken, dass die wirkung des ethanols darauf beruht, ein besseres substrat für die alkoholdehydrogenase zu sein, bevorzugt also ethanol abgebaut wird und sich keine akuttoxischen konzentrationen insbesondere an ameisensäure (die der körper offensichtlich nur sehr langsam verstoffwechselt) aufbauen können. methanol wird dann durch lunge/haut/niere ausgeschieden. denkt bei eurer nächsten party mit selbstgebrannte säften daran und prosit!
nobody
06.02.2001, 10:26
Nicht gerade schön, die Vorstellung mehrere Wochen besoffen im Krakenhaus zu liegen..*g*
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If you want something done right, do it yourself!
buba
06.02.2001, 10:49
Es sind doch nicht mehrere Wochen...!
echtmolli
06.02.2001, 19:15
Hi!!
mich interessiert brennend, wie verschiedene chem. stoffe im menschl. körper toxisch wirken.
wie cyanid wirkt hab ich mir vor einiger zeit schonmal angeschaut, doch wie genau wirkt methanol??
Gruss Jan!
Freyr
06.02.2001, 19:25
Was heißt denn genau Resorption und wieviel muß man auf die Haut kriegen, damit es schädlich ist?
minutemen
06.02.2001, 20:41
methanol selber ist rel. ungiftig. die vergiftung erfolgt durch den metabolismus des methanols über formaldehyd hin zur ameisensäure. das führt am ende zu einer (metabolischen) azidose mit all ihren nebenerscheinungen - letztlich zum tod des probanten.
zum thema hautresorption: methanol ist recht polar und nur mäßig lipidgängig - das bedingt die doch recht langsame resorption durch die haut. diese qualitative aussage läßt sich nicht ohne weiteres quantifizieren. aber trotzdem kein grund zur panik, wenn man sich mal etwas über die finger schüttet, aber auch kein grund, sich damit die hände zu reinigen. benetzte Kleidung ausziehen und schnell gründlich abspülen.