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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Niedriger Blutdruck nach Rindfleisch!


kleinerChemiker
16.04.2002, 19:49
Kann es sein, wenn Rindfleisch verdorben ist und man es isst, dass man danach durch irgend ein enthaltenes Gift der Blutdruck plötzlich in den Keller sinkt?


Meine Mutter hat vor ner halben STunde Rindfleisch gegessen und danach wurde ihr plötzlich schwarz vor Augen.
Der Blutdruck ist 78 zu 44!


Kann das durch das Rindfleisch sein?




Danke schon im Voraus!


Gruß, Peter!

FK
16.04.2002, 21:43
Man kann dergleichen nicht restlos ausschließen....aus den diversen Aminosäuren entstehen biogene Amine, die teils blutdrucksteigernd (Tyramin, Phenethylamin), teils senkend (Histamin) wirken.

Ich denke aber mal, dass ein solch verdorbenes Fleisch nur mit viel Willenskraft zu essen ist :kotz:

Meine Frau leidet gelegentlich unter solchen Blutdruckabfällen (zum Glück recht selten). Eine Ursache konnten wir bis jetzt nicht ergründen. Der Blutdruck normalisierte sich jeweils nach einiger Zeit von selbst bzw. recht schnell nach Gabe eines üblichen Kreislaufmittels (Effortil z. B.).

Ich hoffe, Deiner Mutter geht es inzwischen besser.

Grüße & Genesungswünsche,
Franz

kleinerChemiker
16.04.2002, 22:35
hmmm....

Vielen Dank für die Genesungswünsche und die Antwort, Franz!

Sie schläft zur Zeit, keine Ahnung, ob es ihr jetzt besser geht!




viele liebe Grüße, Peter!

FK
17.04.2002, 16:58
Was hat denn der Arzt dazu gesagt?

(Rein interessehalber, ohne große Erkenntnisse zu erwarten...)

Gruß,
Franz

kleinerChemiker
17.04.2002, 19:14
Also sie war heut beim Arzt in der Firma und der meinte, dass das eigentlich nur von ihren blutdrucksenkenden Arzneien (Acecombmite und Acemin [beide mit dem Wirkstoff Lisinopril] kommen kann. Blutdrucksenkende Arzneien bekommt sie logischerweise deswegen, weil sie an Bluthochdruck leidet!

Der Arzt meint, dass die Dosierung zu hoch ist, und einfach nur die Dosierung vermindert werden sollte!

Der Bluthochdruck ist bei ihr genetisch bedingt, denk ich, denn ihre Mutter hatte auch hohen Blutdruck und hatte deswegen einige SChlaganfälle! Und die tollen Gene sind auch zu mir durchgekommen, denn auch ich hab in meinem Alter schon Bluthochdruck (zweiter Wert ist immer so um 87 bis 91)!
Ich bin jedoch topfit, schlank (170/62) und ernähre mich relativ gesund (sehr sehr sehr selten Fleisch, wenig Fett)!



Gruß, Peter!

FK
17.04.2002, 19:31
Originalnachricht erstellt von kleinerChemiker
Also sie war heut beim Arzt in der Firma und der meinte, dass das eigentlich nur von ihren blutdrucksenkenden Arzneien (Acecombmite und Acemin [beide mit dem Wirkstoff Lisinopril] kommen kann. Blutdrucksenkende Arzneien bekommt sie logischerweise deswegen, weil sie an Bluthochdruck leidet!



Aha.....also eine zu starke Wirkung....

Warum nimmt sie zwei verschiedene Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff?

Gruß,
Franz

kleinerChemiker
17.04.2002, 19:42
hehe....genau das hab ich mir auch gedacht, als ich las, dass beide den gleichen Wirkstoff haben!
Dann hab ich aber weiter gelesen und da stand dann, dass bei Acemin 10mg Lisinopril enthalten ist pro Tablette und bei Acecombmite 20mg pro Tablette!
Acecombmite muss sie in der Früh nehmen, Acemin am Abend!

Das würde dann für mich wieder Sinn machen, wieso die anders heißen, obwohl der gleiche Wirkstoff enthalten ist!



Gruß, Peter!


PS: Anscheinend denken die Ärzte, dass man(n) (Frau) zu blöd ist eine Tablette zu teilen!? :hmpf:

FK
17.04.2002, 20:31
Ich habe hier in einer "Gelben Liste" von 1995 ein Medikament namens "Acercomp mite" gefunden mit 10 mg Lisinopril. Ohne "mite" (lat. = mild) hat es 20 mg Wirkstoff. Könnte das das Gleiche sein?
Als übliche Dosierung wird täglich 1 Tablette Acercomp oder Acercomp mite angegeben, also 10 - 20 mg.

Das "Teilen"problem ist mir wohl bekannt, diesmal aber umgekehrt.....meine Mutter erhielt ein Medikament mit 40 mg Wirkstoff. Sie sollte aber täglich nur 20 mg nehmen. Also sollte sie die Tabletten teilen.
DIESE Tabletten hatten aber keine Bruchrille, dafür aber einen magensaftresistenten Überzug. Das heißt, sie DURFTEN nicht geteilt werden und SOLLTEN sich erst im Dünndarm auflösen. Ob der Wirkstoff im Magen Schäden anrichtet oder nur durch die Säure zerstört wird, weiß ich nicht.....
:eek:
Sie hat eine Zeitlang die Dinger zerbrochen, dabei niemals die Mitte erwischt ("präzise" Dosierung...), dann aber auf ihren Protest hin endlich 20 mg-Pillen bekomen.


Gruß,
Franz

kleinerChemiker
17.04.2002, 20:41
hmmmmmmmmm.....naja, auch wieder was wahres dran, das mit dem Teilen!

Das mit dem Medikament, hab nochmal nachgesehen, wie man es schreibt, man schreibt es Acecomb mite, dieses hat 20mg, Acemin hat 10mg Wirkstoff pro Tablette!

Vielleicht heißen die in Deutschland anders als in Österreich??
Sollte allerdings auf der ganzen Welt gleich heißen, wie bei der Nomenklatur organischer Moleküle bzw. auch anorganischer nach IUPAC, sonst können sich die Ärzte ja garnicht verständigen, richtig?

Vielleicht ist der Name veraltet, könnte das vielleicht sein?



lieben Gruß, Peter!

FK
17.04.2002, 20:56
Originalnachricht erstellt von kleinerChemiker

Vielleicht heißen die in Deutschland anders als in Österreich??

Vielleicht ist der Name veraltet, könnte das vielleicht sein?



Beides ist möglich. Vom gleichen Hersteller (Zeneca/Rhein-Pharma) steht noch ein Medikament namens "Acerbon" in dem Buch, ebenfalls mit Lisinopril. Beim "Acercomp" ist übrigens zusätzlich noch 12,5 mg Hydrochlorothiazid enthalten, ein Diureticum (wirkt ebenfalls blutdrucksenkend).


Gruß,
Franz

kleinerChemiker
19.04.2002, 23:02
Jup, stimmt, beim Acecomp mite ist auch das Hydrochloridthiazid entahlten, ich dachte, das dient zur Stabilisierung oder so, also Konservierung mein ich eigentlich.


Gruß, Peter!