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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : das leben des galilei


nobody
24.02.2002, 14:31
salut!
hat von euch schon mal jemand "Leben des Galilei" von Bertolt Brecht (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3518100017/chemieonline) gelesen?
wenn ja was haltet ihr von der problematik der verantwortung die die wissenschaft mit sich bringt sollte es eurer meinung nach einen hippokratischen eid für wissenschaftler geben?
vielleicht hat ja auch schon mal wer die physiker gelesen: dürrenmatt nimmt ja zu dem selben problem stellung löst es aber mit möbius als anti-galilei ganz anders...
ich bin gespannt auf eure meinungen.
:rolleyes: mfg melanie :rolleyes:

CO-Küchler
25.02.2002, 01:20
Ich habe beide Bücher gelesen, das Thema ist auf jeden Fall auch heute noch aktuell... Denn Menschen werden immer das tun, was möglich ist...

playgirl
20.11.2011, 21:56
hallo ich wollte fragen wie das verhältnis zwischen galilei und seiner tochter war
und inwiefern galilei ein kind seiner zeit ist ?

Amanita
21.11.2011, 13:57
Beziehen sich deine Fragen auf das Drama von Brecht oder auf die historische Person?
Ich habe das auch vor Jahren in der Schule gelesen. Was die Tochter betrifft, erinnere ich mich noch daran, dass Galilei sie irgendwo für dumm erklärt hat, weil sie sich mehr für Pferde als für Physik interessiert hat. Ich konnte die Position von ihr damals ganz gut nachvollziehen. *hüstel*
Da findest du jedenfalls im Text genug Anhaltspunkte, dass du problemlos ein bisschen was schreiben kannst.
Für die zweite Frage solltest du dir einfach mal zum Inhalt des gesamten Werkes und zu dem, was du über die Zeit gelernt hast, ein paar Gedanken machen.
Könnte aber sein, dass das Frauenbild bei beiden Fragen eine Rolle spielt. ;)
Und denk auf jeden Fall daran, dass "Das Leben des Galilei" ein fiktives Werk ist und keine Biographie. Brecht wollte damit eigene Aussagen treffen und nicht in erster Linie über Galilei informieren.

Ansonsten: Interessant, dass sich in neun Jahren nur ein Mitglied für die Eingangsfrage interessiert hat. Passt zu meinen sonstigen Erfahrungen, bei Konfrontation zwischen Naturwissenschaftlern und Geisteswissenschaftlern. ;)

immad
14.12.2011, 09:50
ja ich hab es gelesen und bin betroffen
ich glaube, jeder mensch soll zur Wahrheit halten, besonders wenn du ein Wissenschaftler ist.

Alchymist
14.12.2011, 12:42
Ansonsten: Interessant, dass sich in neun Jahren nur ein Mitglied für die Eingangsfrage interessiert hat.

Vieleicht ist es einfach so, dass üblicherweise niemand einen jahrealten thread wieder aufwärmt. Zumal wenn der Ersteller schon gar nicht mehr Mitglied ist...


Passt zu meinen sonstigen Erfahrungen, bei Konfrontation zwischen Naturwissenschaftlern und Geisteswissenschaftlern.

Zu welcher Seite zählst du dich?;)

Amanita
14.12.2011, 22:38
Na ja, der Benutzerin, auf die ich geantwortet habe, ging es ja anscheind um ihre Deutschhausaufgabe oder sowas in die Richtung. Andernfälls hätte ich den Thread hier natürlich nicht ausgegraben. ;)
Wobei man über das Stück ja auch immer noch diskutieren könnte, falls noch jemand Interesse hätte, das ändert sich in den neun Jahren ja nicht.

Zu welcher Seite zählst du dich?;)
Gute Frage.
Dieser Kommentar war jetzt auch nicht als Vorwurf an irgendeine "Seite" gedacht. In meinem bisherigen Studium habe ich da einfach so einen gewissen Eindruck bekommen, auch wenn ich natürlich nicht behaupten kann, dass das wirklich immer zutrifft. Und zwar, dass sich die Naturwissenschaftler in erster Linie für die Fakten ihrer Forschung interessieren und wenig Interesse daran haben über ethische Konsequenzen oder Sonstiges zu reden, während die Sachen bei den Geisteswissenschaftlern doch oft zu stark "zerredet" werden und man nie zu einem Ergebnis kommt. Besonders ausgeprägt in der Veranstaltung names "Technikphilosophie" im letzten Semester. ;)
Und wenn die beiden aufeinander treffen, haben sie sich oft nur wenig zu sagen.

Alchymist
15.12.2011, 08:17
Das ist in der Tat bedauerlich. Geisteswissenschaften können einen bedeutenden Aspekt zur "harten" Naturwissenschaft beitragen. Aber sie müssen sich aus ihren Wolkenkuckucksheimen herabbegeben und sich der Realität stellen.
Es gibt durchaus Beispiele für Philosophen, die nicht jegliche Bodenhaftung verloren haben und die im Dialog mit der Naturwissenschaft stehen. Mir fallen dazu zwei dieser Spezies ein, deren Arbeitgebiet allerdings nicht unbedingt Wissenschaftsethik ist, Daniel Dennett und A.C. Grayling.