Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Polarographie
nobody
26.03.2002, 17:20
hi,
in der polarographie wird ein grundelektrolyt verwendet,
weil dieser
a) die einstellung des geeigneten ph-wertes zur reduktion bzw oxidation gewährleistet
b) durch seine ionenstärke die elektrische leitfähigkeit der lösung sichert
c) gewährleistet, dass die depolarisatoren durch diffusion im elektrischen feld an die indikatorelektrode gelangen
d) den widerstand der lösung erniedrigt.
welche aussagen treffen NICHT zu?
wir hatten uns überlegt, dass die antworten a)-c) falsch sind, wir sind uns aber nicht sicher das a) falsch ist und warum genau.
für hilfe sind wir im voraus dankbar,
neo.
nobody
26.03.2002, 19:42
Die Polarographie ist doch keine Redoxreaktion, oder?
Es kommt doch eigentlich darauf an, dass die Ionen elementarisch an den Elektroden abgeschieden werden. Und somit könnte man eher von einem Elektrolysevorgang sprechen.
Was spricht eigentlich gegen b)?
Der Elektrolyt bringt doch von Haus aus ´ne Menge Ionen mit, die die Leitfähigkeit hochsetzen.
Die Antwort d) finde ich auch ganz gut. Ich denke also. dass a) und c) nicht zutreffen.
Ich hoffe, von Dir die richtigen Antworten noch zu erfahren?? :D
Vor allem ist mir aufgefallen, dass Du aus Rostock kommst.
Studierst Du da?
Ich komme aus Wismar.
Pauni
26.03.2002, 20:22
Meiner Meinung nach ist die Polarographie SCHON eine Redoxreaktion (wieso auch nicht?, die Oxst. werden ja geändert.)
Mein Lösungsvorschlag würde also lauten:
a) falsch. Ein Grundelektrolyt wird nicht zur Einstellung des pH-Werts zugegeben. Dieser muss bei jeder Redoxrkt. stimmen, sonst könnte ja z.B. im alkalischen Medium Fe-Ionen ausfallen, etc.
b) würde ich als richtig bezeichnen. Oft sind Schritte in Lösungsmitteln nötig (z.B. beim Umsatz von org. Verbindungen), die unpolar sind. Elektrolyserkt. können dann durch Zusatz eines Leitelektrolyten durchgeführt werden. Vgl. hierzu die KOLBE-Synthese von Alkanen aus Alkanoaten zu Alkanen unter CO2-Abgabe.
c) falsch
d) ist sicher auch ein Begleiteffekt
Adam
26.03.2002, 21:32
@Analyser
Die Polarographie ist doch keine Redoxreaktion, oder?
zum Bsp.
Bei der Elektrolyse einr HCl-lösung mit HJ. Hier wird zu erst das Iod abgeschieden. J-wird zu Iod oxidiert das H+ zu H2 reduziert.
Also eine Redoxreaktion.
Wenn Du eine Elektrolyse findest ohne eine Redoxreaktion, dann sag mir bescheid :)
Zu der Frage von neo tracelt:
b) und c) treffen zu, würde ich sagen.
Gruß
Adam
nobody
26.03.2002, 22:48
spannend wirds für meine mitbewohnerin dann morgen beim antestat, wenn die frage dran kommt, wahrscheinlich hilft, augen zu und einfach kreuzen, vielleicht klappts ja.
trotzdem vielen dank,
neo :dizzy:
Adam
26.03.2002, 22:50
Also deine Mitbewohnerin sollte nicht nur wissen, dass b) und c) zutrifft sondern auch warum :)
Macht Ihr gerade das PC-Praktikum?
nobody
26.03.2002, 22:59
meine mitbewohnerin hat morgen antestat in instrumenteller analytik
Adam
26.03.2002, 23:02
Na dann viel Glück für deine Mitbewohnerin von meiner Seite aus :)
mp67
26.03.2002, 23:54
Oje,... Multiple Schoiß Fragen. So ein richtiger Schwachsinn, insbesondere, wenn man die Fragen mit irgendwelchen vollkommen hirnrissigen Verneinungen und doppeldeutigen Formulierungen 'anreichert'.
Am fischigsten kommt mir von
a) die einstellung des geeigneten ph-wertes zur reduktion bzw oxidation gewährleistet
b) durch seine ionenstärke die elektrische leitfähigkeit der lösung sichert
c) gewährleistet, dass die depolarisatoren durch diffusion im elektrischen feld an die indikatorelektrode gelangen
d) den widerstand der lösung erniedrigt
c) vor, da ja der Leitelektrolyt gerade dafür sorgen soll, daß die interessierenden Teilchen durch Diffusion zur Arbeitselektrode gelangen und nicht durch Migration (=Überführung). Die Formulierung von b) ist ebenfalls seltsam, sorgt doch nicht die Ionenstärke, sondern die Anwesenheit von Ionen hoher Äquivalentleitfähigkeit für eine elektrische Leitfähigkeit der Lösung.
usw.usf. Solche beknackten Fragen können einem den ganzen Spaß an der Wissensvermittlung rauben. Als ob wir Winkeladvokaten oder ähnlich an Spitzfindigkeiten interessierte Hirnis ausbildeten... :mad:
M.
P.S. Der GK Chemie und Physik der Mediziner ist voll von solchem Mist. Das ringt einem schon Mitleid für die Medizinstudenten ab... but then again... ;)