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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wer sollte Geologie bzw. Mineralogie studieren?


Lauralein
08.05.2006, 21:15
Ih finde Geologie ja recht interessant. Nun hab ich Erdkunde nicht als Leistungsfach gewählt (wegen der Landwirschaft und so nem Inustriekram...), macht es Sinn sich trotzdem nach einer Uni, Studienplatz, etc. zu erkundigen, oder ist so was zum Scheitern verurtelt??

Außerdem: Wie sieht es auf dem Arbeitsmarkt für Geologen und Mineralogen aus? ein student hat mir erzählt, dass es da ganz gut ausschaut, aber man hört ja immer, dass alles was so in richtung Naturwissenachft geht nicht so dolle ist grade und da viele auswandern...

Godwael
08.05.2006, 22:51
Geologie ist natürlich für die Rohstoffwirtschaft sehr interessant. Ich würde mich bei der Wahl des Studienfaches eher nicht an den Marktchancen orientieren. Bis du fertig bist sieht das eh wieder anders aus.

Deutschland ist als Standort für Naturwissenschaftler allerdings in der Tat problematisch und wird es in Zukunft noch viel mehr sein. Ich kann nur empfehlen, schon während des Studiums den Absprung zu planen. Gerade in der Geologie bietet sich das eh an.

marve
08.05.2006, 23:04
An meiner Heimatuni in Deutschland gibt es einen sehr großen Geologie/Geotechnik-Fachbereich.
Dort wird den Studenten bereits im Grundstudium vermittelt, dass sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sehr häufig im Ausland arbeiten werden.
Simpler Grund: Deutsche Bodenschätze sind sehr spärlich - und die Steinkohle im Ruhrgebiet bietet keinen sicheren Arbeitsplatz.

ricinus
09.05.2006, 21:55
Ich kann es nicht oft genug wiederholen : es ist grundfalsch, sich bei der Wahl eines Studienfaches von Erwägungen bezüglich möglicher Arbeitsplätzes leiten zu lassen. Es gibt nur ein einziges Kriterium, das entscheidend ist: Man muss das studieren, was einen am meisten interessiert, zu dem man sich berufen fühlt. Alles andere macht dich unglücklich. Was bringt dir der bestbezahlteste Job der Welt, wenn dich die Arbeit nicht interessiert ? Ausserdem würdest du dich nicht lange in dem Job halten können, denn was einen nicht interessiert, das macht man auch nicht ordentlich. Umgekehrt : wenn du mit Leib und Seele bei deiner Arbeit bist, bist du sehr schnell besser als alle anderen und hast bessere Chancen auf eine Arbeitsstelle. Aber nochmal : das allein darf nicht ausschlaggebend sein.
Ich habe schon vielen Abiturienten genau diesen Rat mitgegeben, und später höre ich immer wieder, wie Recht ich doch hatte.

lg

WarriorSoul26
10.05.2006, 10:03
Hi, ich habe auch geologie studiert. Während des Studiums haben mich viele menschen gefragt was ich damit will und haben das ganze auch belächelt. Viele denken eben, man sucht nur nach fossis usw. Aber wenn man seine Studienschwerpunkte richtig setzt, kann man seine Berufschancen ziemlich weit hochschrauben. Viele träumen halt und denken mit fossilien und rohstoffen kommen sie weiter, und wundern sich dann, dass sie arbeitslos werden. Ich selbst und meine Kommilitionen haben alle eine stelle bekommen (ich eine 3/4 Doktorstelle). Ok, manche sind etwas unterbezahlt. Aber mit guten Noten kann man auch promovieren und so schon weit vorankommen. Ich bin jedenfalls froh, niemals auf die Vorurteile der anderen gehört zu haben.

Tino71
10.05.2006, 12:08
Ich kann es nicht oft genug wiederholen : es ist grundfalsch, sich bei der Wahl eines Studienfaches von Erwägungen bezüglich möglicher Arbeitsplätzes leiten zu lassen. Es gibt nur ein einziges Kriterium, das entscheidend ist: Man muss das studieren, was einen am meisten interessiert, zu dem man sich berufen fühlt. Alles andere macht dich unglücklich. Was bringt dir der bestbezahlteste Job der Welt, wenn dich die Arbeit nicht interessiert ? Ausserdem würdest du dich nicht lange in dem Job halten können, denn was einen nicht interessiert, das macht man auch nicht ordentlich. Umgekehrt : wenn du mit Leib und Seele bei deiner Arbeit bist, bist du sehr schnell besser als alle anderen und hast bessere Chancen auf eine Arbeitsstelle. Aber nochmal : das allein darf nicht ausschlaggebend sein.
Ich habe schon vielen Abiturienten genau diesen Rat mitgegeben, und später höre ich immer wieder, wie Recht ich doch hatte.

lg

Das möchte ich nochmal unterstreichen. Besser kann mans eigentlich nicht ausdrücken.

Zudem: Viele aus meinem Freundeskreis haben Geologie oder Mineralogie studiert, einige arbeiten auch in den klassischen Berufen, die man sich dazu vorstellt (Prospektion bei Texaco und so), aber einige auch nicht. Aber jeder würde es genau so wieder machen. Mein bester Freund ist inzwischen bei Ärzte ohne Grenzen und betreut Wasserbauprojekte in Nordostindien. Auch zum Löcherbohren brauchts schließlich Geologen!

ricinus
12.05.2006, 09:29
Das möchte ich nochmal unterstreichen. Besser kann mans eigentlich nicht ausdrücken.
Danke. Ich kenne auch den umgekehrten Fall : Leute, die irgendwas studierten wofür sie sich nicht interessierten, bloss weil sie sich gute Berufs- und (vor allem) Verdienstmöglichkeiten davon erwarteten - mit dem Ergebnis eines abgebrochenen Studiums (im günstigen Fall) oder der späten Erkenntnis, dass es nachher nicht mehr so ohne weiteres möglich ist, das Wunschfach dennoch zu studieren. Wenn man einStudium gewissenhaft angeht, ist das eine ganz schön intensive Beschäftigung. Jahrelang tagtäglich etwas zu machen, was einem im Grunde egal ist, kommt doch einer Selbstvergewaltigung gleich.

Ich könnte mir nicht vorstellen, jetzt 4 Jahre Wirtschaftswissenschaften oder Jura zu studieren; selbst wenn ich weiss, dass ich mit sowas vielleicht mehr Geld machen kann als als Chemiker - das lässt mich kalt.

lg

CO-Küchler
12.05.2006, 12:18
Nun hab ich Erdkunde nicht als Leistungsfach gewählt (wegen der Landwirschaft und so nem Inustriekram...), macht es Sinn sich trotzdem nach einer Uni, Studienplatz, etc. zu erkundigen, oder ist so was zum Scheitern verurtelt??Was man in der Schule in drei Jahren in den Leistungskursen lernt, hilft einem vielleicht in den ersten Wochen des ersten Semesters bzw. bei den Grundlagen. Man sollte seine Studienfachwahl auf keinen Fall von irgendwelchen Schulleistungen abhängig machen, sonst wäre ich jetzt kein Chemiker, sondern Historiker ;)

nobody
12.05.2006, 21:43
Man sollte seine Studienfachwahl auf keinen Fall von irgendwelchen Schulleistungen abhängig machen, sonst wäre ich jetzt kein Chemiker, sondern Historiker

Ich wär Bahnhofspenner...

ricinus
12.05.2006, 22:01
Ich wär Bahnhofspenner...
...und ich Altphilologe (Latein und Griechisch und so Zeug). War trotzdem lustig ;) in der Schule.

lg

Tino71
15.05.2006, 10:26
... und ich könnte inzwischen alle mittel- und südamerikanischen Kleinstaaten rülpsen (ich arbeite jetzt nur halbtags an der Perfektion dieser Disziplin, weil mich die Chemie davon abhält). Manchmal, wenn ich mich konzentriere, gelingt mir "Uruguay" ganz gut...

Rosentod
15.05.2006, 21:52
Manchmal, wenn ich mich konzentriere, gelingt mir "Uruguay" ganz gut...Mir auch. :D
Nach 'ner Mass Bier muss ich mich nichtmal mehr konzentrieren.

Leistungen in der Schule zeigen häufig schon eine gewisse Grundtendenz auf. Ich war besonders gut in den Naturwissenschaften und bin es heute noch.

Godwael
15.05.2006, 22:59
Leistungen in der Schule zeigen häufig schon eine gewisse Grundtendenz auf.
Das kann ich bestätigen. Ich war in der Schule stinkfaul und bin es heute noch... :D

Manchmal, wenn ich mich konzentriere, gelingt mir "Uruguay" ganz gut...
Wie sieht's mit "Trinidad und Tobago" aus? :p

Tino71
16.05.2006, 09:47
Bei "Trinidad" ist die Gefahr, daß es einem beim "n" durch die Nase hochkribbelt, sehr groß. Und über ein "g", "c" oder "k" (Nicaragua!) drüberzurülpsen ist nur nach langem Training möglich. Das kommt sozusagen dem ersten Dan gleich. Und der zweite Dan beginnt bei "Venezuela". In ungeübtem Zustand kann man sich dabei verletzen!

Ich war in der Schule eine mathematische Niete und bins noch heute, Physik hab ich abgewählt und Chemie war so mittel. Meine Stärken waren ja im sprachlich-musischen Bereich. Tja. So kanns kommen.

Als Hobby zum Feierabend (Entspannung bei einem Weizen) hab ich ja mit "Guantanamo Bay" angefangen... auch sehr schön...

Fernandotorres
08.03.2007, 23:41
Wenns nach meiner Schulleistung ginge, dürfte ich keinen deutschen Satz schreiben können, sondern nur Englisch und Französisch *g*

Genervt hat mich Geschichte, dieses dumme Auswendiglernen und noch viel schlimmer Literatur.

Ich selber arbeite in der Versicherungsbranche, was mir gefällt, da man immer mit Leuten zu tun hat, was mir wichtig ist und ich mir meine Zeit frei einteilen kann.

Chemie und eben vor allem Geowissenschaften sind ein Hobby von mir, mit dem ich mich allerdings auch erst seit kurzem beschäftige, war vorher ein wenig lernfaul *g*

Wie gesagt, es soll jeder das Studieren ,was einem Spass macht und gerade zu Wirtschaft, welches ich auch studierte, und mir zum Grossteil spass machte, ist so überlaufen, da musst ja froh sein, wenn du einen Job bekommst um 1000 Euro.

Dennoch verstehe ich nicht, wie ein so ein sorry dummer Finanzhai, welcher nur auf Spekulationen setzt und ausser Glück und schwarzen Anzug nichts hat und enorm Geld verdient, während gute Leute in Naturwissenschaften, welche sicher noch viel wichtiger ist, als das verspekulieren von Geldern, wodurch die Wirtschaftsmärkte noch unsicherer werden und ein Umfaller Volkswirtschaften ins Tief reissen kann, wenig verdienen.

nobody
13.10.2007, 18:18
naja ich kann nur sagen das ich in der schule nie ne leuchte in physik oder chemie war und des deshalb auch nach der 10 beides abgewählt habe,jetzt studiere ich GMG(Geologie;mineralogie,Geophysik) ,hab grad das 2te semester beendet und muss zugeben das ich eigtl ständig kämpfen muss die lehrinhalte von chemie undmathe zu verstehn und die klausuren zu schaffen,physik ist eigtl ganz okay wenn man interesse daran hat. aber chemie? ohje ! hab die klausur bisher 2mal geschrieben ,einmal 47% nächstes mal 49% erreicht:(

ich find das studium wirklich spannend,es macht mir auch spaß aber diese "grundlagenfächer" machen vielen am anfang arg zu schaffen.

Noctum
14.10.2007, 10:48
aber diese "grundlagenfächer" machen vielen am anfang arg zu schaffen.

Aber das gibts wohl so oder so ähnlich wirklich fast in jeden Studiengang.

Generell schließe ich mich aber der allgemeinen Meinung an, lieber das Fach zu studieren welches einem wirklich Spaß macht, anstatt sich von irgendwelchen Arbeitsmarktstatistiken bei der Auswahl leiten zu lassen. Zumal der Arbeitsmarkt nach 5-6 Jahren Studium eh völlig anders aussieht als noch zu Beginn des Studiums.
Ein wirkliches Grundinteresse am Fach ist schon irgendwo nötig. Es ist einfach viel leichter, sich zum Lernen für ein interessantes Fach aufzuraffen.

Lieber dein Wunschfach mit 'ner guten Abschlussnote, als ein vermeintlich "zukunftssicheres" Fach mit 'ner eher durchwachsenen Note anzuschließen.

nobody
14.10.2007, 11:51
Lieber dein Wunschfach mit 'ner guten Abschlussnote, als ein vermeintlich "zukunftssicheres" Fach mit 'ner eher durchwachsenen Note anzuschließen.


hehe,es ist mein wunschfach ,aber dennoch sind meine noten durchwachsen.