Mich würde also hobby Hanfi :D mal interessieren was solche gebildeten Leute wie ihr zu dem Thema Hanf, THC, deren legalisierung und medizinische Anwendung des THC so zu sagen habt.
Danke für eure Aufmerksamkeit
NEMO :burn:
Astat
24.04.2002, 19:26
Gibt relativ unterschiedliche Stimmen dazu; liegen unter anderem Studien über die Verwendung als Analgetikum, in Verbindung damit auch dämpfende Wirkung auf das Brechzentrum (Chemotherapie usw.), vor;
insgesamt haben sich Cannabinoide aufgrund häufigerem Auftreten von Nebenwirkungen im Vergleich vor allem zu Codein nicht(bzw. noch nicht bei evtl verbesserter Pharmakogenetik) durchsetzen können.
Das Thema Legalisierung und die vielen Vorteile der industriellen Nutzung von Hanf gehören meiner Ansicht nach nicht in diesen thread.
nobody
24.04.2002, 19:29
ja ich habe auch gemerkt das ich die anderen Themen ehr in dem Forum für allgem. Umfragen hätte plazieren sollen. :D
FK
24.04.2002, 20:59
Bei einer sinnvollen Indikation: ja.
Gruß,
Franz
Tobee
28.04.2002, 22:51
Hallo!
Habe schon oft gehört dass manche Augenärzte ihren Grüner-Star-Patienten empfehlen, sich Cannabis zu besorgen. Ist doch unmöglich dass diese sich strafbar machen müssen um ihr Leiden zu lindern!
Gruss Tobee
Penthesilea
29.04.2002, 22:40
Ich hab mal irgendwo gelesen (leider weiß ich nicht mehr, wo; war ein sehr guter Artikel), daß der Genuß von Cannabis schwer Aids- und Krebskranken den Appetit wieder gibt und diese wieder anfangen, Nahrung zu sich zu nehmen. Dadurch steigen natürlich die Abwehr- und Lebenskräfte an, sodaß diese vielleicht doch noch überleben.
P.
nobody
02.05.2002, 12:35
Ja das mit den Apetit stimmt ich habe darüber etwas gelesen in irgend einer Zeitschrift für Physiotherapeuten oder so, das man es hin und wieder auch alten Menschen gibt um eben das Hungergefühl zu steigern.
Ich finde es auch schlimm das durch die absolute Ignoranz des Gesetzgebers THC noch nicht einmal als Arzneimittel genutzt wird. Es könnte dann Grünen-Star-Patienten wirklich sehr viel helfen , weil es den Augendruck auch ohne Operation senkt, das bedeutet weniger Risiken einer Infektion oder des Fehlschlagens einer Operation. :confused:
Godwael
02.05.2002, 17:46
insgesamt haben sich Cannabinoide aufgrund häufigerem Auftreten von Nebenwirkungen im Vergleich vor allem zu Codein nicht(bzw. noch nicht bei evtl verbesserter Pharmakogenetik) durchsetzen können.
:confused:
Da hab ich anderes gehört, bzw. Das Problem ist nicht so sehr die Nebenwirkung der Wirkstoffe, als vielmehr, daß Wirkstoffinhalt und -zusammensetzung bei den bisherigen Präparaten :D sehr stark schwanken können und kaum erforscht sind.
Außerdem gibt es in der modernen Medizin einfach noch eine Hemmschwelle, ein Medikament zuzulassen, das (üblicherweise)geraucht wird - abgesehen mal von politischer Blockade.
Sooo harmlos ist Codein außerdem auch nicht.
Medizinische Indikationen könnten zum Beispiel sein:
Chronische Schmerzen
Appetitlosigkeit
Chronische oder medikamentös bedingte Übelkeit
Minus-Syndrom (bei Depressionen)
Asthma
Grüner Star
FK
02.05.2002, 21:01
Originalnachricht erstellt von Godwael
Das Problem ist nicht so sehr die Nebenwirkung der Wirkstoffe, als vielmehr, daß Wirkstoffinhalt und -zusammensetzung bei den bisherigen Präparaten :D sehr stark schwanken können und kaum erforscht sind.
Schätze, die haben sich ihre Präparate nachts an der Straßenecke besorgt.... :p
Sooo harmlos ist Codein außerdem auch nicht.
Medizinische Indikationen könnten zum Beispiel sein:
Chronische Schmerzen
Appetitlosigkeit
Chronische oder medikamentös bedingte Übelkeit
Minus-Syndrom (bei Depressionen)
Asthma
Grüner Star
Jedenfalls ist Codein bei einigen dieser Indikationen fehl am Platz, wie etwa Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Asthma.
Bekanntlich verursacht diese Stoffgruppe nicht selten selbst Übelkeit...
Gruß,
Franz
nobody
07.05.2002, 00:52
Originalnachricht erstellt von Astat
insgesamt haben sich Cannabinoide aufgrund häufigerem Auftreten von Nebenwirkungen im Vergleich vor allem zu Codein nicht(bzw. noch nicht bei evtl verbesserter Pharmakogenetik) durchsetzen können.
Wie willst Du denn die Pharmakogenetik verbessern? Keimbahn-Gentherapie? :D
Astat
07.05.2002, 09:38
wie meinen der Herr ? :D
beim LADME-System gibts Verbesserungsmöglichkeiten z.B.
nobody
07.05.2002, 14:00
Wer oder was ist denn LADME?
Damit alle was zu :D haben: Die Pharmakogenetik beschäftigt sich mit der genetisch bedingt unterschiedlichen Enzymausstattung der Menschen, was Auswirkungen auf den Abbau von Arzneimitteln hat. Das heißt, daß bestimmte Wirkstoffe von verschiedenen Menschen unterschiedlich schnell abgebaut werden. Mit der Aufnahme, der Verteilung, dem Metabolismus und der Ausscheidung der Arzneimittel beschäftigt sich die Pharmakokinetik. Da läßt sich noch was rausholen (Darreichungsform, Derivatisierung des Wirkstoffs etc.), bei der Pharmakogenetik dürfte das schwer fallen...
Naja, wahrscheinlich stoße ich mich nur am Wort "verbessert"; vielleicht meinst Du es im Sinne von "günstiger". Ich mußte halte etwas :rolleyes:... Nix für ungut!
Godwael
07.05.2002, 17:54
@ FK:
Du hast mich falsch verstanden. Die von mir aufgezählten Indikationen bezogen sich auf Cannabis.
Astat
07.05.2002, 23:42
Oh Gott entschuldige Nitro, hast natürlich Recht mit -kinetik, -genetik :rolleyes: , hab wohl zu schnell geschossen, meint natürlich LADME = "L"ibertaion,Freisetzung, "A"bsorption, "D"istribution, "M"etabolismus, "E"xkretion, ein biopharmazeutisches Grundsystem.
Ts, ts, ts, ts und sowas studiert dies Fach auch noch :dizzy: :no: :D
FK
08.05.2002, 19:39
Originalnachricht erstellt von Nitropenta
Da läßt sich noch was rausholen (Darreichungsform, Derivatisierung des Wirkstoffs etc.), bei der Pharmakogenetik dürfte das schwer fallen...
Man arbeitet aber dran.
Die Krankenkassen wünschen sich Patienten, die mit 10% des Wirkstoffs auskommen, und bei denen sich die meisten Krankheiten mit ASS oder Ricinusöl heilen lassen.
Die Pharmafirmen haben Patienten mit schneller Metabolisierung im Auge (achtmal täglich....).
Gruß,
Franz
nobody
14.07.2002, 20:31
Man sollte sich nicht der Versuchung hingeben, die Anwendung von THC bei med. Indikation gleichzusetzen mit Kiffen. Was da immer wieder in den Medien so herum geistert ist ja teilweise schon etwas schwachsinnig.
Aber mal ehrlich: Wenn es gelingt eine Substanz zu finden, die ohne Euphrisierung auskomt, wäre das schon ein Segen für die Medizin. Aber leider wird von bestimmten gesellschaftlichen Gruppen immer wieder versucht, die guten wirkeignenschaften von Cannabis sativa zu missbrauchen, um eine Legalisierung zu begründen. Diese Leute sollen doch so ehrlich sein und sagen, dass sie gerne Kiffen. Es ist nun einmal viel geiler ein bisschen bekifft zu sein, als besoffen, finde ich.
Cannabis sativa wurde seit mehr als 3000 Jahren als Heilpflanze verwendet. Leider ist das Wissen darüber verloren gegangen und muss heute mühsam neu erarbeitet werden. Allerdings haben wir heute auch die Möglichkeiten, Naturstoffe so zu verändern, dass sie unseren spezifischen Bedürfnissen angepasst sind.
Aber wie gesagt: Man soll nicht immer die Legalisierungsdebatte mit den guten pharmakologischen Eigenschaften führen.