C6H10O8, MG. 210,14; farblose Krist., Schmp. 255° (andere Angabe 225°, Zers.), schwer lösl. in kaltem, lösl. in siedendem Wasser u. in Alkalien, unlösl. in Alkohol u. Ether. Die zu Glucarsäure epimere S. entsteht bei der Oxid. von Lactose od.ä. Kohlenhydraten, kann Weinsäure in Backplv., Brausetabl. u.dgl. ersetzen. Trockene Dest. (Brenzen) von S. ergibt 2-Furancarbonsäure. S. kann bei Grauschimmelbefall auch Weintrübung hervorrufen.
Lit.: Beilstein EIV 3, 1292 ï J. Chem. Educ. 53, 256 (1976) ï Sax (7.), S. 1792.
Conan
25.11.2002, 21:33
Ähhh das wußte ich auch schon, mehr oder weniger. Aber trotzdem danke bm.
Aber es ist mir immer noch unklar, warum man ihr den Namen Schleimsäure gab? Etwa weil "S. kann bei Grauschimmelbefall auch Weintrübung hervorrufen." und das dann wie Schleim aussieht?
Oder hat sie ihren Namen von einem Namensgeber, der "Herr Schleim" hieß? :D Oder in "Schleimhausen" entdeckt wurde? :p :D
bm
25.11.2002, 21:36
Mucinsäure
erinnert mich an Mucicidose. Keine angenehme Atemwegserkrankung. Könnte also tatsächlich was mit Brochialschleim zu tun haben.
Aber hat es hier keine humanistisch Gebildeten?
Conan
25.11.2002, 21:40
...es wäre möglich, daß die Säuere zum ersten mal im Schleim (Brochialschleim) des Menschen bei einer solchen Erkrankung entdeckt wurde. Hört sich sehr plausibel an. (War eigendlich auch mein erster Gedanke) aber ich war mir eben nicht sicher.
nobody
25.11.2002, 21:53
Mucus (lat.) heißt Schleim -erklärt aber immer noch nicht den Namen der Säure.
Godwael
25.11.2002, 22:07
Ich hab gas Zeug mal zusammengekocht. Meine ganz private Hypothese ist, daß der Name ursprünglich von dem glibberigen weißen Rückstand kommt, der entsteht, wenn man die wasserlösliche Fraktion von Milch mit Salpetersäure behandelt.
Conans Version ist aber möglicherweise plausibler... :) :D