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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ohne Trennungsgang: Ca und Ba nachweisen


Nasty
18.04.2002, 20:23
Wie kann ich Ca2+ und Ba2+ nachweisen, ohne das ich den Trennungsgang noch mal machen muss?
Irgendwie bekomm ich die mit den Trennungsgang nie hin, und weiß dann nicht wie ich die nachweisen soll, mit Flammenfärbung gehts ja noch bei Ca2+ nur dann weiß ich nicht weiter!

Danke voraus

nobody
18.04.2002, 20:38
Flammenfärbung?! Barium: grün, Calcium: rot

Ansonsten trenne doch das Barium als Chromat ab.

Nasty
18.04.2002, 20:43
Oh das es für Barium auch ne Flammenfärbung gibt wusste ich gar nicht! Wie meinst du das mit abtrennen?

nobody
18.04.2002, 20:46
Bariumchromat ausfällen, dann abzentrifugieren oder abfiltieren. Tja Nasty, würdest Du öfter im Jander/Blasius lesen, wüßtest Du auch, dass Barium die Brennerflamme grün färbt. ;)

Nasty
18.04.2002, 20:50
Jaja immer dieses Buch! Wie soll ich das Bariumchromat abfiltrieren, wenn ich es nicht gebildet habe. Ich meine ja das nachzuweisen ohne die ganzen Trennungsgänge die man machen muss!

nobody
18.04.2002, 20:52
Achso... Du meinst Vorproben auf Barium und Calcium aus der Ursubstanz? Außer Flammenfärbung fällt mir da nix ein.

FK
18.04.2002, 20:54
Mensch, Nasty... wenn Du mal zu Silvester so schöne grüne Lichter am Himmel siehst, dann war's Barium.
Die grüne Flammenfärbung ist nur dann gut zu sehen, wenn Halogenidionen (Chlorid) anwesend sind und andere Flammenfärber (v. a. Natrium) fehlen.
Ansonsten im Spektroskop suchen; Bild der Linien gibt's im Jander-Blasius.

Gruß,
Franz

Nasty
18.04.2002, 20:54
Ok. Danke schon mal! Naja muss ich mir bis zur Vollanalyse nochj was einfallen lassen.

Adam
18.04.2002, 23:01
Wie kann ich Ca2+ und Ba2+ nachweisen, ohne das ich den Trennungsgang noch mal machen muss
...

Wenn Du eine Vollanalyse durchführen muß..dann gibt es sicherlich noch andere Kationen in deiner Probe die auch eine rote (Sr,Li) und grüne (Cu) Flammenfärbung aufweisen könnten....

Ich denke mal um vollkommne Sicherheit zu erlangen wirst Du den Trennungsgang schon machen müssen...um wenigstens einige Kationen ausschließen zu können...die deine Flammenprobe auf Ca, Ba stören könnten...
Flammenfärbung ist ja nur eine Vorprobe und kein Nachweis ;)



Gruß
Adam

FK
19.04.2002, 19:47
Ein Element aus einer Mischung per Flammenfärbung zu identifizieren, kann man normalerweise vergessen, außer, man sucht Natrium. Das leuchtet aus jeder Mischung raus.

Ca gibt eine orange Flammenfärbung
Cu färbt grün.....blau


Also: erst abtrennen, dann Flamme färben, oder ein Spektroskop benutzen.


Gruß,
Franz

Nasty
19.04.2002, 20:01
Ich werde sie Vollanalyse auf jedenfall mit Trennungsgängen machen, nur wie gesagt bei Ba und Ca hab ich irgendie immer meine Probleme und bin mir da bei dem nachweisen nie recht sicher!

Unsere Vollanalyse bezieht sich nur auf 17 Ionen!!

nobody
20.04.2002, 18:19
Hi,

als Bariumnachweis fällt mir in der Quali eigentlich nur das Fällen von Barium als Bariumsulfat (mit Schwefelsüre oder so) ein. Bei Calcium muss ich nochmal nachsehen aber da ist das auc nicht so richtig umständlich...

Viel Erfolg noch!!

;-)

kleinerChemiker
20.04.2002, 21:30
Also wenn Du es wenigstens schaffst das Barium in der zweiten Gruppe zu fällen, also in der Calciumgruppe! Also wenn Du es schaffst, die einzelnen Gruppen voneinander zu trennen, was nun wirklich nicht schwer ist und nicht viel Aufwand bedeutet, dann hab ich da gefunden, dass man Ba mit Na-Rhodizonat nachweisen kann, wobeil keines der Kationen innerhalb der Calciumgruppe stört. Der NAchweis ist also innerhalb der Gruppe für Ba spezifisch!


Gruß, Peter!

Nasty
20.04.2002, 22:25
Was ist dann der Nachweiß für Barium, also woran erkenne ich dann, das es drin ist?

Adam
20.04.2002, 22:36
Was ist dann der Nachweiß für Barium, also woran erkenne ich dann, das es drin ist?

Meist Du jetzt den Nachweis mit Na-Rhodizonat?
(Ist das Salz der Rhodizonsäure)

Bildet mit Ba einen hellroten Niederschlag.

Wie gesagt alle anderen zweiwärtigen Schwermetalle sollten vorgeher abgetrennt werden...da sie mit Na-Rhodizonat ebenfalls Niederschläge bilden...der Nachweis ist gut geeignet um Sr und Ba nebeneinander nachzuweisen...

.

Nasty
20.04.2002, 22:45
Wie gesagt bis zu dem Trennungsgang komm ich, nur beim Nachweisen von Ca und Ba mach ich dann Fehler. Ok, dann werde ich es mal mit diesem Salz versuchen, ( wenn wir das in der Schule haben)!

Adam
20.04.2002, 23:02
...wenn wir das in der Schule haben


Ich denke das wird der Knackpunkt an der Sache sein...

Patrick
21.04.2002, 12:41
Hi Nasty,
Da kannst aber auch versuchen Barium und Calzium aus dem Rückstand des Sodaauszugs nachzuweisen.
Den Rückstand mit konz. CH3COOH behandeln und damit den Trannungsgang der Gruppe IV durchführen.
Hat bei mir einmal ganz gut geklappt. Ist aber immer eine Frage der Mondphasen oder anderer Zufälle :)
Quali ist halt Lotto, aber ein versuch ist es wert.

Gruß Patrick

Nasty
21.04.2002, 13:59
Also spiel ich dem nächst Lotto! :-) Auch gut, mal gucken ob ich dann 6 Richtige habe!

nobody
21.04.2002, 18:10
Hallo Nasty!
Für die Unterscheidung von Ca und Ba aus der Gesamtanalyse fällt mir auch nichts konkretes ein,da ich nicht weiß,was du sonst noch an Ionen mit drin hast.Flammenfärbung bei Barium war,
ausser zu Silvester,nicht besonders toll,weil recht schwach.Eine Idee wäre vielleicht das Fällen mit Sulfit(!) im Neutralen.Ca- und Ba-sulfit müßten ausfallen,die dann mit HCL aufgelöst werden
.Zur Unterscheidung würde die Probe mit gesättigter Strontiumsulfat-Lsg. dienen.Fällt nichts,ist auf jeden Fall kein Barium enthalten.
Fällt was aus,ist Ba vorhanden,da es das kleinere Löslichkeitsprodukt hat.Die Anwesenheit von Ca sollte sich aber durch die Flammenfärbung nachweisen lassen.So spart man sich die Chromat-Fällung,welche in der Schule vielleicht auch nicht so angesagt ist.Falls kein Sr vorhanden ist,reicht natürlich auch eine gesättigte Ca-Sulfat-Lsg.
noch einen schönen Sonntag!
Janus!

nobody
25.04.2002, 17:40
Wie oben: WARUM EINFACH; WENN ES UMSTÄNDLICH GEHT?

Calciumnachweis: die Subst. in Wasser lösen; mit CH3COOH ansäuert;
(NH4)2 C2O4 (--> Ammoniumoxalat) hinzugibt --> weißer Niederschlag.

Ca2+ + C2O4 2- ----> CaC2O4

Bariumnachweis: die Substanz in Wasser lösen und mit Schwefelsäure versetzten ---> gelblicher Niederschlag.

Ba 2++ SO4 2- ---> BaSO4

das sind die einfachsten Nachweise, die man spätestens Weihnachten im ersten Lehrjahr als Chemielaborant lernt! :p

Weitere Nachweise sind auch nicht wirklich umständlich!!

;)

Conan
25.04.2002, 20:23
Also ich kann dir nur raten den Trennungsgang zu vergessen. --- ich weiß ich weiß, jeder Assi den man frägt schwört drauf. Wenn man dann sagt, bei mir ist da aber nix ausgefallen. Kommt halt nur sowas wie "Haste halt den letzten Trennungsgang net richtig gemacht" zurück.

Also ich kann dir nur raten, Untersuche die Substanz durch Flammenfärbung unter dem Spektroskop. Calzium und Barium da zu unterscheiden ist nicht besonders schwer. Du hebst den Brocken rein, dann brennt Calzium rot (in der Ampelfarbe im Spek.) zeitlich vor dem Barium grün (viele grüne Linien im Spek).Zwar leuchtet das Ca meist nur kurz, aber sehr deutlich. Und danach das Barium zu untersuchen --- also ich kann nur eins sagen, ich hatte meist immer das Problem, daß wenn ich Barium drin hatte, dass es gar nicht mehr aufhören wollte zu leuchten. Sprich die Reinigung des Pt-Drahtes war meist ne Angelegenheit von ner halben Stunde ;) (mit NaCO3 für Ba zu säubern geht dann aber doch ganz gut :) )

Nasty
25.04.2002, 20:27
Schöne Idee aber leider haben wir nicht die Möglichkeit ein Spektroskop zu benutzen! Naja da wird mir nicht viel ausser der Trennungsgang bleiben, und denn erstmal auswendig lernen!

FK
25.04.2002, 21:04
Originalnachricht erstellt von living_smiley

Bariumnachweis: die Substanz in Wasser lösen und mit Schwefelsäure versetzten ---> gelblicher Niederschlag.
Ba 2++ SO4 2- ---> BaSO4

das sind die einfachsten Nachweise, die man spätestens Weihnachten im ersten Lehrjahr als Chemielaborant lernt! :p
Weitere Nachweise sind auch nicht wirklich umständlich!!
;)

Und warum ist ausgerechnet Dein Bariumsulfat gelblich und das anderer Leute nicht? :p

Gruß,
Franz

nobody
26.04.2002, 15:44
Scherzkeks!

War mir nicht mehr so ganz sicher, ob es gelblich oder weiß und feinkörnig ist. müsste ich nochmal machen.

FK
26.04.2002, 22:31
Originalnachricht erstellt von living_smiley
Scherzkeks!


Du hast mich durchschaut.... :rolleyes:
Aber ein gelbliches Bariumsulfat würde ich jedenfalls reklamieren... :D


Gruß,
Franz

nobody
27.04.2002, 13:43
Originalnachricht erstellt von living_smiley
Hi,

als Bariumnachweis fällt mir in der Quali eigentlich nur das Fällen von Barium als Bariumsulfat (mit Schwefelsüre oder so) ein. Bei Calcium muss ich nochmal nachsehen aber da ist das auc nicht so richtig umständlich...

Viel Erfolg noch!!

;-)

Pass aber auf das du hier nicht Ba mit Sr verwechselst... Sr kann selbst in konz Hcl saurer Lösung mit H2SO4 ausfallen... Zumindest war das in meiner Vollanalyse so.

Hab deshalb leider Ba mit Sr verwechselt.

Adam
27.04.2002, 14:00
Pass aber auf das du hier nicht Ba mit Sr verwechselst... Sr kann selbst in konz Hcl saurer Lösung mit H2SO4 ausfallen... Zumindest war das in meiner Vollanalyse so.

Hab deshalb leider Ba mit Sr verwechselt.


Die Lösung für das Problem könnte in der mikroskopischen Untersuchnug des Niederschlages liegen...

Niederschlag auf eine Objektträger mit konz. Schwefelsäure vesetzen und erwärmen...beim Abkühlen fällt das Bariumsulaft/Srsulaft in Form chark. Kristallstrukturen wieder aus.....viel. kann man ja unterschiedliche Kristallstrukturen feststellen...da müsste man sich vorher belesen welche Kristallstrukturen die Verbindungen besitzen...


.

nobody
29.04.2002, 18:30
Hi Nasty,

haben wir Dir denn jetzt einigermaßen weiterhelfen können? Von Dir ist ja gar nichts mehr zu hören!

Grüßli

;-)

Nasty
29.04.2002, 20:03
Weiterhelfen konnte ihr mir ja! Aber die Endanalyse hab ich immer noch vor mir. Habe aber beim letzen experimentieren mal den ein oder anderen Tipp ausprobiert, naja es klappte nicht alles, aber gut.
Danke an euch

nobody
31.01.2003, 16:11
Falls du einen weißen unlöslichen Rückstand hast, könnte das Bariumsulfat sein. Das kannst du dann auch mit der Flammenfärbung bzw. Spektroskop überprüfen. Aber für die Vollanalyse ist das wohl auch zu unsicher, weil es da noch andere weiße unlösliche Sachen gibt.

FK
31.01.2003, 19:04
Ich hoffe mal, Nasty hat's inzwischen hingekriegt...

Gruß,
Franz

nobody
31.01.2003, 19:13
Hi,
Calcium gibt ausserdem mit Oxalat einen Niederschlag.
Ich habe Barium auch mal, aus Versehen, mit Kalignost gefällt. der Niederschlag gab auch ne grüne Flammenfärbung. Allerdings weiß ich nicht ob das von dem Borat stammen könnte.
Aus der Flammenfärbung alleine kann man keine Ionen indentifizieren: Kupfer zum Beispiel gibt auch ne grüne Flamme.
Könnt ihr ein Spektroskop benutzen?

FK
31.01.2003, 19:17
Ich habe Barium auch mal, aus Versehen, mit Kalignost gefällt. der Niederschlag gab auch ne grüne Flammenfärbung. Allerdings weiß ich nicht ob das von dem Borat stammen könnte.

Da würde ich mal letzteres annehmen...

Gruß,
Franz

Easyquantum
31.01.2003, 19:22
Also Calcium kann man bei der spektroskopischen Analyse klar als solches erkennen. Charakteristisch sind zwei rote Linien und eine dicke grüne Linie im gleichen Abstand links und rechts von der Natriumlinie (589 nm).

Ansonsten läßt sich das Calcium auch sehr gut in Form von Gipsnadeln nachweisen. Du gibst einen Tropfen deiner Probelösung auf einen Objektträger und versetzt mit einen Tr. konz. Schwefelsäure. Dann bilden sich nach einiger Zeit charakteristische Gipsnadeln aus, die du unter dem Mikroskop untersuchen musst. Die Kristallaufnahme ist im Jander. Die Barium- und Strontiumsulfat Niederschläge sind feinkristallin und stören nicht.

Barium ergibt bei der Spektralanalyse mehrere grüne Linien, vorausgesetzt du hast deine Kationen in Chloride überführt (Magnesium und HCl). Ist eigentlich auch recht eindeutig. Ansonsten kannst du es ,wie schon gesagt wurde, mit dem Chromat-Sulfat-Verfahren probieren (siehe Jander).

Außerdem bilden die Bariumkationen mit Sulfat einen schwerlöslichen NS, der im Gegensatz zu den anderen Erdalkalisulfaten in konz. HCl nicht löslich ist.

Gruß, Easyquantum