PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ziegler Natta Katalysatoren?


nobody
22.01.2001, 20:44
Hi Leute! Mir ist diese Seite empfohlen worden.Ihr sollt mir also endlich weiterhelfen können.Und es waren wirklich nicht wenige,also werd ich einfach mal denen glauben und hoffen,daß es stimmt.Also,mein Problem ist,daß ich bei meiner Facharbeit über Metallorganische Verbindungen nicht weiterkomme.Problem: Wer kann mir bei Ziegler-Natta-Katalysatoren weiterhelfen(Bedeutung, Verwendung, Umweltproblematik)? Wo könnte ich da spezielle Hilfe bekommen? Ich werde beten, daß ihr das hier lest und mir dann as fast as possible antworten könnt. Ich dank euch und allen Chemie Genies auf jeden Fall schon mal jetzt...tschö ;o)

No Regrets
22.01.2001, 21:38
Ersma ein Buch über Organometall Verbindungen

Organometallchemie. Eine kurze Einführung
von Christoph Elschenbroich, Albrecht Salzer
Taschenbuch - 562 Seiten (1993) Teubner, Stgt.; ISBN: 3519335018

Klappentext
Das Buch in den durch den Umfang des Bandes begrenzter Auswahl die wichtigsten Darstellungsmethoden, Strukturen und Reaktionstypen der Organmetallchemie. Um die Dynamik des Gebietes zu vermitteln, werden jedoch an diversen Stellen Forschungsergebnisse aus jüngster Zeit vorgestellt. Statt der Präsentation einer Vielzahl von Einzelfakten wird das Verständnis der Einzelfakten metallorganischer Reaktionen und des Zusammenhanges zwischen Elektronenstruktur und Molekülbau angestrebt.Historische Entwicklung und aktuelle Tendenzen der Organmetallchemie - Eingrenzung und Einstellung elementorganischer Verbindungen - Energie, Polarität und Reaktivität der M-C Bindung (Hauptgruppenelemente) - Darstellungsmethoden, Strukturen und Eigenschaften ausgewählter Hauptgruppenmetallorganyle - Übergangsmetallorganyle - Die 18-Valenzelelektronenregel und ihrer Begründung - Sonderstellung der Md8 - und Md10 - Komplexe - Übergangsmetall - Organyle : Labilität versus Stabilität - Donor - Akteptor-Liganden in binären, Ternären und quaternären Organometallkomplexen - Donor - Akzeptor-Liganden: Mono- und Oligoolefinkomplexe - Allyl-Dienyl- und Trienyl-Übergangsmetallkomplexe - Sandwichkomplexe, Halbsandwichkomplexe, Mehrfachdeckersandwichkomplexe - Metall-Metall-Bindungen und Übergangsmetallcluster - Organometallkatalyse

von
Amazon (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3519335018/o/qid=980198622/sr=2-1/302-9646671-0188017)

NUN der RÖMPP

<FONT COLOR="Red">Ziegler-Natta-Katalysatoren</FONT c>

Sammelbez. für Katalysatorsyst. aus Metall-, insbes. Aluminium-organischen Verbindungen (z.B. Trialkyl-Al) u. Verb. der Übergangsmetalle, die die stereospezif. Polymerisation u./od. Oligomerisation von Olefinen bei Normaldruck katalysieren; Beisp.: Großtechn. Herst. von Niederdruck-Polyethylen, Polypropylen u.a. Polyolefinen u. Elastomeren, von langkettigen 1-Alkanolen etc. Die eingesetzten Mischkatalysatoren (Ziegler-Katalysatoren) aus Triethylaluminium u. Verb. des Titans (z.B. TiCl3 od. TiCl4), des Zirkoniums u.a. Übergangsmetalle, die heute zusätzlich entweder Magnesium-Verb. od. Chrom-Verb. enthalten, sind auf einem Träger fixierte heterogene Katalysatoren. Der Reaktionsmechanismus der sog. koordinativen Polymerisation an Z.-N.-K. ist noch nicht in allen Details bekannt (Lit. ). Man formuliert den Primärschritt als Übertragung einer Ethylen-Gruppe (Et) von der Aluminium- auf die Titan-organischen Verbindungen, wobei ein Komplex (s. Abb.) entsteht (L=Liganden):

<IMG SRC="http://fachschaft.chemie.uni-dortmund.de/user/mschlues/ziegler.gif" border=0>

Weitere Ethylen-Mol. schieben sich nun in die Ti-C-Bindung ein (Wachstums- als Einschiebungsreaktion). Hielt man früher die Anwesenheit von Cl-Atomen für eine notwendige Voraussetzung für die Wirksamkeit der Z.-N.-K., so konnte man später zeigen, daß auch Cl-freie Cp2Ti- bzw. Cp2Zr-Verb. (Cp=Cyclopentadienyl) in Ggw. von Trialkylaluminium Ethylen polymerisieren, wenn das Syst. etwas Wasser enthält. Homogene Z.-N.-K. aus VOCl3 u. Al(C2H5)3·AlCl3 werden für die techn. Herst. von EPDM u. EPM eingesetzt. Bes. für mechanist. Unters. geeignet sind die u.a. von Natta aus lösl. Titan-org. Verb. entwickelten homogenen Z.-N.-K., für die Zusammensetzungen wie Cp2TiRCl/RAlCl2 od. RTiCl3/RAlCl2 (R=Alkyl) typ. sind. Hochwirksame lösl. Z.-N.-K. bilden sich aus Cp2Zr(CH3)2 u. sog. Alum(in)oxanen, die aus Trialkylaluminium durch Reaktion mit Wasser entstehen (Lit. ). Mit Z.-N.-K., die Nickel- statt Titan-Verb. enthalten, wird Butadien cyclotrimerisiert, was bes. von Wilke untersucht worden ist, s. Nickel-organische Verbindungen u. p-Allyl-Übergangsmetall-Verbindungen. Einige Z.-N.-K. haben sich auch bei der Stickstoff-Fixierung als wirksam erwiesen, andere, wie das verwandte Tebbe-Grubbs-Reagenz (s. Titan-organische Verbindungen), bei org. Synth. über Ylide.


<FONT COLOR="Red">Ziegler-Natta-Polymerisation</FONT c>

(Ziegler-Polymerisation). Bez. für techn. sehr bedeutende Polymerisationsverf., die unter Verw. von Ziegler-Natta-Katalysatoren initiiert werden. Z.-N.-P., z.B. die von Olefinen, verlaufen bei milden Temp. mit hoher Stereoselektivität zu Polymeren mit hohen Molmassen.
Beisp. hierfür sind die Polymerisation von Propylen zu isotakt. Polypropylen od. die von Isopren bzw. Butadien zu Polymeren mit hoher Taktizität. Die Z.-N.-P. verläuft nach Mechanismen der Koordinationspolymerisation.

[Quelle: CD Römpp Chemie Lexikon – Version 1.0, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1995]



------------------
IN SO FAR AS QUANTUM MECHANICS IS CORRECT, CHEMICAL
QUESTIONS ARE PROBLEMS IN APPLIED MATHEMATICS.