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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : OChem: Chemische Formeln in LaTeX


leadazide
28.12.2005, 22:33
Hi,
ich hab nach geeigneten Paketen für das Setzen von chemischen Formeln im Internet gesucht und hab folgendes Package gefunden:
OChem (http://www.2k-software.de/ingo/ochem.html)
Leider komme ich damit nicht ganz zurecht. Ich habe die Skripte und die ganzen sty-Dateien installiert, nur will das chemie.pl-Skript bei mir nichts tun, selbst beim Kompilieren der Beispieldateien (gibt nur das aus: This is OCHEM chemistry compiler version $Name: OCHEM-4/0d $ $Date: 2001/09/27 18:26:28 $)! Perl habe ich installiert, m4 auch... Hat noch jemand mit OChem Erfahrungen gemacht und wenn ja, könnt ihr mir bei meinem Problem helfen oder ein anderes Package empfehlen? Ich habe auch Xymtex (http://imt.chem.kit.ac.jp/fujita/fujitas3/xymtex/indexe.html) ausprobiert, es funktioniert sehr gut nur leider kann es nicht so viel wie OChem (und hat nicht so eine ausführliche Dokumentation), und die "benutzerfreundlichen" Programme a'la ChemSketch & Co. liefern nicht die gewünschte Qualität (z.B. es wäre schon besser, wenn die Buchstaben in den Formeln mit der gleichen Schrift wie der Text in Latex gesetzt werden).

hippie
29.12.2005, 03:55
Ich weiß, dass ich nicht unbedingt im Sinne der Frage antworte... Aber...

Meine Erfahrung zeigt, dass es sich nicht lohnt Strukturformeln "manuell" in LaTeX zu setzen. Gerade dann wenn es wirklich drauf ankommt, weil man verzwickte Moleküle/Stereochemie etc.pp. zeigen will, versagen die entsprechenden Pakete oder werden verteufelt kompliziert.

Mit ein paar Tricks ist da das Einbinden von Graphiken aus WYSIWYG-Editoren wie ChemSketch oder ChemDraw effizienter:
Wenn möglich Vektroformate exportieren und einbinden. (PDF/EPS, notfalls per Umweg über WMF), geht das nicht, sollte man möglichst kein JPG erstellen, das ist Fubbes für Liniengraphiken, besser ist ein PNG (Notfalls über den Umweg TIF/BMP).
Für Pixelgraphiken gilt generell: Etwas größer erzeugen als sie nachher eingebunden werden sollen.

Was die Schriftart angeht: Da kann man sich streiten, ich persönlich finde Serifenschriften in Strukturen seltsam, daher würde ich sowieso eine andere Schriftart verwenden als der LaTex Text. Wenn Du drauf bestehst musst du dir eben eine TrueType-Variante des entsprechenden LaTeX-Font besorgen und diese via ChemSketch etc. einbinden.

leadazide
29.12.2005, 11:40
hippie, trotzdem danke für deine Antwort.
Ich habe eigentlich einen Weg gefunden, der eigentlich relativ gut tauglich ist... leider ist er etwas umständlich.
Ich habe das Molekül ohne Schriften in Xdrawchem gezeichnet, nach EPS exportiert, mit pstoedit nach *.fig konvertiert, mit Xfig nachkorrigiert/Schriften hinzugefügt und nach EPS/LaTeX exportiert. Xfig generiert dann eine EPS-Datei und eine .tex-Datei, die man mit \input{} einbindet. Wenn jemand OChem trotzdem zum laufen gebracht hat, kann der/diejenige mir seine/ihre Erfahrungen damit mitteilen oder irgendwie bei meinem Installationsproblem helfen... weil das was Herr Klöckl auf 170 Seiten Dokumentation beschreibt sieht gar nicht so schlecht aus. :)

nobody
02.01.2006, 18:47
Mit ein paar Tricks ist da das Einbinden von Graphiken aus WYSIWYG-Editoren wie ChemSketch oder ChemDraw effizienter:
Wenn möglich Vektroformate exportieren und einbinden. (PDF/EPS, notfalls per Umweg über WMF), geht das nicht, sollte man möglichst kein JPG erstellen, das ist Fubbes für Liniengraphiken, besser ist ein PNG (Notfalls über den Umweg TIF/BMP).

Hab grad mal nachgeschaut. ChemSketch kann gar kein PDF/EPS in der kostenlosen Version. :eek: Immerhin geht's über den Umweg mit einem PS-Druckertreiber.

Gruß,
Christian