Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Redoxpotentiale
nobody
28.03.2002, 12:59
In meinen Chemiebuch sowie in meinen Unterlagen heißt es, wenn es um Standardbedingungen geht: p(H2) = 1013 hPa.
Soll nun der Wasserstoff mit 1013 hPa an der patinierten Elektrode vorbeiströmen oder bezieht sich diese Andgabe einfach nur auf den Gesamtdruck des Systems (Standardbedingung)?
Wie ändert sich dann eigentlich das Potential mit erhöhtem (erniedrigtem) Wasserstoffdruck sowie mit erhöhtem (erniedrigtem) Druck des gesamten Systems?
Gruß Tobias
FK
28.03.2002, 13:05
Gemeint ist der Druck des Wasserstoffs (so, wie es da auch steht).
Und wie sich eine Druckänderung auf das Potential auswirkt, sollte unter Berücksichtigung des Prizips vom kleinsten Zwang eigentlich klar sein....
Gruß,
Franz
doppelelch
28.03.2002, 13:11
Meinem Empfinden nach entspricht eine Erhöhung des Druckes im Grunde einer Erhöhung der "Wasserstoffkonzentration".
Und wie sich die Potentiale bei Änderungen von Konzentrationen ändern dürfte bekannt sein!
Gruß
de
nobody
28.03.2002, 13:22
Yo, dann spricht man im Prinzip von Partialdrücken, nicht von Konzentrationen. In der Nernst-Gleichung taucht ja der Quotient aus dem MWG auf, und den kann man ja auch mit Partialdrücken formulieren.
Adam
28.03.2002, 14:53
@TobiWankentobi
Das Potential der Wasserstoff Elektrode ergibt sich zu:
...was bei Druckerhöhung mit dem Potential passiert sollte nun klar sein... ;)
Gruß
Adam
upsidedown
28.03.2002, 15:19
Beziehen sich diese ganzen Partialdrücke mit denen man ständig thermodynamisch rechnet eigentlich auf den Gesamtdruck oder nur auf den statischen Druck?
Wie sieht das eigentlich bei Gasreaktionen aus - die müsste man doch eigentlich lokal steuern können mit einer entsprechenden Rohrleitungs/Düse-kombination??
Gruß,
UpsideDown
nobody
28.03.2002, 16:00
Hm, also der Gesamtdruck ist ja die Summe der Partialdrücke von Gasen, die sich in einem Raum befinden und nicht miteinander reagieren.
Der Partialdruck ist der Duck, den ein Gas ausüben würde, wenn es allein in dem Raum wäre.
FK
28.03.2002, 16:04
Originalnachricht erstellt von upsidedown
Beziehen sich diese ganzen Partialdrücke mit denen man ständig thermodynamisch rechnet eigentlich auf den Gesamtdruck oder nur auf den statischen Druck?
Mal ein praktisches Beispiel: Wenn Du eine Mischung aus 2 Volumenteilen Wasserstoff und 1 Volumenteil Sauerstoff hast, und der Druck der Mischung beträgt 300 kPa, dann ist der Partialdruck des Wasserstoffs 200 kPa und der Partialdruck des Sauerstoffs 100 kPa.
Verdoppeltst Du den Gesamtdruck, dann verdoppeln sich auch die Partialdrücke.
Ich hoffe, ich habe das verständlich dargestellt....
Gruß,
Franz
upsidedown
28.03.2002, 16:13
Franz...
ich weiss was ein Partialdruck ist.. Ich bin zwar kein Chemiker, aber völlig ohne Vorbildung steh ich dann doch nicht da.
Vielleicht hab ich mich nicht klar genug ausgedrückt: Kannst du dich noch dunkel an deine Physikvorlesung erinnern? Da kam sicherlich auch mal der berühmte Bernoullisatz für stationäre Strömungen dran.
pges = p0 + <font class="serif">ρ</font>/2 u² + <font class="serif">ρ</font> g h
Meine Frage zielte also darauf ab wie Partialdrücke unter den Bedingungen einer stationären (Gas-)strömung zu definieren sind. <font class="serif">∑</font>pi = pges (was ich nicht glaube aber nicht weiss, weswegen ich frage) oder <font class="serif">∑</font>pi = p0 was in Analogie zu vielen anderen Anwendungen steht und eine Menge Möglichkeiten eröffnen würde.
Gruß,
UpsideDown
FK
28.03.2002, 16:57
Originalnachricht erstellt von upsidedown
Franz...
ich weiss was ein Partialdruck ist.. Ich bin zwar kein Chemiker, aber völlig ohne Vorbildung steh ich dann doch nicht da.
Oh, sorry...
Vielleicht hab ich mich nicht klar genug ausgedrückt: Kannst du dich noch dunkel an deine Physikvorlesung erinnern? Da kam sicherlich auch mal der berühmte Bernoullisatz für stationäre Strömungen dran.
pges = p0 + <font class="serif">ρ</font>/2 u² + <font class="serif">ρ</font> g h
Meine Frage zielte also darauf ab wie Partialdrücke unter den Bedingungen einer stationären (Gas-)strömung zu definieren sind. <font class="serif">∑</font>pi = pges (was ich nicht glaube aber nicht weiss, weswegen ich frage) oder <font class="serif">∑</font>pi = p0 was in Analogie zu vielen anderen Anwendungen steht und eine Menge Möglichkeiten eröffnen würde.
Gruß,
UpsideDown
Tja, der Themenwechsel zu Physik kam etwas zu plötzlich.......
An die Physikvorlesung kann ich mich leider(?) überhaupt nicht mehr erinnern....ich fürchte fast, dieses Thema hat mich nicht wirklich fasziniert.... :rolleyes:
Weswegen ich hiermit gerne das Feld wirklichen Fachleuten überlasse...
Gruß,
Franz
Adam
28.03.2002, 23:31
@upsidedown
Rein intuitiv würde ich deiner zweiten Formel zustimmen <font class="serif">∑</font> pi = p0
In jeder Strömung setzt sich der Gesamtdruck aus dem statistsichen Druck und den dynamischen Druck zusammen; so habe ich es gelernt.
Das Gesetz von Dalton bezieht sich wohl eher auf ruhende Gasgemische (oder?)...aber nicht auf Strömungen.
nobody
29.03.2002, 13:20
Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.
Jetzt wo ich mir das Ganze anschaue wird mir das klar, hätte eigentlich selber darauf kommen müssen.
Ich muss wohl zu viel im Kopf gehabt haben, naja.
Aber der jetzt entstandenen Diskusion entziehe ich mich wegen Unkenntis der Materie.