habe ein Problem und zwar geht es um die Bestimmung von Formaldehyd in Spanplatten. Ich wollte das gerne in Anlehnung an die DIN-Methode EN 717-3 (Flaschenmethode) durchführen. Doch leider steht in unser Bibliothek das DIN-Taschenbuch 60 vom Beuth-Verlag nicht.
Habe zwar aus einigen Texten schon herauslesen können, wie es im Prinzip funktioniert, doch es fehlen mir genauer Information wie Reagenzienangaben und Menge.
Am besten ich schreibe mal das hinein was ich weiss:
In einer Kammeratmosphäre reichert sich freigesetztes Formaldehyd bis zur Gleichgewichtslage in einer vorgelegten wässrigen Lösung an, aus der schließlich das Formaldehyd nach Derivatisierung mit Acetylaceton photometrisch bestimmt werden kann.
Was mir fehlt sind einfach die genaueren Infos, vielleicht kann mir einer weiterhelfen??
Danke im Voraus,
Tschue
Verstrahlt
27.04.2002, 21:20
Ich weiss nur, dass man Formaldehyd in Spanplatten geibt, weil es stark oxidierend ist. Un ddamit mikroorganismen Oxidiert werden. So schützt man die Paltte vor Befall.
ODER?
FK
27.04.2002, 21:35
Originalnachricht erstellt von Verstrahlt
Ich weiss nur, dass man Formaldehyd in Spanplatten geibt, weil es stark oxidierend ist. Un ddamit mikroorganismen Oxidiert werden. So schützt man die Paltte vor Befall.
ODER?
Nein, trifft nicht zu. Formaldehyd ist vielmehr, wie alle Aldehyde, ein Reduktionsmittel. Der biozide Effekt kommt u. a. durch die "Vernetzungswirkung" (Bildung von -CH2-Brücken zwischen Aminogruppen zu Stande.
GOOGLE gibt auf "Formaldehyd" + "Acetylaceton" 67 Hits auf deutschen Seiten. Da sind auch Beschreibungen des Ablaufs der Bestimmung dabei, soweit ich sehen konnte.
Gruß,
Franz
doppelelch
27.04.2002, 21:36
@ Verstrahlt:
Es mag auch sein was Du schreibst, aber meines Wissens werden Spanplatten durch Verkleben mit Holzleim hergestellt. Und eben dieser Holzleim enthält Formaldehyd, welches z.B. mit den Coniferylalkohol-Komponenten (OH-Gruppen!) des Lignins Acetale bildet (D.h. kovalente Bindungen ausbildet!). Und genau darin besteht der "Verleimungseffekt".
(Vielleicht hat man inzwischen Ersatzstoffe gefunden, aber Ponal beispielsweise enthält nach wie vor definitiv Formaldehyd).
Gruß
de
FK
27.04.2002, 21:44
Die Formaldehydgehalt der Holzleime rührt daher, dass als Leim Kondensationsprodukte aus Formaldehyd und Harnstoff eingeseztz werden. Natürlich wird der Aldehyd nicht als Biozid eingesetzt. Ihr solltet meinen obigen Beitrag also nicht in dieser Beziehung missverstehen....
Gruß,
Franz
Verstrahlt
28.04.2002, 00:39
Na super. Da kauft man sich ne harmlose Spanplatte, die dann gar nicht so harmlos ist, und das Kinderbettchen für Hans wird dann mit Spanplatten gebaut, und mit 40 hat Hans krebsgeschwüre überall. SUPA!! :mad: :mad: :mad: :mad: :mad: :mad: :mad: :mad: :mad: :mad: :mad: :mad: :mad: :mad: :mad: :mad:
SCHEISS SPANPLATTEN
OH Sorry aber fdas regt mich grad voll auf gift in den Möbeln das ist doch das letzte.
Mein Labortisch ist aus Spanplatten, aber bei den ganzrn Giften macht das auch nichts mehr. ;)
CO-Küchler
28.04.2002, 04:17
Formaldehyd gehört zu den Stoffen, die am besten toxikologisch erforscht sind. Gesetze und Verordnungen betreffend die Höchstmengen gibt es genug, also keine Angst beim Kauf einer Spanplatte. Wenn die schimmelt und du die Sporen einatmest, ist das um Einiges schlimmer!
Zudem ist es fraglich, ob schon jemals ein Mensch durch Formaldehyd an Krebs erkrankt ist. Allergien dagegen sind wohl bekannt und nicht ganz selten.
Gruß,
Franz
nobody
28.04.2002, 19:44
Erstmal danke für die Antworten, habe auch schon einige Genauere Angaben gefunden und zwar über die Google-Groups, unter anderem eine Anleitung zur Bestimmung des Formaldehyd mit der HPLC und UV-VIS.
Ein Problem ist es noch die gefundenen Methoden mit der Kammermethode zu verknüpfen, da diese Methode für eine Innenraumluftmessung verwendet wird.
Also wenn jemand noch was genaueres zur Kammermethode zu Hause hat, wäre auch nicht schlecht!
Tschue
Übrigens es ist gibt 3 verschiedene Höchst-Konzentration-Einteilungen und zwar E1: max. 0,1 ppm
E2: max. 1,0 ppm
E§: max. 1,44 ppm